{"id":5,"date":"2019-02-17T17:38:57","date_gmt":"2019-02-17T16:38:57","guid":{"rendered":"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/?p=5"},"modified":"2019-02-18T21:30:32","modified_gmt":"2019-02-18T20:30:32","slug":"fernost-kreuzfahrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/2019\/02\/17\/fernost-kreuzfahrt\/","title":{"rendered":"Fernost-Kreuzfahrt"},"content":{"rendered":"<h3>Singapore \u2013 Bangkok \u2013 Ho Chi Minh Stadt (Saigon) &#8211; Hoi An (Vietnam) \u2013 Hongkong \u2013 Shanghai (19.01 &#8211; 04.02.2019)<\/h3>\n<p><strong>19.01<\/strong><\/p>\n<p>Flug mit Swiss LX176 nach Singapore. \u00abChum lueg\u00bb aus der CD 50 Jahre Ennenda vermittelt Swissness, als die Boeing 777-300 ER sich zum Abheben anschickt. Nat\u00fcrlich bevorzuge ich eine andere Art Unterhaltung von meinem pers\u00f6nlichen Bildschirm an der R\u00fccklehne des Fluggastes vor mir. Den \u00dcberblick \u00fcber das Unterhaltungs-Angebot zu gewinnen und die Bedienung des Systems sind gar nicht so einfach zu handhabende Dinge, aber die Zeit arbeitet f\u00fcr mich, denn die Distanz Z\u00fcrich \u2013 Singapore ist mit 10\u2019908 km angegeben auf der laufend aktualisierten Seite des Flugverlaufs. Die Flugdauer betr\u00e4gt 11 Stunden und 27 Minuten.<\/p>\n<p><strong>20.01<\/strong><\/p>\n<p>Das Abz\u00e4hlen der Stunden bis zum Erreichen des Ziel-Flughafens ist etwas, worauf ich verzichten k\u00f6nnte. Doch allm\u00e4hlich br\u00f6ckelt die Flugzeit, hat der ewiggleiche Bass-Tinnitus der Maschine ein Ende. Mit der Landung in Singapore und der anschliessenden Bew\u00e4ltigung des Immigrations-Marathons kann die Kreuzfahrt durch S\u00fcdostasien beginnen.<br \/>\nDie Einschiffung verl\u00e4uft m\u00fchsam; mehrfache Kontrollen. Zu guter Letzt schleppen wir das Gep\u00e4ck selbst\u00e4ndig in unsere Bleibe f\u00fcr die kommenden vierzehn Tage auf dem Kreuzfahrtschiff Constellation der Celebrity Cruises. Los geht\u2019s auf Futtersuche. Kein Problem bei den mehrfachen Essens- und Getr\u00e4nke-Ausgabestellen im 10. Stock.<\/p>\n<p><strong>21.01<\/strong><\/p>\n<p>Singapore. Ein halbt\u00e4giger Ausflug mit einem Reisebus zeigt uns einiges vom Inselstaat.<\/p>\n<div id=\"attachment_343\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-343\" class=\"size-large wp-image-343\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-21-10.41.43-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-343\" class=\"wp-caption-text\">Singapore &#8211; im Orchideen-Garten<\/p><\/div>\n<p>Zwischenhalte im Orchideen-Garten und an Stellen am Wasser, die zu Fuss \u00fcber Br\u00fccken und Unterf\u00fchrungen erreicht werden m\u00fcssen. Der Reisebus quert Stadtbezirke, die durch vorwiegend indische, arabische oder chinesische Bev\u00f6lkerung gepr\u00e4gt sind. Die Vorzeigestrasse Orchard Road mit den schicken Hotels und Boutiquen erleben wir vom Wagenfenster aus und lauschen dabei den Erkl\u00e4rungen des Guides. Der Stadt-Staat z\u00e4hlt f\u00fcnfeinhalb Millionen Einwohner auf 719 km2. Er unterh\u00e4lt eine Armee, eine Navy und sogar eine Luftwaffe. Es gilt eine zweij\u00e4hrige Milit\u00e4rdienstpflicht. Die Rekruten und Soldaten leisten wichtige Trainingseinheiten notgedrungen im Ausland, bis Australien. Vielleicht nicht in Malaysia, denn \u2013 so Charly \u2013 von diesem Nachbarland werde Singapore regelm\u00e4ssig gepiesackt. Das ist leicht zu bewerkstelligen, denn \u00fcber die Br\u00fccke vom malaiischen Festland wird lebenswichtiges Wasser eingef\u00fchrt. Rassistische Probleme zwischen den Ethnien und Religionen sind in Singapore schwer denkbar oder kommen kaum an die Oberfl\u00e4che, denn der Staat kontrolliert und reguliert alles. Personal dazu ist \u00fcppig vorhanden, der Staat ist der weitaus gr\u00f6sste Arbeitgeber. Vom Lohn \u2013 immer gem\u00e4ss Charly, unserem chinesisch-st\u00e4mmigen Stadtf\u00fchrer \u2013 werden 20 % Einkommens-Steuern erhoben, ausserdem 17 % f\u00fcr die Altersvorsorge abgezwackt. Da Arbeitslose somit nicht in die Vorsorge einzahlen, stemmt sich jeder dagegen, nicht zu arbeiten.<\/p>\n<div id=\"attachment_340\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-340\" class=\"size-large wp-image-340\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-21-12.24.15-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-340\" class=\"wp-caption-text\">Singapore<\/p><\/div>\n<p>Der halbt\u00e4gige Ausflug ist nicht Teil des Angebots unseres Reiseb\u00fcros, aber von diesem als Zugabe offeriert. Unsere Schweizer Reisegruppe z\u00e4hlt vierzig Personen; bei Problemen k\u00f6nnen die Teilnehmer sich an den eigens mitgereisten J\u00fcrg des Reiseveranstalters wenden. Der Tagesablauf auf dem amerikanischen Schiff Constellation weisst wesentliche Unterschiede auf zu Gepflogenheiten auf Schiffen europ\u00e4ischer Reedereien. Klar, dass alles englisch und nur englisch ist. Bei der obligatorischen Rettungs\u00fcbung bem\u00fcht sich der Lautsprecher immerhin, auch eine deutsche und eine portugiesische Durchsage zu machen. Die Rettungswesten werden in den Kabinen belassen und die G\u00e4ste im Theatersaal versammelt und (nur) auf Englisch auf eine unwahrscheinliche Notsituation hingewiesen. Die zum Teil l\u00e4rmigen Veranstaltungen von Animatoren auf Oberdeck entfallen. Es werden weder Tanz- noch Sprachkurse angeboten. Die Sitzordnung beim Abendessen im Restaurant ist nicht fix. Man kann sich in einem gewissen Zeitfenster zwischen Sechsertisch und Zweiertisch entscheiden und wird im ersten Fall mit G\u00e4sten tafeln, die etwa zur gleichen Zeit eintreffen. So kommen immer wieder anregende Gespr\u00e4che zustande. Gestern mit Engl\u00e4ndern, Kanadiern und Deutschen. Das Kanadische Paar kommt aus Halifax. Es erinnert sich gut an den Crash der damaligen Swissair-Maschine SR111 vom 2. September 1998 an den Ufern des Atlantiks; der Engl\u00e4nder bem\u00fcht sich, den Brexit und das angebliche Problem an der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>22.01<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Lichten des Ankers stehen eine Nacht und ein Seetag an, Zeit uns mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Wir haben ein Getr\u00e4nkepaket gebucht und wundern uns, dass kohlens\u00e4urehaltiges Mineralwasser nicht darin enthalten ist. Nun, ist einfach so, immerhin ergattern wir eine Liste, worin aufgef\u00fchrt ist, welche Getr\u00e4nke in welcher von drei Kategorien von Paketen frei erh\u00e4ltlich sind. Dass jede Konsumation \u00fcber die sog. SeaCard registriert wird, dient wohl der Kontrolle, ob sich das Angebot f\u00fcr die Reederei rechnet. Als einziger in unserer Reisegruppe hinterlege ich f\u00fcr die Nebenkosten \u2013 und dazu geh\u00f6ren die obligaten Trinkgelder pro Tag \u2013 keine Kreditkarte, sondern w\u00e4hle Barzahlung. Hier wird im Gegensatz zu anderen Gesellschaften daf\u00fcr keine Vorleistung in Form eines Depots verlangt, man gew\u00e4hrt mir Kredit bis US$ 500.<\/p>\n<div id=\"attachment_348\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-348\" class=\"size-large wp-image-348\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-23-14.21.39-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-348\" class=\"wp-caption-text\">Celebrity CONSTELLATION<\/p><\/div>\n<p><strong>23.01 Thailand<\/strong><\/p>\n<p>Um die Mittagszeit Ankunft im Hafen von Laem Chabang, Thailand. S\u00e4mtliche Passagiere, auch jene, die das Schiff nicht zu verlassen beabsichtigen, sind gehalten, sich mit ihrem Reisepass, der SeaCard, der Thai Arrival Card und einer Kopie des Reisepasses dem Immigrations-Prozedere im Hafengel\u00e4nde zu unterziehen. Einige unserer Gruppe erkundigen sich nach der M\u00f6glichkeit, f\u00fcr den Nachmittag einen Ausflug nach Pattaya, ein bekannter Bade- und Vergn\u00fcgungsort unweit unseres Standortes, zu machen. Taxis im Hafengel\u00e4nde umwerben denn auch die Unschl\u00fcssigen, ja es stehen sogar Busse mit fixer R\u00fcckkehrzeit bereit. Michiko und ich wagen den Versuch, die Stadt Laem Chabang zu Fuss zu erreichen, weil es dort anscheinend ein Quartier mit japanischen Rentnern geben soll. Die sengende Hitze und die Einsicht, dass wir das Ziel im weitr\u00e4umigen Gel\u00e4nde kaum in angemessener Frist erreichen w\u00fcrden, veranlassen uns bald zum R\u00fcckzug.<br \/>\nZum Abendessen w\u00e4hlen wir einen Sechsertisch und erwarten wiederum spannende Gesellschaft. Miyo ist eine naturalisierte Amerikanerin aus Los Angeles, von japanischen Eltern. Die feinsinnige Dame in unserem Alter hat sich heute einem Taxifahrer anvertraut und nach Pattaya fahren lassen, dieser hat dort gewartet und sie anschliessend wieder an Bord gebracht. Unsere Aufmerksamkeit gilt dem folgenden Tag, mit einem neunst\u00fcndigen Ausflug nach Bangkok und Abfahrt um 06:45 Uhr; wir bestellen den Zimmerservice f\u00fcr das Fr\u00fchst\u00fcck und lassen uns auf sechs Uhr wecken.<\/p>\n<p><strong>24.01<\/strong><\/p>\n<p>Der Tag beginnt um Mitternacht, als Michiko br\u00fcllt, es sei sechs Uhr. Bereits vollst\u00e4ndig angezogen, entdecke ich den Irrtum, sie hat die Armbanduhr auf dem Kopf konsultiert. Alte Weisheit: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Als es dann wirklich losgeht, erreichen wir nach drei Stunden Bangkok, das Herz der thail\u00e4ndischen Hauptstadt. Alles auf Autobahnen, topfeben. Die Lastkraftwagen \u2013 und davon verkehren viele im Umkreis des Hafens \u2013 sind punkto Geschwindigkeit strikte durch den Fahrtenschreiber gemassregelt. In der N\u00e4he Bangkoks regelt sich der Verkehrsstrom selber, er bestimmt die letzte Fahrstunde unseres Busses. Das bietet uns die Gelegenheit, den Alltag neben der Fahrbahn vom privilegierten Sitz aus zu betrachten, luftgek\u00fchlt, denn die Aussentemperatur ist l\u00e4hmend.<br \/>\nDie Hauptsehensw\u00fcrdigkeiten Bangkoks sehen wir uns zu Fuss an. Der Grand Palace oder K\u00f6nigspalast umfasst Geb\u00e4ude auf 218&#8217;000 m2. Der ganze Komplex ist ein wahrer Augenschmaus, mit einer \u00c4sthetik, wie sie barocke Kirchen in Europa ausstrahlen. Allerdings treten hier die Bauwerke in einer Dichte auf, die einmalig ist. Das wissen auch die Tausenden Besucher, in der Mehrheit Chinesen.<\/p>\n<div id=\"attachment_357\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-357\" class=\"size-large wp-image-357\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-24-12.20.51-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-357\" class=\"wp-caption-text\">Bangkok &#8211; Liegender goldener Buddha<\/p><\/div>\n<p>Neben dem K\u00f6nigspalast betreten wir noch den Tempel Wat Phra Kaeo mit einer riesigen liegenden vergoldeten Buddha-Statue. Gerade rechtzeitig bietet J\u00fcrg uns eine Flasche Wasser an. Die Ameise, so der Kosename der einheimischen Touristenf\u00fchrerin, \u00fcberh\u00e4uft uns seit dem fr\u00fchen Morgen mit mehr Infos, als die meisten verarbeiten k\u00f6nnen. Sie tut dies weiterhin im Menschengew\u00fchl, wo nur die G\u00e4ste unmittelbar neben ihr etwas mitbekommen. Sie sucht und findet nach einigen Unsicherheiten die richtige Gasse zum Hauptfluss, wo sich farbenfrohe Boote unterschiedlicher Gr\u00f6sse tummeln, \u00e4hnlich wie in Venedig. Eines davon nimmt uns auf und schaukelt uns zu einem Selbstbedienungsrestaurant, wo wir eine andere Touristengruppe abl\u00f6sen. Die Eindr\u00fccke, die uns die thail\u00e4ndische Hauptstadt in wenigen Stunden vermittelt, sind einzigartig, aber auch ersch\u00f6pfend. Niemand str\u00e4ubt sich dagegen, als uns der Bus an den Hafen von Laem Chabang zur\u00fcckf\u00e4hrt.<br \/>\nMichiko stellt auf dem R\u00fcckweg zum Schiff fest, dass sie auf dem rechten Ohr pl\u00f6tzlich taub ist. Trotzdem geniessen wir den Rest des Tages auf Oberdeck und verabschieden die untergehende Sonne bei einem Glas Coke mit Whiskey. Am Diner setzen wir uns mit drei amerikanischen Paaren zu Tisch. Einer der Herren frohlockt \u00fcber seine Schweizerreisen nach Grindelwald und auf den Pilatus. Ein junges Rentner-Paar gibt sich als ehemalige Mitarbeiter einer Nestl\u00e9-Niederlassung in USA aus, das sich mit 55 Jahren in Fr\u00fchpension schicken liess. Michikos Ohrenleiden wird zum Thema. Sie f\u00fchlt sich zusehends unwohl, und so verlassen wir die Runde und den Saal als erste. Beim Erreichen des Ausgangs muss sie sich \u00fcbergeben. Sekundenschnell rennt Personal herbei, sperrt den Bereich ab und warnt mich davor, die Frau zu ber\u00fchren. \u00abVirengefahr!\u00bb begr\u00fcndet man und begleitet sie, nunmehr unf\u00e4hig zu stehen, zum Medical Center im Grundgeschoss. Dort nimmt eine Praktik-Assistentin Michiko in Empfang, macht erste Erhebungen, nicht ohne den Hinweis, dass die Konsultation mit US$ 200 zu Buche schl\u00e4gt. Etwas sp\u00e4ter erscheint ein gut gelaunter Arzt, um die Geh\u00f6rg\u00e4nge zu inspizieren. Er macht einen Wachspfropfen aus im rechten Ohr und sp\u00fclt es mehrmals. Da sich der Fremdk\u00f6rper nicht erweichen l\u00e4sst, verschreibt er eine Tinktur, die Michiko in den folgenden zwei, drei Tagen ins Ohr tr\u00e4ufeln l\u00e4sst. Weil die Brechreize nicht aufh\u00f6ren, verabreicht der Arzt ihr eine Spritze zu deren Eind\u00e4mmung. Ein Seetag steht an, es fragt sich, ob vielleicht ein H\u00f6rsturz vorliegt, welcher fr\u00fchestens in Vietnam fach\u00e4rztlich behandelt werden k\u00f6nnte. Ich rufe die Assistenz-Nummer meiner Krankenkasse an, welche mich nach internen Konsultationen zur\u00fcckruft. Nachdem das Guthaben meines Handys aufgebraucht ist, endet das Gespr\u00e4ch abrupt. Auf das eingehende SMS der Assistenz kann ich mangels Guthaben nicht reagieren. Michiko versucht zu schlafen, leichter Schwindel begleitet sie aufgrund der verabreichten Spritze, wie vom Arzt vorausgesagt.<\/p>\n<p><strong>25.01 Seetag<\/strong><\/p>\n<p>Am heutigen Morgen f\u00fchlt sich Michiko besser, was den Magen betrifft. Ich hole ihr etwas Kaffee und Toast, dann sprechen wir mit J\u00fcrg. Auf seine Intervention hin kriegen wir eine freie Leitung f\u00fcr den R\u00fcckruf an die Assistenz. Obschon es sich um eine 24-Stunden Bereitschaft handeln sollte, beantwortet niemand den Anruf, es ist etwa drei Uhr fr\u00fch in der Heimat. Also warte ich zu, bis die allgemeine Arbeitszeit in der Schweiz einsetzt. Nun muss ich aber einige Bem\u00fchungen dransetzen, damit ich erneut eine kostenlose Leitung benutzen darf. Es wird ein zwanzigmin\u00fctiges Gespr\u00e4ch mit mehreren Personen, bei welchen ich immer wieder den Namen und das Geburtsdatum meiner Frau wiederholen darf. Als letzte meldet sich eine Ober\u00e4rztin und findet, wir d\u00fcrfen zuwarten, sollen uns aber bei jeder Ver\u00e4nderung (Schwindel, Kopfweh) erneut melden. Sie mutmasst, dass der Pfropfen im Geh\u00f6rgang die Ursache der Taubheit ist. Mehr als eine Cortison-Spritze k\u00f6nne man bei einem Besuch im Krankenhaus nicht erwarten.<\/p>\n<p><strong>26.01 Ho Chi Minh Stadt (Saigon)<\/strong><\/p>\n<p>Hier gilt dieselbe Uhrzeit, wie in Bangkok, was zum Teil falsch kommuniziert wurde. Ankunft des Schiffes gem\u00e4ss dem Bordmagazin \u00abToday\u00bb w\u00e4re 9 Uhr vormittags, die Constellation ist aber schon um sieben Uhr vert\u00e4ut. Die Schweizer Reisegruppe sollte sich um 08:45 Uhr auf einen neunst\u00fcndigen Landausflug begeben. Um meine t\u00e4gliche Ration im Gym abzustrampeln, finde ich mich dort ungewollt fr\u00fch ein, die Wanduhr zeigt 05:30 Uhr an. Damit komme ich sogar meinem blinden Nachbarn zuvor, der hier t\u00e4glich sein Programm neben mir mit Leistungs-Niveau 1 abspult. Auch die weiteren bereits vertrauten Gesichter treffen erst allm\u00e4hlich ein. Die bullige Amerikanerin, deren Gesicht nicht zu ihrer blonden M\u00e4hne passen will, schafft Niveau 8 auf dem Home-Trainer und das \u00fcber eine halbe Stunde lang. Dann begr\u00fcsst sie andere Folterger\u00e4te, die vielleicht ihre kr\u00e4ftige Schulterpartie erkl\u00e4ren. Mein t\u00e4gliches Ziel ist es, 666 Kcal mit Niveau 10 abzuschwitzen, was gut 20 km entspricht. Das verlangt mir rund 83 Minuten Beinarbeit bei einem durchschnittlichen Pulsschlag von 80\/min.<\/p>\n<div id=\"attachment_368\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-368\" class=\"size-large wp-image-368\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-27-08.21.11-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-368\" class=\"wp-caption-text\">Morgenritual im Gym<\/p><\/div>\n<p>Der Ausflugsbus nach Ho Chi Minh-City, dem fr\u00fcheren Saigon, ben\u00f6tigt mehr als eine Stunde, um in Stadtn\u00e4he zu gelangen. Abgesehen von ein paar Mangroven-S\u00fcmpfen ist die ganze Strecke entlang der Autobahn besiedelt, wenngleich oft nur in der ersten Reihe, wo sich kleine L\u00e4den und Werkst\u00e4tten angesiedelt haben. Der augenf\u00e4lligste Unterschied zu Bangkok ist die Schrift. Thailand hat seine eigene Schrift, w\u00e4hrend Vietnam das lateinische Alphabet benutzt, allerdings erhalten viele Buchstaben Zusatzzeichen. Die Architektur verr\u00e4t die koloniale Vergangenheit. Etwas typisch Vietnamesisches gibt es kaum. Wir besichtigen einen Tempel. Da ihn schon Obama besucht haben soll, wohl einen wichtigen. Das ganze Anwesen ist von Touristen verstopft; niemandem k\u00e4me in den Sinn, beim Eingang die Schuhe auszuziehen. Es wird in allen Richtungen gefilmt und fotografiert, auch Einkehr suchende Gl\u00e4ubige. Der Besuch eines Marktes darf nicht fehlen. Die zwanzig Minuten daf\u00fcr reichen nicht aus, um durch alle G\u00e4nge und Querverbindungen zu streifen. Man fragt sich, wie viele Anbieter hier genug erwirtschaften k\u00f6nnen, um zu \u00fcberleben. Die wenigsten aus unserer Gruppe verf\u00fcgen \u00fcber einheimisches Geld, wir sind nur Voyeure und werden von den Verk\u00e4ufern mehr oder weniger \u00fcbersehen.<\/p>\n<div id=\"attachment_365\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-365\" class=\"size-large wp-image-365\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-26-11.06.16-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-365\" class=\"wp-caption-text\">Tempeldetail in Ho Chi Minh Stadt (Saigon, Vietnam)<\/p><\/div>\n<p>Das Mittagessen, welches in einem Restaurant eingenommen wird, entspricht voll meinen Erwartungen. Mehrere G\u00e4nge werden nacheinander aufgetragen, jeder Gast bedient sich nach Gutd\u00fcnken. Das schmackhafte Dosenbier kostet zwei Dollars, man nimmt die amerikanische W\u00e4hrung ohne weiteres entgegen. Mehrere Teilnehmer sind durch die verschiedenen Stopps angez\u00e4hlt, dennoch muss noch der Platz besichtigt werden, wo die Statue Ho Chi Minhs steht. Unweit daneben das Opernhaus und die Stelle, wo am 30. April 1975 ein US-Hubschrauber die letzten Amerikaner auf dem Dach eines Hauses abholte, wonach der Vietnam-Krieg endete.<br \/>\nChaotisch ist das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt. Ich entdecke w\u00e4hrend des ganzen Tages einzig zwei Fahrr\u00e4der in der topfebenen Stadt, die eigentlich f\u00fcr Drahtesel pr\u00e4destiniert w\u00e4re. Sie sind ersetzt durch zehntausende Mopeds, die Termiten gleich durch Strassen und Gassen rauschen, alle Fahrer behelmt, oft mit Beifahrer, mitunter gar ganzen Familien mit drei bis f\u00fcnf Passagieren auf einem Gef\u00e4hrt.<br \/>\nNach der R\u00fcckfahrt zur Constellation werden wir auf dem Vorplatz mit eisgetr\u00e4nkten Feuchtet\u00fcchlein empfangen und uns werden Becher mit Trinksame gereicht. Wir sind zur\u00fcck auf unserer Kreuzfahrt-Scheinwelt.<\/p>\n<p><strong>27.01 Seetag<\/strong><\/p>\n<p>Zeit f\u00fcr den erneuten Besuch im Medical Center. Dr. Dave von S\u00fcdafrika erscheint mit einer gewinnenden Miene und erfragt den Grund des Besuchs. Dann kontrolliert er Michikos Geh\u00f6rg\u00e4nge und folgert sogleich, dass der Pfropfen nicht das Problem sei. T\u00f6nt niederschmetternd. Dann zeichnet er ein Inner-Ohr und ortet die Ursache hinter dem Trommelfeld. Mit einer Pinzette befreit er den \u00e4usseren rechten Geh\u00f6rgang. Um das Ungemach hinter dem Trommelfeld zu l\u00f6sen, gibt er Michiko einen Spray auf Basis von Cortison. Richtig angewandt, werde die Fl\u00fcssigkeit durch das Trommelfeld diffundieren und dort daf\u00fcr sorgen, dass sie in f\u00fcnf Tagen wieder h\u00f6ren k\u00f6nne. Dr. Dave t\u00f6nt dermassen \u00fcberzeugt, dass wir seine Diagnose gerne entgegennehmen.<br \/>\nDie Unterhaltung an Bord war bislang, was Musik betrifft, ausschliesslich amerikanisch und laut. Gestern kam nun ein britischer Comedian zum Soloauftritt, es bleibt somit Unterhaltung f\u00fcr die anglophilen G\u00e4ste. Erst nimmt er sich selbst auf die Schippe mit der Botschaft, dass seine Frau zum zweiten Male schwanger sei, diesmal nicht von ihm. Sie w\u00fcrden das Kind Brexit taufen, weil von niemandem gew\u00fcnscht. Auch die Amis kriegen ihr Fett ab. Das Niveau in den Schulen steige st\u00e4ndig, da immer weniger Sch\u00fcler in die Klassenzimmer hineinpassten. Als nach dem anf\u00e4nglichen Gel\u00e4chter ein Raunen zu vernehmen ist, fragt er nach, ob denn Amerikaner im Publikum s\u00e4ssen, was auf die Mehrheit zutraf. Er entschuldigte sich artig bei ihnen und legte gleich nach, er h\u00e4tte geglaubt, sie seien im Restaurant (am Futtern). Und so weiter, eine Stunde lang.<br \/>\nWolken und Fahrtwind k\u00fchlen die Temperaturen auf Oberdeck. Nicht alle Liegen sind mehr besetzt, die Ausharrenden legen sich eine zweite Wolldecke zu oder verlegen ihren Aufenthalt in den Bereich des Innenpools. F\u00fcr mich die willkommene Gelegenheit, den Tennis-Final des Australian Open zu schauen, wenn auch ohne Schweizer Beteiligung. Nadal \u2013 Djokovic bedeutet puren Genuss, senza Stress. Der Ausgang ist eindeutig, doch Djokovics Leistung mit Michelangelos Sixtinischer Kapelle zu vergleichen, wie es der Kommentator von Kanal Sport 24 tut, ist wohl Geschmackssache.<\/p>\n<p><strong>28.01 Hoi An (Vietnam)<\/strong><\/p>\n<p>HUE\/DA NANG\/ (CHAN MAY) VIETNAM steht auf dem Today des heutigen Tages. Hue liegt 61 km n\u00f6rdlich vom Dock Chan May entfernt, aber wir besuchen die einstige Hauptstadt nicht. Der Bus f\u00fchrt unsere Schweizer Reisegruppe durch einen sieben Kilometer langen Strassentunnel nach S\u00fcdvietnam. \u00c4hnlich dem Gotthardmassiv, bildet das Gebirge \u00fcber dem Tunnel eine Art Wetterscheide, denn der Regen auf der Anfahrt weicht sch\u00f6nem Wetter und mit 24\u00b0C angenehmer Temperatur \u00fcber den ganzen Tag. Wir queren Da Nang, eine Stadt mit gut hunderttausend Seelen, als die Amerikaner 1965 hier landeten, heute leben mehr als eine Million Menschen in dieser modernen Stadt mit mond\u00e4nen Hotels entlang eines kilometerlangen Sandstrandes. In der N\u00e4he ragen die Marmorberge wie Kamelbuckel aus der bewaldeten Ebene auf. Die Bearbeitung von Marmor bildet einen wichtigen Erwerbszweig, der traditionell durch gewisse Familien betrieben wird. Die Marmor-Steinhauer ziselieren mit h\u00f6chster Fertigkeit die unterschiedlichsten Sujets. Leichte bis tonnenschwere Figuren stehen zu Hunderten in Hallen oder auf dem offenen Feld. Und sie werden auf Bestellung in alle Welt verschickt, wie eine Holzkiste illustriert, die nach Schlieren versandbereit herumsteht.<\/p>\n<div id=\"attachment_351\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-351\" class=\"size-large wp-image-351\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-28-09.44.29-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-351\" class=\"wp-caption-text\">Marmorfiguren jeder Gr\u00f6sse (Umgebung Da Nang, Vietnam)<\/p><\/div>\n<p>Unser Tagesziel ist Hoi An. Das bewohnte, belebte Freilichtmuseum soll 850 registrierte Baudenkm\u00e4ler, Br\u00fccken, H\u00e4user, L\u00e4den, Pagoden, Tempel und Gr\u00e4ber unter UNESCO-Welterbe-Label z\u00e4hlen. Eine Augenweide, auch wenn man ein Auge immer auf den Verkehr werfen muss in den engen Gassen, wo die Touristen durch die schiere Dimension des Gel\u00e4ndes aufgesogen werden. Ein Fluss grenzt die historischen Quartiere verschiedener Kolonialm\u00e4chte ab, darauf tummeln sich farbenfroh geschm\u00fcckte Boote. Das chinesische Quartier hebt sich farblich von den \u00fcbrigen ab, weil wir kurz vor dem chinesischen Fr\u00fchlingsfest stehen. Eine besondere Sehensw\u00fcrdigkeit bildet die Japanische Holzbr\u00fccke aus dem 16. Jh. Wir beschlagnahmen sie als Fotosujet wie alle anderen Touristen und \u00fcberqueren sie, ohne \u00fcber die historische Bedeutung Gedanken zu verlieren. Weil der ehemalige Hafen versandet ist, weichen die grossen Schiffe heute auf Da Nang aus und die Touristen geniessen umso mehr die einmalige Atmosph\u00e4re dieses Orts.<\/p>\n<div id=\"attachment_352\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-352\" class=\"size-large wp-image-352\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-28-13.35.50-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-352\" class=\"wp-caption-text\">Hoi An (Vietnam)<\/p><\/div>\n<p>W\u00e4hrend der zwei Vietnam-Tagen gewann ich nie den Eindruck, in einem kommunistischen Land zu sein. Mausarme Leute und Bettler fallen nicht auf. Durch die Strassen und \u00fcber Kreuzungen schw\u00e4rmende Roller und Mopeds pr\u00e4gen das Strassenbild. Sie hetzen zu jeder Tageszeit Zielen entgegen, die kaum einer staatlich gesteuerten Planwirtschaft gehorchen. Als ich Dieu, unsern heutigen Touristenf\u00fchrer bitte, etwas \u00fcber die politische Situation zu erz\u00e4hlen, winkt er ab; das k\u00f6nne er nicht, aber, \u00abes werde st\u00e4ndig besser in seinem Land.\u00bb Nicht ohne Stolz verk\u00fcndet er, dass Vietnam nach Brasilien der zweitgr\u00f6sste Kaffeeproduzent weltweit sei. Auch Kakaoanbau wachse an Bedeutung.<\/p>\n<p><strong>29.01 auf See<\/strong><\/p>\n<p>Es ist relativ frisch auf Oberdeck, der Himmel bedeckt bis sonnig. Nach dem Gym-Besuch gibt es die M\u00f6glichkeit, im Theatersaal interessanten Vortr\u00e4gen zu lauschen. Dr. Myles Cooley spricht \u00fcber Mythen und Psychologie. Er beginnt mit dem Mythos, dass Zuckerkonsum die Kinder zu Hyperaktivit\u00e4t anrege, was er wissenschaftlich als vielfach widerlegt w\u00e4hnt. Eine anschliessende Session mit Marshall Stern bringt uns Meditation im Buddhismus n\u00e4her. Beide Referenten beabsichtigen, ihr jeweiliges Thema in nachfolgenden Sessionen zu vertiefen. Am Mittagstisch kommen wir mit einem chinesischen Paar ins Gespr\u00e4ch, welches in Hongkong lebt und also morgen zu Hause ankommt, aber bis Shanghai weiter an Bord bleiben wird. So haben wir bereits eine beachtliche Anzahl Bekanntschaften gemacht. Nur mit Schweizern unserer Reisegruppe sind wir noch nicht zu Tisch gesessen. Ironischerweise stellt uns ein Engl\u00e4nder eine Deutsche vor, mit welcher er am Vortag dinierte und trotz Sprachbarriere viel zu lachen hatte. Sie arbeitet in der Intensivstation der Klinik St. Anna in Luzern und geh\u00f6rt unserer Schweizer Reisegruppe an!<br \/>\nDie Celebrity Cruises wurden 1989 mit dem Eigenanspruch gegr\u00fcndet, die beste Kreuzfahrtgesellschaft zu sein und sich von andern abzuheben. Sie kommt diesem Ziel recht nahe, denn man wird als Gast jederzeit herzlich gegr\u00fcsst und nach dem Befinden gefragt. Kleine Aufmerksamkeiten, wie Erfrischungst\u00fcchlein aus Stoff bei der R\u00fcckkehr von einem Ausflug, sowie ein Becher Getr\u00e4nk ehe man das Schiff wieder besteigt, werden gesch\u00e4tzt. Auch die pers\u00f6nliche Begleitung an einen Tisch, auf Wunsch \u2018share\u2019 zusammen mit anderen G\u00e4sten oder an ein Einzeltischlein, das haben wir bei keiner anderen Reederei so erlebt.<\/p>\n<p><strong>30.01 Hongkong<\/strong><\/p>\n<p>Der heutige Ausflug f\u00fchrt auf die Insel Lantau. Dort leben nur gut hunderttausend Menschen, aber es gibt einige touristische Sehensw\u00fcrdigkeiten. Der neue Flughafen wurde auf ganz dem Meer abgerungenem Terrain gebaut. Wir beobachten den Flugbetrieb w\u00e4hrend einer zwanzigmin\u00fctigen Fahrt in einer Gondelbahn hinauf zum buddhistischen Kloster Po Lin. Diese Fahrt mit Sicht auf Hochh\u00e4user, bewaldete Berge, K\u00fcstenstreifen und unglaubliche Infrastrukturbauten wird selber als eine erstklassische Sehensw\u00fcrdigkeit angepriesen.<\/p>\n<div id=\"attachment_373\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-373\" class=\"size-large wp-image-373\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-30-11.33.03-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-373\" class=\"wp-caption-text\">Po Lin Kloster, Lantau, Hongkong (Detail)<\/p><\/div>\n<p>Die zahlreichen zum Kloster geh\u00f6renden Sakralbauten k\u00f6nnen meine Erwartungen nicht in Ektase bringen; sie glitzern und gl\u00e4nzen wie anderswo. So sehr ist die Umgebung vom Kommerz vereinnahmt, dass selbst dort, wo Fotografieren untersagt ist, man ungeniert im Versteckten abdr\u00fcckt. Da hat wohl selbst die mit 34 Metern weltweit gr\u00f6sste sitzende Buddha-Statue aus Bronze ein Einsehen. Um zu ihr zu gelangen, gilt es aber \u00fcber 200 Treppenstufen zu erklimmen. Wenn f\u00fcr den Flughafen gigantische infrastrukturelle Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen waren, was soll man dann erst von der Br\u00fccke von Lantau nach Macao halten? Tats\u00e4chlich wurde vor wenigen Wochen die terrestrische Verbindung Hongkongs mit der ehemaligen portugiesischen Kolonie Macao er\u00f6ffnet, eine Br\u00fccken-Autobahn von sagenhaften 55 Kilometern L\u00e4nge!<\/p>\n<div id=\"attachment_375\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-375\" class=\"size-large wp-image-375\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-30-10.54.09-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-375\" class=\"wp-caption-text\">Autobahn-Br\u00fccke Hongkong &#8211; Macao, 55 km!<\/p><\/div>\n<p>Genau genommen taucht sie nach wenigen hundert Metern f\u00fcr sechs Kilometer in einen Unterwasser-Tunnel ein, damit die grossen Ozeandampfer ungehindert Durchfahrt haben. Der Haupt-Sponsor d\u00fcrfte ohne Zweifel China sein. China denkt in gr\u00f6sseren Zeitfenstern als die restliche Welt. Nur so ist zu erkl\u00e4ren, dass auf der Br\u00fccke Rechtsverkehr herrscht, obwohl sowohl Hongkong als auch Macao Linksverkehr haben. Im Jahr 2047 wird sich das wohl \u00e4ndern, dann n\u00e4mlich, wenn die beiden Sonderzonen vollst\u00e4ndig in China integriert werden. Die Fahrbahn auf Stelzen ist ebenfalls von der Seilbahn aus zu sehen, bis zur Stelle, wo sie abtaucht.<br \/>\nZur\u00fcck auf der Insel Kowloon, wo die Constellation vert\u00e4ut liegt, nehmen wir das Mittagessen ein in einem einschl\u00e4gigen Restaurant f\u00fcr Gruppeng\u00e4ste. Den Nachmittag beschliessen wir mit einem m\u00fchsamen, weil erm\u00fcdenden Spaziergang durch den Ladies Markt. Dieser quillt \u00fcber von Menschen. US$ werden im Allgemeinen nicht angenommen; soll man \u00fcberhaupt Geld wechseln, und wenn ja, wieviel, wenn man nur zwei Tage bleibt, und die Ausfl\u00fcge und Mittagessen im Ausflugs-Paket inbegriffen sind? Wir \u00fcbernachten im Schiff. F\u00fcr Nachtschw\u00e4rmer bleibt der Zutritt 24 Stunden offen.<\/p>\n<p><strong>31.01 Hongkong<\/strong><\/p>\n<p>Heute f\u00fchrt der Halbtagesausflug auf die Insel Hongkong, die wir durch einen Strassentunnel erreichen. Wir sind, wie vermutet, nicht alleine unterwegs. So schleicht der Bus im Schatten schlanker Wolkenkratzer dahin, bis uns der Fahrer aussteigen l\u00e4sst an der Talstation des vermutlich weltweit \u00e4ltesten Trams, eine Standseilbahn von 1888, gebaut von vonRoll\/Thun. In rund acht Minuten schafft The Peak Tram knapp hundert Personen auf den Peak, fr\u00fcher bekannt als Victoria Peak. Nur Nebel und Dunst k\u00f6nnten die atemberaubende Kulisse von der 552 m hohen Bergstation verg\u00e4llen. Heute ist die Sicht bei leichtem Wind fast kaum zu \u00fcbertreffen. Der Touristenf\u00fchrer versucht uns zu erkl\u00e4ren, dass die durchsichtige Dunstschicht zwischen den Gesch\u00e4fts- und Wohnt\u00fcrmen nicht etwa Smog sei, denn wie der Blick auf das offene Meer beweise, l\u00e4ge auch \u00fcber diesem immer eine Dunstschicht.<\/p>\n<div id=\"attachment_376\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-376\" class=\"size-large wp-image-376\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-01-31-09.51.48-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-376\" class=\"wp-caption-text\">Hongkong vom (Victoria) Peak<\/p><\/div>\n<p>Der Bus holt uns an der Bergstation ab und f\u00e4hrt weiter auf die relativ d\u00fcnn besiedelte R\u00fcckseite der Insel Hongkong. Beachtliche Sandb\u00e4nke laden bei 23\u00b0C niemanden zum Baden, aber man stelle sich dieses nahe Erholungsgebiet an heissen Sommerwochenenden vor. Eine buddhistische Tempelanlage soll, so unser deutschsprachige F\u00fchrer Tak, die Schulkinder sanft an religi\u00f6se Br\u00e4uche heranf\u00fchren. Religion ist kein Unterrichtsfach, bei der Anzahl gelebter Glaubens-Bekenntnissen verst\u00e4ndlich. Es wird kaum ein Clich\u00e9 ausgelassen in diesem Disney-Land der Figuren. Und doch beobachtet man junge Frauen, die eine Statue von oben bis unten betasten, die ihnen Muttergl\u00fcck verheissen soll.<br \/>\nEin paar Fahrminuten daneben treten wir eine viertelst\u00fcndige Tucker-Fahrt durch die schwimmende Welt der Boat-People, die sich an der K\u00fcste angesiedelt haben. Es soll sich bis zu f\u00fcnfzigtausend Menschen gehandelt haben, was aus hygienischer Sicht irgendwann untragbar wurde. Der Staat, der hier alles Land besitzt, liess Hochh\u00e4user hochziehen, welche je 1600 Personen eine neue Bleibe erm\u00f6glichten. Dutzende Wohnbl\u00f6cke halfen die verbleibenden Boat-People auf etwa tausend zu reduzieren. Tuckernd d\u00fcrfen wir die schwimmenden Behausungen als Voyeure ann\u00e4hern.<br \/>\nAuf dem R\u00fcckweg zu unserem eigenen Wohnschiff, die Constellation, passieren wir einen von angeblich mehreren Stadien f\u00fcr Pferderennen. Und das inmitten der Finanz-Metropole. Pferderennen sollen unglaubliche Ums\u00e4tze erwirtschaften, die Rede ist vom Gegenwert von zw\u00f6lf Milliarden US$ pro Jahr. Tak ist mit Abstand der beste einheimische Guide auf unserer Reise, sein Deutsch b\u00fchnenreif. Und so erhalten seine Erl\u00e4uterungen eine besondere Aussagekraft. Er h\u00e4lt auch nicht zur\u00fcck mit seiner politischen Meinung, wenn es um die Zukunft Hongkongs geht. Der Vertrag zwischen Grossbritannien und der Volksrepublik China gilt noch 28 Jahre und erm\u00f6glicht die Selbstverwaltung und Rechtsprechung durch die Hongkonger. Ausser f\u00fcr das Verteidigungs- und Aussenministerium behalten die lokalen Beh\u00f6rden die Selbstst\u00e4ndigkeit, und die wird bisher durch China im Grossen und Ganzen toleriert. Wir w\u00fcrden Tak noch stundenlang am Ohr h\u00e4ngen, aber der Ausflugsbus erreicht unser Schiff und wir wechseln &#8211; \u00fcber die \u00fcblichen Checks \u2013 in eine Welt zur\u00fcck, von der Tak und alle bisherigen lokalen Reiseleiter wohl nur tr\u00e4umen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>01.02 Seetag<\/strong><\/p>\n<p>Wieso muss man uns bereits drei Tage vor der Ausschiffung auf das Ende der Kreuzfahrt einstimmen? Wir erhalten entsprechende Infos auf t\u00e4glicher Basis, in gewissen F\u00e4llen mehrfach. J\u00fcrg, der umsichtige Guide unserer Schweizergruppe h\u00e4lt t\u00e4glich Audienz, um Problemen die Spitze zu brechen. Wir selbst haben seine Unterst\u00fctzung sehr gesch\u00e4tzt, als es darum ging, mit der Assistenz der Krankenkasse (gratis) zu telefonieren. Er ist anscheinend ein Hobby-Kapit\u00e4n, l\u00e4sst er doch nichts unversucht, uns einen Besuch auf der Kommandobr\u00fccke zu erm\u00f6glichen. Dort werden wir vom griechischen Kapit\u00e4n und seinen Offizieren in das t\u00e4gliche Handwerk der Verantwortlichen des schwimmenden Hotels eingeweiht. J\u00fcrg \u00fcbersetzt und gibt eigenes Wissen zum Besten.<br \/>\nDie Speisekarte des Restaurants San Marco offeriert uns t\u00e4glich ein gutes halbes Dutzend wechselnde Men\u00fcs, plus einige gleichbleibende. Alle sind gekennzeichnet, ob Glutenfrei, Laktosefrei, Vegetarisch und ohne Zuckerzusatz. Ich k\u00f6nnte jedes der Men\u00fcs vorbehaltlos empfehlen. Schlicht top. Punkt. Wenn etwas sehr mundet, w\u00fcrde man gelegentlich ein Supplement w\u00fcnschen. Kein Problem, man kann auch zwei Men\u00fcs bestellen, aber da gib es auch noch die Karte f\u00fcr den Nachtisch; ich genehmige mir da t\u00e4glich eine Auswahl an K\u00e4sen zum Abrunden des Weines. Die Sommeliers haben schnell begriffen, dass ich den Rioja bevorzuge.<br \/>\nEs ist die SeaPass Card, welche Bargeld an Bord unn\u00f6tig macht. In unserem Falle sind die meisten Getr\u00e4nke \u00e0 discr\u00e9tion zur Verf\u00fcgung, was reichlich benutzt wird, wie man auf Deck, an den Bars, neben den Liegest\u00fchlen und am Rand der Sprudelbad-Becken unschwer feststellen kann. Das System der Getr\u00e4nke-Pakete erzeugt eine Eigendynamik. Man hat daf\u00fcr mit dem Arrangement viel Geld bezahlt (in unserem Fall 55 US$ pro Tag) und m\u00f6chte einen fairen Gegenwert. Hier ein Bier, da ein Prosecco zum Aperitif, Wein zum Mittag- und Abendessen, eine Cola mit Whiskey, Gin, Rum, Bacardi, oder einen Cognac zum Theaterbesuch. Alle Getr\u00e4nke werden auf der Karte registriert, womit die Reederei leicht ermitteln kann, wie sich das f\u00fcr sie rechnet. Und wie sich die Preisgestaltung f\u00fcr die kommenden Generationen Kreuzfahrer zu Buche schl\u00e4gt. Ich h\u00e4tte auf das Getr\u00e4nkepaket verzichtet, das war aber im Programm meines Reiseb\u00fcros nicht m\u00f6glich. Ein deutscher Anbieter \u00fcberliess diese Wahl dem Gast, das Angebot war aber insgesamt teurer als das Paket inkl. Exkursionen des Reisecenter Plus aus Urdorf.<\/p>\n<p><strong>02.02 Seetag<\/strong><\/p>\n<p>Letzter Seetag. Letzter Tag im Gym. Die vertrauten Gesichter der Fr\u00fchaufsteher, man nimmt sich wahr und ignoriert sich. Die Amerikanerin mit der Goldm\u00e4hne wagt sich auf dem Home-Trainer an Level 9. Die z\u00e4he chinesisch-st\u00e4mmige F\u00fcnfzigerin dr\u00fcckt Level 12 mit Zeitlupentempo durch, der hagere Schweizer aus unserer Reisegruppe, mit h\u00e4ngender Locke im Gesicht, drangsaliert seine Tretm\u00fchle mit einer unglaublichen Kadenz und zieht das mindestens eine halbe Stunde lang durch. Wir haben noch kein Wort miteinander gewechselt. Der Blinde hat sich seit Vietnam nicht mehr blicken lassen. Sein Platz auf dem Home-Trainer mit Liegesitz wird von einem Glatzkopf beansprucht. Ich muss heute meine 666 Kcal auf einer Maschine mit aufrechtem Sitz abspulen, daf\u00fcr mit Triathlon-Lenker.<\/p>\n<p><strong>03.02<\/strong><\/p>\n<p>Ausschiffung. Zwei Stunden anstehen, aufr\u00fccken, warten, bis wir aus der Immigrations-Halle in Shanghai ins Freie entlassen werden. Dort erwarten uns ein bissiger Wind und winterliche Temperaturen. Eine halbt\u00e4gige Entdeckungsfahrt durch Shanghai steht uns bevor. Heidi, so der Kosename von Frau Tao, weiss uns um den Finger zu wickeln. Die Landschaften in der Schweiz seien so unbeschreiblich sch\u00f6n, dass es sie jeweils unterwegs reue, einen Wimpernschlag zu machen. In einem Monat kommt sie erneut f\u00fcr drei Tage und will unbedingt im Heidiland wandern gehen\u2026 Zuerst l\u00e4sst sie uns an Pl\u00e4tzen aussteigen, wo sich die Wolkenkratzer gegenseitig Schatten spenden. Die h\u00f6chsten stecken die Nase tats\u00e4chlich in die Wolken, nomen est omen. Das Mittagessen wird an Rundtischen mit Drehscheibe serviert. Alle Gerichte, und es sind etliche, werden auf der Glasscheibe aufgereiht, damit die G\u00e4ste sich aus den Servierplatten bedienen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_379\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-379\" class=\"size-large wp-image-379\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-02-03-11.10.22-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-379\" class=\"wp-caption-text\">Der Shanghai Tower schraubt sich in die Wolken<\/p><\/div>\n<p>Heidi gibt einiges von sich, das jeden beeindruckt. Shanghai beanspruche eine Fl\u00e4che, die dem Siebenten Teil derjenigen der Schweiz entspreche, aber 24 Millionen Einwohner habe. Infolge der geringen Geburtenzahl sei diese Statistik gar r\u00fcckl\u00e4ufig, werde aber durch Zuz\u00fcger vom Land ausgeglichen. Seit Singapore h\u00f6ren wir vom bevorstehenden chinesischen Neujahr. Die Vorboten sind an allen Etappenorten sichtbar, was auf bedeutende chinesische Bev\u00f6lkerungsanteile in den L\u00e4ndern des Fernen Ostens hinweist. In Shanghai sind die Strassen leer, Millionen haben den traditionellen Besuch der Verwandten auf dem Land angetreten. Die Festivit\u00e4ten beginnen am Tage unseres Abschieds, also morgen.<br \/>\nDer Yu-Garten wurde im 16. Jh. auf einem Gel\u00e4nde von nur zwei Hektar erbaut, ein ausgezeichnetes Beispiel chinesischer Gartenbaukunst. Man tut gut, sich einen genauen Treffpunkt zu merken, z.B. ein auch in China g\u00e4ngiges Starbucks Coffee, um sich nicht zu verlieren. Es scheint, dass die in der Stadt verbliebenen Einwohner und nat\u00fcrlich s\u00e4mtliche ausl\u00e4ndischen Touristen sich hier Stelldichein geben. Zwischen Teichen und Br\u00fccken, B\u00fcschen und Gartenh\u00e4usern tauchen im Hintergrund die Umrisse der Wolkenkratzer auf, der mit 632 m h\u00f6chste entr\u00fcckt schemenhaft im dunstigen Nachmittagshimmel.<\/p>\n<div id=\"attachment_380\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-380\" class=\"size-large wp-image-380\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-02-03-13.47.18-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-380\" class=\"wp-caption-text\">Shanghai &#8211; Yu Garten (Hintergrund Shanghai Tower, 632 m)<\/p><\/div>\n<p>Shanghai wurde vor \u00fcber hundert Jahren von verschiedenen Kolonialm\u00e4chten vereinnahmt. Den einzelnen L\u00e4ndern wurden Stadtgebiete mit eigener Rechtsprechung zugestanden, sog. Konzessionen. Einige dieser Quartiere sind erhalten geblieben, und sie machen den charmanten Kontrast zu den unz\u00e4hligen Hochh\u00e4usern der Neuzeit aus. Heidi beweist ihren Gesch\u00e4ftssinn, als sie uns in einen Betrieb schleust, wo Erzeugnisse hergestellt und verkauft werden auf der Basis des Rohstoffs von Seidenraupen. Mit beachtlichem Erfolg. Auch Michiko entscheidet sich f\u00fcr eine Bettdecke, die zwei Kilo reine Seide enth\u00e4lt und f\u00fcr ein paar tausend Raupen den Tod bedeutet haben d\u00fcrfte.<br \/>\nAusser Programm offeriert uns Heidi eine Stadtrundfahrt durch das n\u00e4chtliche Shanghai. Und sie nimmt daf\u00fcr gerne Schweizerfranken, weil sie f\u00fcr ihre kommende Schweizerreise nur beschr\u00e4nkt Geld wechseln k\u00f6nne. Die Mehrzahl der Teilnehmer folgt ihr, so dass der Bus uns zu den eindr\u00fccklichsten Orten f\u00fchrt, wo wir die Farben und wandernden Leuchtschriften auf Geb\u00e4udew\u00e4nden bestaunen k\u00f6nnen. Als Kontrast dazu beschliessen wir die letzte Nacht mit einem Bummel durch die franz\u00f6sische Konzession, ein Quartier, das heute von aussen immer noch den Charme der alten Tage verstr\u00f6mt, w\u00e4hrend sich im Innern meistens teure Restaurants eingenistet haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_382\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-382\" class=\"size-large wp-image-382\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/files\/2019\/02\/2019-02-03-20.44.10-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" \/><p id=\"caption-attachment-382\" class=\"wp-caption-text\">Shanghai bei Nacht<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Singapore \u2013 Bangkok \u2013 Ho Chi Minh Stadt (Saigon) &#8211; Hoi An (Vietnam) \u2013 Hongkong \u2013 Shanghai (19.01 &#8211; 04.02.2019) 19.01 Flug mit Swiss LX176 nach Singapore. \u00abChum lueg\u00bb aus der CD 50 Jahre Ennenda vermittelt Swissness, als die Boeing &hellip; <a href=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/2019\/02\/17\/fernost-kreuzfahrt\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[523,521,519,520,447,518,525,524,527,529,531,445,532,528,533,522,530,526],"class_list":["post-5","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-bangkok","tag-celebrity-constellation","tag-celebrity-cruises","tag-constellation","tag-cruise","tag-fernost-kreuzfahrt","tag-ho-chi-minh-city","tag-ho-chi-minh-stadt","tag-hoi-an","tag-hongkong","tag-kowloon","tag-kreuzfahrt","tag-lantau","tag-saigon","tag-shanghai","tag-singapore","tag-thailand","tag-vietnam"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5\/revisions\/54"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/fernost-kreuzfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}