{"id":4,"date":"2012-05-04T23:37:05","date_gmt":"2012-05-04T23:37:05","guid":{"rendered":"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/?p=4"},"modified":"2022-05-22T09:25:13","modified_gmt":"2022-05-22T07:25:13","slug":"4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/2012\/05\/04\/4\/","title":{"rendered":"ASSISI-PILGERWEG  9.-22. April 2012"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Statt eines Vor- und Nachwortes<\/strong><\/h2>\n<h3><em>Ein Blog ist f\u00fcr mich ein Bollwerk wider das Vergessen. Ich habe gemerkt, dass sich die Eindr\u00fccke auf einem Tagesmarsch im Kurzzeitged\u00e4chtnis ansiedeln. Von dort sch\u00e4len sie sich, wie eine Zwiebel, und das bereits unterwegs. Man beobachtet, man wandert, man erlebt die Umwelt anders, wenn man die Sinne dazu verpflichtet, sich f\u00fcr eine Zusammenfassung am Abend bereit zu halten. Acht Stunden wandern und die Impressionen am Ende des Tages in ebenso vielen S\u00e4tzen niederzuschreiben, scheint mir oft eine Verlegenheitsl\u00f6sung. Aber schliesslich \u00fcbernehme ich diese Kurzanalysen fast eins zu eins in den Blog. So bleibt nach dem Entbl\u00e4ttern der Zwiebel das Innere, der Kern des Gem\u00fcses, das in der K\u00fcche (Werkstatt des Autors) verarbeitet wird, da es roh schlecht geniessbar ist. Es ist anzunehmen, dass Unbekannte diesen Blog lesen. Sie sollen wissen, dass das Erlebte einmalig ist. Es wird kein zweites Mal genau so sein. F\u00fcr den Sonderfall, dass jemand darin Informationen sucht als Vorbereitung f\u00fcr eine eigene Reise: Dies ist kein Reisef\u00fchrer (aber man findet Links auf Wikipedia). Er schweigt sich dar\u00fcber aus, was sonst noch war. Wer vorhat, den Cammino di Assisi aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden zu begehen, wird sich im Felde m\u00f6glicherweise im falschen Film w\u00e4hnen, denn Michiko (67) und ich (65) machten den Weg haupts\u00e4chlich \u201eweil es ihn gibt\u201c. Gerne h\u00e4tten wir auch spirituelle Gedanken an uns heran gelassen, aber der Regen, die Abgeschiedenheit, die stete Jagd nach den Richtung weisenden Pfeilen und Schildern trugen nicht dazu bei, dem Sinnlichen eine grosse B\u00fchne zu gew\u00e4hren.<\/em><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><em>&#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211;<\/em><\/h3>\n<h3>\u00a0Wir erreichen <em>Dovadola<\/em>, den Ausgangsort unseres Assisi-Pilgerwegs per Bahn \u00fcber Milano \u2013 Bologna \u2013 Forli. Es ist Ostermontag. Der Bus nach Dovadola folgt dem ausged\u00fcnnten Feiertagsfahrplan, was uns einige Zeit zur Besichtigung von \u00a0<a title=\"Forl\u00ec\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Forl%C3%AC\">Forl\u00ec<\/a>\u00a0erlaubt. Nicht leicht, unsern Hunger zu stillen, denn die Restaurants \u00f6ffnen abends erst gegen sieben oder halb acht Uhr. Das historische Zentrum gleicht dem vieler italienischer St\u00e4dte, welche durch Alter und Abgase Patina angesetzt haben. Auch hier finden wir den Unterschied zwischen einer Basilika, einer Kathedrale, einem Dom oder einer gew\u00f6hnlichen Kirche nicht heraus. Wir sind aber eher aus auf eine sportliche Herausforderung.<\/h3>\n<div id=\"attachment_156\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0162.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-156\" class=\"size-large wp-image-156\" title=\"IMG_0162\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0162-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-156\" class=\"wp-caption-text\">Der Assisiweg, ca. 300 km<\/p><\/div>\n<h3>Dovadola ist ein Dorf mit weniger als 2000 Einwohnern. Dort finden wir Unterschlupf im Rifugio Benedetta di Dovadola, angeschlossen an die Kirche <em>Sant\u2019Andrea<\/em> aus dem 9. Jahrhundert, die durch die\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cluniazenser\"><span style=\"color: #000000;\">Cluniazenser<\/span><\/a> errichtet wurde.\u00a0Mit Franz Moik aus Graz beabsichtigt ein weiterer Pilger, den ca. 300 km langen Pilgerweg nach Assisi unter die F\u00fcsse zu nehmen. Der \u00d6sterreicher nennt gar Rom als Ziel seiner Wanderschaft.<\/h3>\n<h3>Don Alfeo von der Abtei tut sein Bestes, uns mit Pilgerp\u00e4ssen (Credenziale) zu versehen und Basisinformationen f\u00fcr jede der vorgesehenen dreizehn Tagespensen auszuh\u00e4ndigen. Auf Italienisch. Zum Gl\u00fcck haben wir die entsprechende deutsche Version aus dem Internet bereits im Gep\u00e4ck.<\/h3>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.camminodiassisi.it\/DE\/tappe-e-percorsi.html\">http:\/\/www.camminodiassisi.it\/DE\/tappe-e-percorsi.html<\/a><\/h3>\n<h2><strong>Erste Etappe: Dovadola \u2013 Marzanella<\/strong><\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC030981.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-120\" title=\"DSC03098\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC030981-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p>1. Etappe<\/p>\n<h3><em>Marzanella<\/em> wird als Tagesziel angegeben, aber wir finden unsere Unterkunft in Sivia Marias Ranch <em>Capannina<\/em>, in einer Waldlichtung, fernab jeder weiteren Behausung.<\/h3>\n<h3>Aufbruch nach acht Uhr, Ankunft dort gegen 16.00 Uhr. Der Pfad f\u00fchrt nichts wie los in die H\u00fcgel der Umgebung Dovadolas zum Zwischenziel <em>Eremo di Sant\u2019Antonio <\/em>auf<em> Montepaolo.<\/em> Die Einsiedelei liegt etwas abseits unserer Route, rund dreihundert H\u00f6henmeter \u00fcber unserem Ausgangspunkt. Wir sind die einzigen Besucher dieses Ortes der Stille und Einkehr. Im weiteren Tagesverlauf bewegen wir drei Wanderer uns in der gr\u00fcnen H\u00fcgelzone, fernab von D\u00f6rfern und Weilern. Sonnenschein begleitet uns auf dem ausgezeichneten H\u00f6henweg, teilweise auf dem H\u00fcgelgrat, der eine feine Aussicht auf beide Talseiten gew\u00e4hrt.<\/h3>\n<div id=\"attachment_158\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0186.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-158\" class=\"size-large wp-image-158\" title=\"IMG_0186\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0186-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-158\" class=\"wp-caption-text\">Feine Sicht vom H\u00f6henweg<\/p><\/div>\n<h3>Die <em>Azienda agricola Capannina<\/em>, wie sich Sivias Paradies nennt, ist eine eingez\u00e4unte Oase im h\u00fcgeligen Wald. Im Freilaufgehege hoppeln Kaninchen hinter den H\u00fchnern her und drei Hunde bewachen das Anwesen. Silvias Gesicht strahlt, als ich ihr von paradiesischen Zust\u00e4nden schw\u00e4rme. Die Brasilianerin mit Grosseltern italienischer Abstammung spricht deutsch, italienisch, englisch und portugiesisch. Mit Ehemann Giancarlo zusammen hat sie das Grundst\u00fcck vor 15 Jahren erworben und innerhalb der etwa vierhundert Jahre alten Grundmauern ein gem\u00fctliches Daheim geschaffen. Das G\u00e4stezimmer kann 3-4 Personen aufnehmen. Silvia pflanzt alles nach biologischen Gesichtspunkten an und legt Wert darauf, dass ihre Kinder Danilo (10) und Anita (5) zweisprachig aufwachsen.<\/h3>\n<p>E-Mail: silviamariachinaglia@libero.it \/ Tel. (0546)943114 \/ Mobil: 3332313800<\/p>\n<div id=\"attachment_159\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0198.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-159\" class=\"size-large wp-image-159\" title=\"IMG_0198\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0198-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-159\" class=\"wp-caption-text\">Silvias Familie<\/p><\/div>\n<h2><strong>Zweite Etappe: Marzanella \u2013 C\u00e0 Ridolla (Premilcuore)<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_122\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03099.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-122\" class=\"size-large wp-image-122\" title=\"DSC03099\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03099-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-122\" class=\"wp-caption-text\">2. Etappe<\/p><\/div>\n<h3>Die zw\u00f6lf Kilometer bis <em>Portico<\/em>, dem ersten Dorf auf unserem Cammino, wandern wir grossteils auf Asphaltstrassen. Eine kleine Abk\u00fcrzung auf schwerem Boden erh\u00f6ht das Gewicht unserer Schuhe gleich um das Anderthalbfache. Im Dorf selbst begr\u00fcssen wir die in der Wegbeschreibung als Freundin des Cammino di Assisi erw\u00e4hnte Marisa vom Restaurant <em>Vecchio Convento<\/em>. Beim Anblick unseres Schuhwerks zieht sie es vor, uns den Cappuccino im Freien zu servieren. Dass sie nichts daf\u00fcr verlangt, nehmen wir mit Staunen zur Kenntnis.<\/h3>\n<div id=\"attachment_160\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0210.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-160\" class=\"size-large wp-image-160\" title=\"IMG_0210\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0210-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-160\" class=\"wp-caption-text\">Gratis-Cappuccino bei Marisa<\/p><\/div>\n<h3>Uns stehen vierhundert H\u00f6henmeter bevor. Das erste Teilst\u00fcck ist mit historischen Steinplatten bepflastert, \u00e4hnlich den S\u00e4umerwegen in den Alpen. Dann folgt ein breit angelegtes Wegst\u00fcck, das mit Reisignadeln tapeziert ist. F\u00fcr unsere F\u00fcsse die angenehmste Unterlage. Anschliessend f\u00fchrt eine asphaltierte Strasse auf die Passh\u00f6he. Franz setzt auf eine Abk\u00fcrzung, und wir verlieren uns aus den Augen bis in unsere reservierte Bleibe in der Nacht.<\/h3>\n<h3>Auf der Wasserscheide angelangt, verlassen wir die Strasse f\u00fcr einen bewaldeten Pfad auf die H\u00fcgelkrete. Das Aprilwetter begleitet uns mit allen seinen Facetten. Man w\u00fcnscht eine H\u00fctte herbei, ein Obdach, einen Unterstand, um den Tornister kurz abzulegen, ein Sandwich hinunterzuw\u00fcrgen, ein Foto zu knipsen. Stattdessen nichts von alledem, nur Waten in entgegenkommenden oder begleitenden Rinnsalen oder Pf\u00fctzen, die jedes Kinderherz h\u00f6her schlagen lassen w\u00fcrden. Zum vollen Programm fehlt der Donner, der, kaum angedacht, ebenfalls einsetzt. Bevor der m\u00e4hlich absch\u00fcssige Pfad in eine asphaltierte Strasse einm\u00fcndet, schlittern wir noch ein wenig auf einer Lehmschicht und impr\u00e4gnieren damit unsere Schuhe.<\/h3>\n<h3>Ein erstes Steinhaus mit Vorgarten taucht aus dem Nebel auf. Beim zweiten erblicken wir einen knapp sch\u00fctzenden Vorbau, worunter wir im Stehen unser Mittagsbrot verzehren. Bald \u00f6ffnet sich eine T\u00fcr und ein alter Mann \u00e4ugt uns fragend und pr\u00fcfend an. Wir brauchen einige Minuten, bis wir uns von der K\u00e4ltestarre erholen und einwilligen, einzutreten. Wir revidieren unsere Absicht, die fehlenden zwei Kilometer bis zur Unterkunft zu Fuss in Angriff zu nehmen. Stattdessen lassen wir uns von Marcello einen Espresso servieren und warten, bis er uns ins Dorf <em>Premilcuore<\/em> f\u00e4hrt, wo er seine Frau abholen will. Es bleibt Zeit, das Innenleben des vierhundertj\u00e4hrigen Steinhauses zu bewundern. Jahrzehnte hat er in tausenden von Stunden ein Bijou geschaffen. Das obere Stockwerk hat eine Bar in einer Ecke sowie kunstvoll verarbeitete Massivholztische in der gem\u00fctlichen Stube; das Chemin\u00e9e verbreitet wohlige W\u00e4rme und die St\u00fctzmauer daneben schm\u00fcckt eine Hirschtroph\u00e4e aus frevelhafter Herkunft. Das r\u00e4umt Marcello augenzwinkernd ein. Seine Weltanschauung st\u00fctzt sich auf Studien aller grossen Weltreligionen und des Darwinismus: Pflanzen und Tiere passen sich fortlaufend der Umgebung an, aber die Religionen sind eine Erfindung der Menschen, mit dem Ziel, andere Menschen zu unterdr\u00fccken.<\/h3>\n<div id=\"attachment_161\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0227.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-161\" class=\"size-large wp-image-161\" title=\"IMG_0227\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0227-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-161\" class=\"wp-caption-text\">bei Marcello, dem Philosophen<\/p><\/div>\n<h3>Wir sind froh, in seinem Pickup-Gef\u00e4hrt ins <em>Agroippoturistica Ridolla<\/em> chauffiert zu werden. Die Begegnung mit Marcello wiegt das verpasste Soll an Wanderkilometern auf.<\/h3>\n<h2><strong>Dritte Etappe:<\/strong> <strong>C\u00e0 Ridolla \u2013 Corniolo<\/strong><\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-68\" title=\"DSC03100\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031002-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031002-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031002-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>3. Etappe<\/p>\n<h3>\u00a0Von der Unterkunft, wo fr\u00fcher Pferdeliebhaber ihre Tiere hegten und pflegten, schleicht sich der Weg dem Rabbi-Bach entlang, vorbei an einer steinernen Bogenbr\u00fccke und biegt dann unvermittelt in die bewaldete Flanke des Berges und steigt. F\u00fcr achthundert H\u00f6henmeter. Es regnet andauernd. Mit den Regenf\u00e4llen des Vortages ist der steile Pfad seifig, schmierig geworden. Oben angekommen, m\u00fcndet er in eine breite Waldstrasse. Wir h\u00e4tten uns geg\u00f6nnt, es etwas gem\u00fctlicher angehen zu lassen, zumal die Sonne einen kurzen Auftritt hat. Nun heisst es hier allerdings Spiessruten laufen, denn die Strasse ist kilometerlang mit abgebrochenen \u00c4sten, umgest\u00fcrzten und mitsamt Wurzelwerk auf den Weg abgerutschten B\u00e4umen \u00fcbers\u00e4t, so dass wir in Pfadfinderart unser Wegrecht einfordern m\u00fcssen. Obwohl die Laubb\u00e4ume noch keine Bl\u00e4tter getrieben haben, widerstanden sie offensichtlich dem Sturm der Nacht nicht. Auch \u00c4ste von Koniferen mit langen dichten Nadeln liegen kreuz und quer im Wege; vielleicht haben sie dem Schneedruck nachgegeben. Wie Grabesruhe nach geschlagener Schlacht f\u00fchlt sich unser Parcours an. Was, wenn es jetzt erneut los ginge? Wir f\u00e4nden nirgends Unterschlupf. Im \u00dcbrigen handelt es sich wiederum um einen Cammino in ganz hervorragendem Zustand. Vielleicht auch deshalb, weil er auch vom CAI (Club Alpino Italiano) benutzt wird.<\/h3>\n<div id=\"attachment_162\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSCN2581.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-162\" class=\"size-large wp-image-162\" title=\"DSCN2581\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSCN2581-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-162\" class=\"wp-caption-text\">Kilometerlanges Spiessrutenlaufen<\/p><\/div>\n<h3>In <em>Corniolo<\/em> eingetroffen, finden wir eine unbemannte Pilgerunterkunft, wof\u00fcr wir den Zutrittscode telefonisch anfordern m\u00fcssen. Sie hat zwei Kaj\u00fctenbetten im oberen Stock, w\u00e4hrend im Parterre zwei Toiletten mit Duschen, Kochgelegenheiten und ein Chemin\u00e9e vorhanden sind. Den Pilgerstempel in unsere Pilgerp\u00e4sse besorgen wir uns selber. Eine fix montierte Kasse erwartet, dass wir je 7 Euros einwerfen und das Refugio am n\u00e4chsten Tag in bester Ordnung neuen Pilgern hinterlassen.<\/h3>\n<div id=\"attachment_165\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0265.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-165\" class=\"size-large wp-image-165\" title=\"IMG_0265\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0265-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-165\" class=\"wp-caption-text\">Unbemanntes Pilgerrefugio in Corniolo<\/p><\/div>\n<h3>Das Dorf Corniolo hat ein Hotel und zwei Restaurants, die aber wie der Dorfladen donnerstagnachmittags geschlossen sind. Ein Geisterdorf g\u00e4hnt uns entgegen. Das Warten lohnt sich, denn nach sechs Uhr wird uns ein Pilgermen\u00fc aufgetischt; wir bleiben die einzigen G\u00e4ste im Restaurant.<\/h3>\n<h3>In der Herberge besch\u00e4ftigen wir den Holzofen, damit die verregneten und verschwitzten Klamotten nach der Handw\u00e4sche in den normalen Aggregatszustand zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/h3>\n<div id=\"attachment_164\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSCN25901.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-164\" class=\"size-large wp-image-164\" title=\"DSCN2590\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSCN25901-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-164\" class=\"wp-caption-text\">Die Klamotten trocknen von selbst<\/p><\/div>\n<h2><strong>Vierte Etappe: Corniolo \u2013 Camaldoli<\/strong><\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03101.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-127\" title=\"DSC03101\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03101-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p>4. Etappe<\/p>\n<h3>\u00a0Einen H\u00f6hepunkt hat das heutige Tagespensum: Es f\u00fchrt uns auf den der Sonne nahesten Punkt. Chabis! Von Sonne auch heute keine Spur. Trotzdem steigen wir auf \u00fcber 1500 Meter auf, h\u00f6her f\u00fchrt der Assisi-Weg nirgends. Aber, statt bis Rimini, sehen wir kaum zum n\u00e4chsten Baum, der Nebel ist das grosse Thema \u00fcber tausend Meter. Der Reihe nach.<\/h3>\n<h3>Die morgendliche\u00a0 Marschroute f\u00fchrt bald in den Nationalpark der Region, erst \u00fcber eine befestigte Strasse f\u00fcr forstwirtschaftliche Fahrzeuge. Bald verabschiedet sich ein steiler Pfad von der Fahrbahn um schnell H\u00f6he zu gewinnen. Die Regenf\u00e4lle der Vortage haben Spuren in Form von Laub- und Schuttmor\u00e4nen hinterlassen, was \u00fcber die Wanderschuhe den F\u00fcssen ein Finnenbahn-Gef\u00fchl vermittelt. (Man muss es halt positiv sehen.) In einer Bar im Park bei einem Cappuccino \u00fcberh\u00f6ren wir, wie die RAI-TV-Wettermacherin orakelt, dass die R\u00fcckkehr der Primavera (Fr\u00fchling) in den kommenden zehn Tagen nicht zu erwarten sei. Prompt setzt auch der Regen wieder ein. Da der Pfad in einem hervorragenden Zustand ist, kann uns das Nass von oben wenig antun. Schneeflocken auf dem H\u00f6henweg mischen sich mit dem immer st\u00e4rkeren Regen, doch die Schneeverwehungen und zusammenh\u00e4ngenden Schneefelder sind \u00e4lteren Datums. Dichter Nebel vermummt die B\u00e4ume im lichten Wald, doch allm\u00e4hlich verlieren wir an H\u00f6he. Das Dorf <em>Camaldoli<\/em> liegt etwas \u00fcber 800 Meter. Wir treffen dort gegen sechs Uhr ein und nisten uns ohne Voranmeldung im Hotel <em>Dei Baroni<\/em> ein.<\/h3>\n<div id=\"attachment_166\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0286.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-166\" class=\"size-large wp-image-166\" title=\"IMG_0286\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0286-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-166\" class=\"wp-caption-text\">Heikle Passage<\/p><\/div>\n<h3>War die Etappe der geografische H\u00f6hepunkt, so vermasselte dichter Nebel jede Fernsicht im Nationalpark. Ein Pilgerweg? Vielleicht insofern, als das Naturerlebnis abseits der Zivilisation an Bedeutung gewann. Sakralbauten unterwegs waren jedoch Mangelware. Wichtig scheint mir, dass trotz der misslichen Wetterverh\u00e4ltnisse bei keinem von uns ein Wanderkoller aufkam. Wir sind ohnehin freiwillig auf dem Weg.<\/h3>\n<h2><strong>F\u00fcnfte Etappe: Camaldoli &#8211; Biforco<\/strong><\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031022.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-149\" title=\"DSC03102\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031022-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p>5. Etappe<\/p>\n<h3>Zun\u00e4chst orientieren wir uns in die falsche Himmelsrichtung, da wir dem Emblem des Assisi-Wegs folgen, welches bloss zu einem Hospiz f\u00fchrt. Zwei Dutzend aufgescheuchte Rehe und zwei Stunden Zeitverschwendung sp\u00e4ter zwingen wir uns \u201ezur\u00fcck auf Feld 1\u201c. Unter fast pausenlosem Regen verzichten wir auf den aufgeweichten Pfad, der uns zweimal 400 H\u00f6henmeter versprochen h\u00e4tte, und folgen den ganzen Tag der Asphaltstrasse, welche gef\u00fchlsm\u00e4ssig nicht nur l\u00e4nger ist, sondern welche uns kumuliert nicht minder grosse H\u00f6henunterschiede beschert. Unterwegs beschleunigt Franz den Schritt, er strebt dem Wallfahrtsort <em>La Verna<\/em> zu, was wir erst f\u00fcr den folgenden Tag vorhaben. Der Kadermann einer Grazer Grossfirma gl\u00e4nzt durch eine gute Reisevorbereitung, was uns oft zupass kommt.<\/h3>\n<div id=\"attachment_168\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_03041.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-168\" class=\"size-large wp-image-168\" title=\"IMG_0304\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_03041-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-168\" class=\"wp-caption-text\">Notvorrat f\u00fcr mehrere Tage&#8230;<\/p><\/div>\n<h2><strong>Sechste Etappe: Biforco \u2013 Chiusi della Verna<\/strong><\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031032.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-69\" title=\"DSC03103\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031032-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031032-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031032-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>6. und 7. Etappen<\/p>\n<h3>\u00a0<span style=\"font-size: small;\"><span style=\"line-height: 27px;\">&#8222;<\/span><\/span><em>Die heutige Etappe ist die wichtigste des ganzen Weges: die Ersteigung des Hl. Berges von La Verna! \u201eder rohe Fels zwischen Tiber und Arno\u2026\u201c ist der Ort, an dem der \u201estigmatisierte\u201c Franziskus die gleichen Qualen nachempfinden wollte, die Christus auf dem Kalvarienberg erlitten hatte.<\/em><em>\u201c<\/em><\/h3>\n<h3>Diese Zeilen \u00fcbernehme ich wortw\u00f6rtlich der sonst gelegentlich eher belustigenden als n\u00fctzlichen Weganleitung im Internet.<\/h3>\n<h3><a href=\"http:\/\/www.camminodiassisi.it\/DE\/biforco-verna-caprese.html\">http:\/\/www.camminodiassisi.it\/DE\/biforco-verna-caprese.html<\/a><\/h3>\n<div id=\"attachment_171\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0307.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-171\" class=\"size-large wp-image-171\" title=\"IMG_0307\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0307-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-171\" class=\"wp-caption-text\">Pilgerwege zur Auswahl<\/p><\/div>\n<h3>Kilometerm\u00e4ssig steht kein allzu ambiti\u00f6ses Tagespensum an, rund 12 km. Von einem Sonntagsspaziergang zu reden, w\u00e4re tiefgestapelt. Die 600 H\u00f6henmeter umfassen steilste Pfade, Sumpfpassagen inbegriffen! Doch insgesamt verdient der Cammino auch hier gute Noten. Sobald er die Flanke des Bergs erreicht hat, schl\u00e4ngelt er sich vorbei an Laub- und Nadelgeh\u00f6lz. Auf der Anh\u00f6he gr\u00fcsst er bemooste Felsbl\u00f6cke, die das Nass aufsaugen und einen mystischen Dunstschleier zwischen dem lichten Geh\u00f6lz n\u00e4hren.<\/h3>\n<div id=\"attachment_170\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0320.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-170\" class=\"size-large wp-image-170\" title=\"IMG_0320\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0320-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-170\" class=\"wp-caption-text\">Aufstieg nach La Verna<\/p><\/div>\n<h3>Noch gefesselt von dieser Naturkulisse, stehen wir unvermittelt vor dem Felsen von La Verna, der senkrecht, trutzig zum Himmel aufblickt und dem Kloster darauf eine grossartige Plattform gew\u00e4hrt. \u00dcber die Ausmasse des ganzen Komplexes k\u00f6nnen wir uns ein Bild machen, nachdem wir uns nach dem Aufstieg in den G\u00e4ngen und historisch reich befrachteten R\u00e4umen umgesehen haben. Obwohl Jugendliche sich in Scharen auf den Zinnen herumtollen und Touristen in bislang nicht gesehener Anzahl sich in den frei zug\u00e4nglichen Gem\u00e4chern und Souvenirl\u00e4den dr\u00e4ngen, sind wir in der Basilika die einzigen Besucher!<\/h3>\n<div id=\"attachment_173\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0350.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-173\" class=\"size-large wp-image-173\" title=\"IMG_0350\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0350-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-173\" class=\"wp-caption-text\">Die Basilika auf La Verna<\/p><\/div>\n<h3>Als wir durch die Katakomben des Tempelkomplexes kauern, stellt sich uns ein r\u00fcstiger Siebziger mit strengen Gesichtsz\u00fcgen in den Weg und fragt ob wir deutsch sprechen. Er sei Pole und habe einmal als Pilger den Weg von seiner Heimat \u00fcber Mariazell und Graz nach Rom unter die F\u00fcsse genommen. Wir h\u00e4tten ihn gerne an Franz von Graz weitergereicht. Sp\u00e4ter vernehmen wir, dass unser Begleiter der ersten Stunde zwei N\u00e4chte auf La Verna verbracht hat und sich dort aufgehalten haben muss.<\/h3>\n<div id=\"attachment_172\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0360.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-172\" class=\"size-large wp-image-172\" title=\"IMG_0360\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0360-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-172\" class=\"wp-caption-text\">Fototermin mit jungen Br\u00fcdern<\/p><\/div>\n<h3>Michiko erblickt zwei junge Klosterbr\u00fcder und will zusammen mit ihnen aufs Foto. Wir ahnen: Hier hat der Pilgerweg eine neue Dimension erhalten. Der Abstieg ins Dorf <a title=\"Chiusi della Verna\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chiusi_della_Verna\">Chiusi della Verna<\/a>\u00a0ist steil, aber in weniger als einer halben Stunde sitzen wir im <em>Hotel Da Giovanna<\/em>.<\/h3>\n<h3>Als wir den Klosterkomplex aus dem meditativen Waldweg kommend erblickten, grinste erstmals seit Tagen die Sonne gegen den Felsen, der gegenw\u00e4rtig zum Teil von der Basis durch ein riesiges Ger\u00fcst zugedeckt ist. Eine Trendwende in Sachen Wetter ist kaum in Sicht, wie ein kurzer Blick aus dem Hotelzimmer vermuten l\u00e4sst. Wir verlassen denn auch unser Obdach nicht, obwohl der Ort vielleicht Interessantes zu bieten hat. Allein, die knappen Informationen, die uns zu Beginn des Pilgerwegs ausgeh\u00e4ndigt worden sind, gehen kaum auf Sehensw\u00fcrdigkeiten in unseren Etappenorten ein. Und Kirchen sind in aller Regel geschlossen.<\/h3>\n<h2><strong>Siebte Etappe: Chiusi della Verna \u2013 Caprese Michelangelo<\/strong><\/h2>\n<h3>Unter Dauerregen marschieren wir in die falsche Richtung los. Nachahmungst\u00e4ter Achtung! Immer den Weg erfragen, nicht einfach nach Gef\u00fchl loslegen. Wir erreichen <em>La Rocca<\/em>. Ein passender Name, t\u00fcrmen sich im kleinen Flecken doch massive\u00a0 Felsbrocken, einer davon so m\u00e4chtig, dass er die umliegenden H\u00e4user um das Zweifache \u00fcberragt. Eine junge Autofahrerin, welche Augenblicke zuvor ihr Haus verlassen hat, legt den R\u00fcckw\u00e4rtsgang ein und l\u00e4sst sich und uns von ihrem Vater aufkl\u00e4ren, wie wir auf den rechten Weg zur\u00fcckfinden. Auch eine zweite Maid, die wir im n\u00e4chsten Ort ansprechen, kann mit einem Dorf namens <a title=\"Caprese Michelangelo\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Caprese_Michelangelo\">Caprese<\/a>\u00a0<em>\u00a0Michelangelo<\/em> nichts anfangen.<\/h3>\n<h3>Wir haben jetzt die M\u00f6glichkeit, den Pfad nach der Einsiedelei <em>Eremo della Casella<\/em> in Angriff zu nehmen, welche auf 1300 m \u00fc. M. liegt, oder aber einen Tag lang auf der Asphaltstrasse unser Tagesziel anzupeilen. Ein pr\u00fcfender Blick auf die ersten paar Meter l\u00e4sst erahnen, dass der Pfad dermassen durchn\u00e4sst ist, dass wir wohl mit Rutschpartien auf dem Hosenboden rechnen m\u00fcssen. Wenn man Argumente gegen etwas sucht, wird man fast immer f\u00fcndig. Meines hier ist schlagend: Nachdem die bewaldeten Bergspitzen im Nebel stecken, k\u00f6nnten wir auf dem Gipfel kaum mit Franziskus (im Jahre 1224) ausrufen: <em>\u201eAddio Monte di Dio, Addio Monte Alvernia!\u201c<\/em> (Leb wohl, Berg Gottes, leb wohl, Berg Alvernia.) Von der Einsiedelei aus w\u00fcrde man wohl kaum \u00fcber die Nasenspitze hinaus sehen.<\/h3>\n<h3>Wir ben\u00fctzen also die wenig befahrene Strasse und treffen am fr\u00fchen Nachmittag in unserem Rifugio in <em>Caprese Michelangelo<\/em> ein. Gef\u00fchlsm\u00e4ssig ging es bei unserem Tagesmarsch einzig darum, unsere Siebensachen an einem neuen Ort trocknen zu lassen.<\/h3>\n<div id=\"attachment_174\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0369.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-174\" class=\"size-large wp-image-174\" title=\"IMG_0369\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0369-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-174\" class=\"wp-caption-text\">Das Geburtshaus Michelangelos liegt auf dem Burgh\u00fcgel dahinter<\/p><\/div>\n<h3>Gen\u00fcgend Zeit, um das Geburtshaus von\u00a0<a title=\"Michelangelo\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michelangelo\">Michelangelo<\/a>\u00a0aufzusuchen. Es thront als Festung auf einer nat\u00fcrlichen Bodenerhebung \u00fcber dem Dorf, das sich selbst einer Kammlage erfreut. Zusammen mit der Taufkirche des Malers und einem Hotel bildet es das historische Zentrum des 1500 Seelendorfes. Die Sicht von der Burg in die H\u00fcgellandschaft der Toskana ist atemberaubend. Ein Mosaikteppich an sanften Gr\u00fcnt\u00f6nen bedeckt die ondulierte Landschaft unter dem grauen Wolkenzelt, das stellenweise Spotlicht des Tagesgestirns durchl\u00e4sst.<\/h3>\n<h2><strong>Achte Etappe: Caprese Michelangelo \u2013 Sansepolcro<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_152\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031042.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-152\" class=\"size-large wp-image-152\" title=\"DSC03104\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031042-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-152\" class=\"wp-caption-text\">8. Etappe<\/p><\/div>\n<h3>\u00a0Pilger m\u00fcssen sich die Sch\u00f6nheiten auf dem Weg verdienen. Der Blick aus dem erh\u00f6hten \u201eKapuziner-Paradies\u201c auf die 15&#8217;000 Bewohner-Stadt <em>Sansepolcro<\/em> und die Umgebung ist umwerfend. Eins nach dem andern.<\/h3>\n<h3>Von Caprese aus wechseln wir die Talseite und erreichen auf Schotterwegen die Anh\u00f6hen, welche wir von Caprese aus bewundert haben. Unsere Regenausr\u00fcstung verstauen wir, nachdem der schwangere Morgenhimmel ebenfalls Ten\u00fcwechsel vornimmt. Er projiziert jetzt immer weniger dunkle Flecken auf den Gegenhang, wo neben Caprese weitere D\u00f6rfer und Weiler in Eintracht mit von Hecken umfriedeten Weiden und Saatkulturen ihr Dasein fristen.<\/h3>\n<div id=\"attachment_175\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0396.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-175\" class=\"size-large wp-image-175\" title=\"IMG_0396\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0396-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-175\" class=\"wp-caption-text\">Rastpl\u00e4tze sind Mangelware<\/p><\/div>\n<h3>Mit dem Erreichen eines Stausees baut sich uns ein neues Landschaftsbild auf. Infolge Niedrigwasser schwingt sich eine Bogenbr\u00fccke mit vielen Pfeilern hoch \u00fcber den Wasserspiegel. Nachdem wir sie \u00fcberquert haben, gewahren wir Franz hinter uns. Auf einem Rastplatz tauschen wir unsere Erlebnisse der Vortage aus und vereinbaren, gemeinsam im Kapuzinerkloster oberhalb von <a title=\"Sansepolcro\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sansepolcro\">Sansepolcro<\/a>\u00a0zu \u00fcbernachten. Die zehn Kilometer lange ultraflache \u201ePoebene\u201c bis zu unserer Bleibe erscheint endlos. Wir g\u00f6nnen unseren schmerzenden Fusssohlen mehrere Pausen, entdecken aber an der Strecke weder Weiler, noch Bars, nicht mal eine Sitzgelegenheit.<\/h3>\n<h3>Das <em>Rifugio cappuccini<\/em> \u00fcberschaut die Stadt Sansepolcro und die unvergleichliche Landschaft dahinter. Die Terrakotta farbigen D\u00e4cher der Altstadt, wo keine prunkvollen Sakralbauten dominieren, die n\u00e4here Umgebung der Stadt, gepr\u00e4gt durch lichte Heine bis zu den jura\u00e4hnlichen Gebirgsz\u00fcgen am Horizont: Die Toskana als Bilderbuch. Endlich h\u00fcllt die konkurrenzlose Abendsonne dieses Stillleben in eine w\u00e4rmende Kulisse, eine Zeitinsel.<\/h3>\n<div id=\"attachment_176\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0410.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-176\" class=\"size-large wp-image-176\" title=\"IMG_0410\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0410-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-176\" class=\"wp-caption-text\">Sansepolcro vom Rifucio cappuccini<\/p><\/div>\n<h2><strong>Neunte Etappe: Sansepolcro \u2013 Citt\u00e0 di Castello <\/strong><\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03105.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-138\" title=\"DSC03105\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03105-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p>9. Etappe<\/p>\n<h3>Der Weg startet gleich mit 500 H\u00f6henmetern auf den ersten zehn Kilometern. Der f\u00fcr den Tag angesagte Regen h\u00e4lt sich zur\u00fcck, doch wir profitieren f\u00fcr den Aufstieg vom bedeckten Himmel. Bis zum Kloster <em>Montecasale<\/em> benutzen wir die steile Asphaltstrasse. In der Einsiedelei leben noch drei M\u00f6nche, satte f\u00fcnfzig Prozent mehr als in Sansepolcro! Wir verlassen uns diesbez\u00fcglich auf die Aussage eines der beiden \u00dcberlebenden und verifizieren dieses zeitcharakteristische Ph\u00e4nomen nicht an Ort und Stelle, auch weil ein deutscher Sch\u00e4ferhund den Eingang bewacht.<\/h3>\n<h3>Vom Kloster f\u00fchrt ein ausgezeichnet unterhaltener Wanderweg weiter bis zu einer H\u00f6he von 800 m, einen Wert, welchen wir nach einem Zwischenabstieg nochmals erreichen. Just in dieser Gel\u00e4ndesenke heisst es f\u00fcr Michiko die Schuhe ausziehen und barfuss durch die angeschwollene Furt waten.<\/h3>\n<h3>Der Abstieg auf die Ebene zu den zehn letzten flachen Kilometern des Tages m\u00fcndet in einer Fehlleitung, welche uns eine Stunde Umherirren im absch\u00fcssigen Wald beschert. Das Missgeschick wird mir insofern in Erinnerung bleiben, als irgendwo im Ge\u00e4st meine M\u00fctze vieler mehrw\u00f6chiger Wanderungen h\u00e4ngenblieb. Endlich am Talboden angelangt, bietet uns eine Frau St\u00e4rkung an, w\u00e4hrend ihr Mann mit dem Gartenschlauch unsere Getr\u00e4nkevorr\u00e4te aufbessert. Regen setzt ein. Trotzdem versuchen wir <a title=\"Citt\u00e0 di Castello\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Citt%C3%A0_di_Castello\">Citt\u00e0 di Castello<\/a>\u00a0zu Fuss zu erreichen. In einem Vorort sind wir der Willk\u00fcr der Weg-Markierungen \u00fcberdr\u00fcssig, wir setzen uns in eine Bar und warten auf den Autobus, der uns bequem in die 40&#8217;000 Seelenstadt bef\u00f6rdert.<\/h3>\n<div id=\"attachment_177\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0440.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-177\" class=\"size-large wp-image-177\" title=\"IMG_0440\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0440-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-177\" class=\"wp-caption-text\">Citt\u00e0 di Castello hat kein Schloss&#8230;<\/p><\/div>\n<h2><strong>Zehnte Etappe: Citt\u00e0 di Castello \u2013 Pietralunga <\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_140\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031061.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-140\" class=\"size-large wp-image-140\" title=\"DSC03106\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC031061-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-140\" class=\"wp-caption-text\">10. Etappe<\/p><\/div>\n<h3>Von einer K\u00f6nigsetappe haben wir schon vor einer Woche gesprochen. Heute m\u00f6chte ich diesen Titel nochmals vergeben. Wir \u00fcberschreiten erstmals an einem Tag die 30-Kilometer-Marke. Und das bei st\u00e4ndigem Auf und Ab. Nach einem Drittel des Weges \u00fcberrascht uns ein endlos scheinender Aufstieg, der uns acht Kilometer auf einem Bergkamm beschert. Auch dieser Abschnitt ist gewellt. Die letzten zehn Kilometer treiben uns Regen und Donnergrollen an. Bis <a title=\"Pietralunga\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pietralunga\">Pietralunga<\/a>\u00a0steigt die Strasse nochmals vier Kilometer an. Ein leicht hinkender Hund hat uns seit Verlassen von Citt\u00e0 di Castello f\u00fcr zwanzig Kilometer begleitet, verliert uns dann aber aus den Augen. Dutzende Vierbeiner verschiedener Rassen in Zwingern oder Umz\u00e4unungen beneideten ihn um seine Freiheit, oder schnaubten ihm Hasstiraden entgegen. Hundegebell stellte neben Vogelgezwitscher ziemlich den einzigen L\u00e4rmfaktor dar auf dieser Achtstundentour. Wir trafen keine Menschen, abgesehen von der Ausgangs- und Zielstadt.<\/h3>\n<div id=\"attachment_178\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0448.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-178\" class=\"size-large wp-image-178\" title=\"IMG_0448\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0448-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-178\" class=\"wp-caption-text\">Viele Wege f\u00fchren nach &#8230;<\/p><\/div>\n<h3>Im grossen Unterschied zum spanischen Camino de Santiago bietet der Cammino di Assisi ganze Tagespensen an ohne eine Gelegenheit, sich unterwegs eine St\u00e4rkung in einer Bar zu g\u00f6nnen, vergessen denn, Eink\u00e4ufe zu t\u00e4tigen. Man zieht an halb verfallenen Steinh\u00e4usern vorbei, als <em>Rudere <\/em>bezeichnet. Eine Viertelstunde sp\u00e4ter glaubt man an ein D\u00e9j\u00e0-vu, wenn eine fast identische Ruine auftaucht. Sie erscheinen gelegentlich auf der Wanderkarte, haben aber keine Namen, so dass man seine momentane geografische Position nur raten kann. Folgt mal eine Kreuzung mit einer Autostrasse, <em>Bivio<\/em> markiert, gibt es keine Hinweise, wohin diese f\u00fchrt. Es ist ratsam, sich selber um ausf\u00fchrliches Kartenmaterial zu k\u00fcmmern.<\/h3>\n<div id=\"attachment_179\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0463.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-179\" class=\"size-large wp-image-179\" title=\"IMG_0463\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0463-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-179\" class=\"wp-caption-text\">Stillleben mit Pilgerin<\/p><\/div>\n<h2><strong>Elfte Etappe: Pietralunga &#8211; Gubbio<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_142\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03107.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-142\" class=\"size-large wp-image-142\" title=\"DSC03107\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03107-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-142\" class=\"wp-caption-text\">11. Etappe<\/p><\/div>\n<h3>F\u00fcr einmal bietet die Wegbeschreibung eine Abk\u00fcrzung an, die eine Stunde Zeitgewinn eintragen soll. Die schriftliche und grafische Marschroute kann man f\u00fcr jede Etappe einem separaten Flyer entnehmen. Diese praktischen Hilfen zeigen auch das H\u00f6henprofil der Etappe auf und die Distanz vom Aufbruch bis zu den einzelnen Eckpunkten. Manche davon sind allerdings im Feld nicht benannt und daher nicht wirklich hilfreich. In der Beschreibung (italienisch) kann man dann etwa lesen, dass man <em>\u201ezwei Stunden und f\u00fcnf Minuten nach Aufbruch\u201c<\/em> die Gabelung links benutzen soll. Woher die Macher wohl wissen, wo ein Pilger dann gerade ist? Pilgern nach Stoppuhr?<\/h3>\n<div id=\"attachment_180\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0485.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-180\" class=\"size-large wp-image-180\" title=\"IMG_0485\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0485-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-180\" class=\"wp-caption-text\">Unterwegs, wo sp\u00e4ter die Autobahn durchf\u00fchrt<\/p><\/div>\n<h3><em><a title=\"Gubbio\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gubbio\">Gubbio<\/a><\/em>\u00a0(Innenstadt 17&#8217;000 Einwohner) entpuppt sich als bislang sch\u00f6nste Stadt auf unserem Cammino. Mit einer gewichtigen Einschr\u00e4nkung: Motorfahrzeuge, wenngleich nur quer zum Hang und im Einbahnverkehr toleriert, verg\u00e4llen das Flanieren in der Innenstadt. Diese klebt n\u00e4mlich mitsamt engen G\u00e4sschen und zahlreichen Jahrhunderte alten Gottesh\u00e4usern, einem dominierenden <em>Palazzo dei Consoli<\/em> und ausgedehnten historischen Vierteln am Hang einer Bergflanke des Apennins in Umbrien. Die absch\u00fcssigen Passagen sind sehr steil und den Fussg\u00e4ngern vorbehalten. Wir kommen ins Schwitzen beim Hinaufkraxeln zum <em>St. Antonius-Kloster<\/em>, das Pilgerunterk\u00fcnfte ohne Mahlzeiten vermietet. Daf\u00fcr \u00fcberblicken wir vom Fenster des von Dominikanerinnen geleiteten Hauses die D\u00e4cher der Altstadt und die weitere Umgebung. Der H\u00fcgelzug auf der Gegenseite ist zum Greifen nah, aber nur Minuten sp\u00e4ter entl\u00e4dt sich ein Gewitter, welches unsere Neugier auf Sightseeing verz\u00f6gert. Ab hier folgt Franz einem andern Weg, so dass wir ihn auf dieser Pilgerreise nicht mehr treffen werden.<\/h3>\n<div id=\"attachment_181\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0490.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-181\" class=\"size-large wp-image-181\" title=\"IMG_0490\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0490-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-181\" class=\"wp-caption-text\">Gubbio vom St. Antonius-Kloster<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_182\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0533.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-182\" class=\"size-large wp-image-182\" title=\"IMG_0533\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0533-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-182\" class=\"wp-caption-text\">Letzte Mahlzeit mit Franz von Graz<\/p><\/div>\n<h2><strong>Zw\u00f6lfte Etappe: Gubbio &#8211; Valfabbrica<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_144\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03108.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-144\" class=\"size-large wp-image-144\" title=\"DSC03108\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03108-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-144\" class=\"wp-caption-text\">12. Etappe<\/p><\/div>\n<h3>Leicht unterzuckert und dehydriert am Ziel der l\u00e4ngsten Etappe: Wenn ich mich in dieser Verfassung dazu \u00e4ussern m\u00fcsste, ob die Begehung des Cammino di Assisi ein lohnendes Ziel sei, ich w\u00fcrde es klar verneinen. Es gibt schnellere Arten der Selbstkasteiung. Zehn Stunden f\u00fcr weit \u00fcber 30 Kilometer, bei immer wieder einsetzendem Regen, ein nie enden wollendes Auf und Ab, mit Passagen in die hintersten Krachen eines Seitentals, um Stege und Br\u00fccken zu umgehen, und das bei vollends\u00a0 aufgeweichtem Gel\u00e4nde: Das geht an die Grenzen des Zumutbaren.<\/h3>\n<h3>Just in einem steilen, vom Regen ausgewaschenen, lehmigen Pfad in V-Form zwickt es mich im R\u00fccken, nachdem ich einen unkontrollierten R\u00fcckw\u00e4rtsschritt einlegen muss. Ich merke sogleich, dass es sich um keine Bagatelle handelt, denn ich kann mich nur noch geb\u00fcckt auf den Beinen halten. Es fehlen 15 Kilometer zum Tagesziel. Wie weiter, wenn ich auf fremde Hilfe angewiesen bin? Wo sind wir \u00fcberhaupt und wie muss man sich eine Bergung in diesem Wald vorstellen?<\/h3>\n<h3>Solange es steil aufw\u00e4rts geht, hilft mir die geb\u00fcckte Haltung beim Vorw\u00e4rtskommen. Wir geraten an eine Kreuzung mit der asphaltierten Strasse, wissen aber nicht, wohin diese f\u00fchrt.<\/h3>\n<h3>Daher setzen wir den Weg auf dem Pfad fort, der, wie uns scheint, eine betr\u00e4chtliche Abk\u00fcrzung zur Strasse verspricht. Eine Fehleinsch\u00e4tzung, verkriecht sich dieser doch erneut in die hintersten Ecken eines Seitentales mit abenteuerlichen \u00dcberg\u00e4ngen zum Gegenhang. Irgendwo reisst mir der Geduldfaden und ich kauere nur noch die B\u00f6schung hinunter auf die Strasse. Jetzt kann ich kontrollierte, gleichbleibende Fortbewegungsschritte machen, wodurch der R\u00fccken allm\u00e4hlich schmerzresistent wird.<\/h3>\n<div id=\"attachment_183\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0548.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-183\" class=\"size-large wp-image-183\" title=\"IMG_0548\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0548-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-183\" class=\"wp-caption-text\">Noch zehn Kilometer bis Assisi<\/p><\/div>\n<h3>Stunden sp\u00e4ter treffen wir in <a title=\"Valfabbrica\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Valfabbrica\">Valfabbrica<\/a>\u00a0ein. Ich bewundere meine Frau, die den Tag einfach so weggesteckt hat, obwohl auch sie f\u00fcr die letzten zehn Kilometer nichts mehr zu trinken dabei hatte. Ein Gatorade, am Eingang des Dorfes erhascht, belebt unsere Geister bald wieder, doch ich bleibe dabei: Wer keine masochistische Neigung versp\u00fcrt, h\u00fcte sich davor, den Cammino di Assisi kleinzureden.<\/h3>\n<div id=\"attachment_184\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0546.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-184\" class=\"size-large wp-image-184\" title=\"IMG_0546\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0546-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-184\" class=\"wp-caption-text\">Valfabbrica<\/p><\/div>\n<h2><strong>Dreizehnte Etappe: Valfabbrica &#8211; Assisi<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_146\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03109.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146\" class=\"size-large wp-image-146\" title=\"DSC03109\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/DSC03109-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-146\" class=\"wp-caption-text\">13. Etappe<\/p><\/div>\n<h3>Ziel erreicht! Mission erf\u00fcllt! Auch die letzte Kurzetappe bietet nochmals Aufstiege \u00fcber morastige Waldwege. Sie ist irgendwie repr\u00e4sentativ f\u00fcr die ganzen ca. 300 Kilometer. Ein englisches Ehepaar mit seinem italienischen Begleiter leistet uns Gesellschaft. Die drei Personen wandern zwar nur \u00fcber das letzte Teilst\u00fcck, sie bleiben aber, ausser Franz, die einzigen Pilger, die wir auf dem Cammino angetroffen haben.<\/h3>\n<div id=\"attachment_185\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0572.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-185\" class=\"size-large wp-image-185\" title=\"IMG_0572\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_0572-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-185\" class=\"wp-caption-text\">Assisi &#8211; Eingang durch die Hintert\u00fcr<\/p><\/div>\n<h3>Bald taucht die Silhouette von\u00a0<a title=\"Assisi\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Assisi\">Assisi<\/a>\u00a0auf und punkt 12 Uhr mischen wir uns unter die Tausenden Besucher der Basilika an diesem Sonntag. <em>L\u2019Assisiana<\/em>, das verdiente Zertifikat, wartet abholbereit in einem Nebenraum der unteren Basilika, wir m\u00fcssen nur unter vielleicht zwei Dutzend Faksimile Pergamentb\u00f6gen jene mit unseren Namen suchen.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Meine bescheidene Quintessenz des dreizehnt\u00e4gigen Fussmarsches: 1 havarierter R\u00fccken, 1 M\u00fctze und 2 Kilogramm K\u00f6rpergewicht verloren.<\/h3>\n<h3>Michikos R\u00e9sum\u00e9: \u201eEinige Etappen sind so streng, dass man kaum Musse versp\u00fcrt, den Weg meditativ anzugehen.\u201c<\/h3>\n<h3>\u00c4hnliche Gef\u00fchle \u00fcberkommen einem beim Eintreffen im bedeutenden Wallfahrtsort Assisi selbst. Unaufhaltsam str\u00f6men Menschenmassen durch die von Souvenirl\u00e4den ges\u00e4umten Gassen in der N\u00e4he der <em>Basilika San Francesco<\/em>. Auf dem Vorplatz h\u00e4lt der Lions Club eine Goodwill-Veranstaltung ab, mit Pr\u00e4senz von TV-Kameras. Sp\u00e4ter produzieren sich Fahnenschwinger und T\u00e4nzerinnen unter dem Trommelfeuer von uniformierten Tambouren.<\/h3>\n<h3>Nichtsdestotrotz \u00fcberwiegen die religi\u00f6sen Aspekte, auch angesichts des sakralen Charakters der Gem\u00e4lde, welche auf die Besucher ebenso nachhaltig wirken, wie die Grabst\u00e4tte des Hl. Franziskus in der Unterkirche.<\/h3>\n<div id=\"attachment_71\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_05881.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-71\" class=\"size-large wp-image-71\" title=\"IMG_0588\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_05881-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_05881-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_05881-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-71\" class=\"wp-caption-text\">Die begehrte Assisiana<\/p><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_05961.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-188\" title=\"IMG_0596\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/files\/2012\/05\/IMG_05961-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><\/p>\n<p>Grabst\u00e4tte des Hl. Franziskus von Assisi<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<span style=\"text-align: center;\">&#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211; &#8211;<\/span><\/p>\n<h3>Italien in der Krise? Mehr als einmal sassen wir als einzige G\u00e4ste abends in einem Restaurant. Es muss allerdings ber\u00fccksichtigt werden, dass die Einheimischen sehr sp\u00e4t auszugehen pflegen, w\u00e4hrend wir gleich nach T\u00fcr\u00f6ffnung um sieben oder halb acht hungrig waren. Apropos Krise. Etwa die H\u00e4lfte der durch uns bezogenen Dienstleistungen ist am Fiskus vorbei in die Schatullen der Anbieter geflossen, weil wir daf\u00fcr keine beglaubigte Kassenquittung erhielten. Kl\u00f6ster und Hotels sind offenbar gleichermassen immer noch der Meinung, dass es sich dabei um ein Kavaliersdelikt handelt. Einige geben uns handgeschriebene Quittungen auf alten Formularen. Wir konnten nicht feststellen, ob nur Ausl\u00e4ndern gegen\u00fcber so verfahren wird, denn wir waren h\u00e4ufig die einzigen G\u00e4ste \u00fcberhaupt.<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00b0 \u00b0 \u00b0 \u00b0 \u00b0 \u00b0 \u00b0 \u00b0<\/p>\n<p><span style=\"color: #993300;\">35 Minuten Videosequenzen von fast allen Etappen \/ 35 minutes of video sequences covering most daily stages \/ 35 minuti di sequenze video:\u00a0<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/photos.app.goo.gl\/b2jhZEmV1Nw3WkWq5\">https:\/\/photos.app.goo.gl\/b2jhZEmV1Nw3WkWq5<\/a><\/p>\n<p>Copyright \u00a9 2012 by Josef Bucheli<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Statt eines Vor- und Nachwortes Ein Blog ist f\u00fcr mich ein Bollwerk wider das Vergessen. Ich habe gemerkt, dass sich die Eindr\u00fccke auf einem Tagesmarsch im Kurzzeitged\u00e4chtnis ansiedeln. Von dort sch\u00e4len sie sich, wie eine Zwiebel, und das bereits unterwegs. &hellip; <a href=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/2012\/05\/04\/4\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[431,430,435,432,429,16,434],"class_list":["post-4","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-assisi","tag-cammino","tag-cammino-italia","tag-cammino-di-assisi","tag-camminodiassisi","tag-pilgerweg","tag-pilgerweg-italien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4\/revisions\/87"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/camminodiassisi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}