{"id":4,"date":"2023-09-11T20:32:59","date_gmt":"2023-09-11T18:32:59","guid":{"rendered":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/?p=4"},"modified":"2023-09-16T22:49:37","modified_gmt":"2023-09-16T20:49:37","slug":"japanreise-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/2023\/09\/11\/japanreise-2023\/","title":{"rendered":"Japanreise 2023"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-31\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG-5123-1-scaled.jpg\" alt=\"Fuji\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG-5123-1-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG-5123-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG-5123-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG-5123-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG-5123-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG-5123-1-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/p>\n<p>19.\/21.7.2023. Z\u00fcrich Flughafen. Mit Sohnemann Benjamin sitze ich bereits eine Stunde vor dem Boarding am Gate E53. Meine Frau Michiko w\u00e4hlte vor genau einer Woche denselben Flug und musste mehr als drei Stunden im Flugzeug auf das OK vom Tower ausharren. Trotz Ferienzeit erwartet der Beamte am Schalter diesmal keine wesentliche Verz\u00f6gerung beim Abflug. W\u00e4re mir dienlich, denn ich habe in Hongkong bloss 75 Minuten Zeit f\u00fcr den Anschlussflug nach Tokio. Die kritische Durchsage erreicht uns schon angeschnallt im Flugzeug, auf den Abflug wartend: Mindestens eine Stunde Warten, wegen \u00abheavy air traffic over Europe\u00bb. Mir bleiben elf Flugstunden bis Hongkong, um mir auszumalen, wie es dort weitergehen k\u00f6nnte. Es bleibt schliesslich bei der einen Stunde. Dann gibt der Pilot Gas, wie Benjamin anmerkt. In der Tat zeigt die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischendurch knapp \u00fcber 1000 km\/h, wie wir dem Info-Bildschirm am Sitzplatz entnehmen.<br \/>\nZum Gl\u00fcck ist in Hongkong das Abflug-Gate nach Tokio ganz in der N\u00e4he des Ausstiegs bei der Einreise. Die Zusatzrunde entsteht durch die Checkpoints f\u00fcr Boarding Pass und Handgep\u00e4ckskontrolle. Ganze 1880 erste Schritte im neuen Tag h\u00e4ufen sich so an. Benjamins Transfer zum Weiterflug nach Nagoya, zu seiner dort seit ein paar Wochen domizilierten Familie, sieht gen\u00fcgend Zeit-Reserve vor; trotzdem passieren wir die Schranken gemeinsam. Auch mir reicht es schliesslich zum vorgesehenen Flug nach Tokyo-Narita. Cathay Pacific, die Fluggesellschaft aus der ehemaligen Kronkolonie, m\u00f6chte sofortiges Feedback zu ihrem Service erhalten. Der sp\u00e4te Abflug in Z\u00fcrich und die engen Platzverh\u00e4ltnisse im Flugzeug sind dem Personal nicht vorzuhalten. Wir sind zufrieden.<br \/>\nDie Immigrationsdokumente f\u00fcr Japan konnten wir zuhause mit QR-Code vorbereiten. Das macht sich bezahlt, auch weil am fr\u00fchen Morgen relativ wenige ausl\u00e4ndische Passagiere anstehen. Mit einem Gratis-Shuttle wechsle ich zum Terminal 1, wo die Billig-Airline Peach Aviation beheimatet ist. Es ist ausserordentlich beeindruckend, wie hilfsbereit das Personal (meist weiblich) am Flughafen ist. Kaum dass ein Langnasen-Passagier mit suchender Gestik entdeckt wird, hellt sich die Miene der Dame am Info-Schalter auf, wird er als VIP behandelt. Und ihre Kompetenz ist verl\u00e4sslich. Ich solle mir den Boarding Pass um 16:20 Uhr an der Maschine selbst ausdrucken. Das heisst, keine Minute fr\u00fcher. Wie sich zeigt, schielt m\u00e4nniglich auf die Uhr in der Halle und st\u00fcrzt sich dann auf das Terminal, um die Platzkarte f\u00fcr den Flug zu ergattern. Anders w\u00e4re wohl ein Zweistunden-Flug nach Sapporo kaum f\u00fcr CHF 85.45 zu haben. Die Abflugs-Versp\u00e4tung von einer Stunde nehme ich gerne in Kauf. Ich werde dadurch im Flug Zeuge eines spektakul\u00e4ren Sonnenuntergangs. Im Wechselspiel mit den Wolken projiziert die Sonne M\u00e4rchengestalten an den Abendhimmel, was mir als Bewunderer eine Halsstarre eintr\u00e4gt.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-11 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9739-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9739-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9739-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9739-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9739-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9739-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9739-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><br \/>\nIch freue mich auf die Umarmung meiner seit einer Woche in Sapporo weilenden Frau und auf die erste warme Mahlzeit im Gastland. Es zeigt sich indes, dass nach Sonnenuntergang auch die Restaurants weitgehend dichtmachen. Infolge der langen und kalten Winter hat sich das gesellschaftliche Leben in Sapporo weitgehend unter den Boden verlegt, vor allem entlang der U-Bahnlinien, wo sich hunderte Verkaufsl\u00e4den und Restaurants die Kundschaft streitig machen. Von unter der Erde unser Hotel f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage zu finden, f\u00e4llt Michiko schwer, aber Einheimische helfen gerne beim Aufsuchen einer Rolltreppe an die Oberfl\u00e4che. Beim gew\u00e4hlten Hotel wird auf Schnickschnack verzichtet, wer die Bettlaken selber herrichtet, wird mit einer Flasche Mineralwasser belohnt. Pyjamas, Einmal-Zahnb\u00fcrsten oder zus\u00e4tzliche Kissen kann man beim Empfang selber aus dem Wandgestell aufs Zimmer mitnehmen.<br \/>\nIn der Zwischenzeit ist meine Familie aus der Schweiz eingetroffen. Simon ist mit seiner Familie aus Seoul angereist; Benjamin hat sich bei Yumie und den Spr\u00f6sslingen Aline und Leon gemeldet und reist nach dem letzten Schultag von Aline heute an. Michikos Schwestern Sachiko und Machiko sind schon vor einigen Tagen aus USA gekommen und haben ihr dabei geholfen, Pendenzen zu erledigen, die sich seit dem fr\u00fchen Tod ihrer Schwester Chieko vor einem Jahr angesammelt haben. Und nachdem ihr Bruder Hiroshi aus der Umgebung von Tokio ebenfalls angekommen ist, trifft sich die ganze Gruppe zum gemeinschaftlichen Mittagessen im traditionellen Sapporo Biergarten. Bei einem Dschingis Khan schichtet man vorzugsweise Schaffleisch nebst allerhand Gem\u00fcse auf einen mit Gas erhitzten gusseisernen Rost, der im Tisch eingebaut ist und, \u00fcber die Dutzenden Tische betrachtet, wie ein Schildkr\u00f6ten-Defilee aussieht. Gerstensaft w\u00e4re das eigentliche Standesgetr\u00e4nk, wird in unserer Zw\u00f6lfergruppe aber nur von meinem Schwager Hiroshi und mir begehrt.<\/p>\n<div id=\"attachment_41\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-41\" class=\"wp-image-41 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9763-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9763-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9763-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9763-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9763-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9763-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9763-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-41\" class=\"wp-caption-text\">Im Sapporo Biergarten<\/p><\/div>\n<p>Die drei Kinder Joel, Aline und Leon treibt es bald aus der rauchgeschw\u00e4ngerten Halle hinaus, wo sie von den Erwachsenen beaufsichtigt werden. Die jungen Familien ziehen sich dann in ihr jeweiliges Hotel zur\u00fcck, nachdem man sich f\u00fcr morgen verabredet hat. Michiko und Machiko besch\u00e4ftigen sich mit Kleiderwaschen, dann fr\u00f6nen sie dem Gemeinschaftsbad (Ofuro). So verbleibt Sachiko mit mir f\u00fcr einen Abendspaziergang durch den Odori-Park, der Sapporo in der Stadtmitte teilt und von mehrspurigen Strassen ges\u00e4umt wird. Diese Lunge der Millionenstadt ist heute von zigtausend Besuchern eines Bierfestes in Beschlag genommen worden. Die meisten haben einen Sitzplatz und die Bierseligkeit schon gefunden, andere stehen sich die Beine in den Bauch, um an die beliebte \u2018Software\u2019 zu gelangen. Auch Fleisch wird an Theken in Mengen begehrt. Der kilometerlange Park ist durch Querstrassen unterteilt, sodass die Abschnitte dazwischen den grossen Biermarken zufallen. Ganz am Ende des Parkes haben auch noch deutsche Biere Gastrecht auf einer \u2018Wiesn\u2019 gefunden. Es ist eindr\u00fccklich zu erleben, wie friedlich die Stimmung ist; keine Besoffenen, es liegt nirgends Abfall herum, obwohl man kein Depot f\u00fcr die Gl\u00e4ser und Humpen verlangt. Das Z\u00fcrifest l\u00e4sst gr\u00fcssen.<\/p>\n<p>22.7.2023. Heute trifft sich die Gruppe zum eigentlichen Zweck unserer Reise nach Japan, zur 1. Jahreszeit des Hinschieds von Chieko, Michikos j\u00fcngster Schwester. Wir schreiten zum Gemeinschaftsgrab der Akasaka-Familie auf dem riesigen Stadtfriedhof von Sapporo. Die Geschwister der an Krebs Verstorbenen haben das Grabmal aufwendig gereinigt und selbst kaum sichtbare M\u00e4ngel fachgerecht beheben lassen. Die Sonne segnet den Gottesacker, ein onduliertes Gel\u00e4nde, das von nirgends ganz \u00fcberblickt werden kann, das \u00fcbers\u00e4t ist von Tausenden von steinernen Grabm\u00e4lern. Die Friedhofruhe wird einzig vom schrillen Zirpen der Grillen belebt. Die nicht orchestrierte Zeremonie widerspiegelt die unterschiedliche Betroffenheit der Mitglieder der Zw\u00f6lfergruppe \u00fcber den Verlust der zu fr\u00fch Heimgegangenen. Kurze Wortmeldungen, auch nur Verbeugungen, die von den Kindern artig imitiert werden, ein Ave-Maria aus dem Handy, einige Verse in Sanskrit, runden die durchaus weltliche Zeremonie ab. Hier ist mein Beitrag, den ich nicht aus dem Stegreif abrufen kann:<br \/>\nIf Chichan could speak to us now, she would say she is very happy that we all came together at her Memorial Day. Chichan cannot speak to us, but she is here among us. She was such a humble person, she always thought first about other people never about herself. And I am so glad, that we can show her our appreciation by coming together today as a group on this site. Michiko gets all the credits for initiating and organizing this unique event, almost day by day one year after Chichan passed away.<br \/>\nIt is a wonderful tradition that many Japanese venerate their ancestors. Chichan decorated her house altar almost every day, offering presents to her father and mother. Maybe nobody will follow that tradition for Chichan, but important is that we remember her and believe that she is around. And I am sure she will watch upon us, so that we all have a marvelous holiday in Japan and then will return home safely.<br \/>\nMichiko and I on our pilgrimages, we experienced more than one critical situation. In the end they turned out positive. We are absolutely sure, mother Sumuyo-san, who is also buried here, intervened in the right way. The outcome in some cases was so astonishing that we couldn\u2019t help seeing Sumuyo-san behind.<br \/>\nYou may believe me to be on an esoteric trip, but the fact that our house elevator in Hergiswil stopped abruptly on the way upwards in the middle of nowhere with me trapped inside on the very moment Chichan died, was no coincidence. It never happened before or afterwards. Chichan announced her passing away to me, even though I learnt about the precise moment of her death only four or five days later.<br \/>\nOr this: Ever since last winter I had huge problems wearing shoes that did not hurt my feet. I thought I would have to go to Japan with my mountain shoes, the only pair that I felt comfortable in. I searched around in many shoe stores, including one in Germany. All of sudden I told Michiko, \u201cLet\u2019s go to the Mall of Switzerland\u201d a place we had not been for years. A first shoe shop there measured my feet and observed my walking, but in the end, they did not find a suitable pair for me. We left the store only to walk into the adjacent one. At the entrance were displayed about 20 examples of the fancy \u2018ON\u2019-shoes with 30% discount. I picked one at random, asked for the partner shoe, and walked around in the shop. I did not take off that pair of sneakers until home. I did not have to Whatsupp to Chichan in heaven, maybe she felt sorry to have shocked me in the elevator and was eager to \u2018remote control\u2019 me into that shop&#8230;<br \/>\nBe it as it may, perhaps you give it a try next time you have a nasty problem. Ask Chichan, she has time. Amen.<\/p>\n<div id=\"attachment_44\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44\" class=\"wp-image-44 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9803-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9803-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9803-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9803-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9803-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9803-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9803-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-44\" class=\"wp-caption-text\">Am Akasaka-Gemeinschaftsgrab<\/p><\/div>\n<p>Nach dem gemeinsamen Mittagessen verabschiedet sich mit Hiroshi der j\u00fcngste Spross der Akasaka-Familie. Die Kinder vergn\u00fcgen sich im Odori-Park, wo das Bierfest schon am fr\u00fchen Nachmittag wieder die Tagesordnung bestimmt.<\/p>\n<p>23.7.2023. Ein Tag zum Entschleunigen, Jetlag und kulinarische Anpassungen zu verinnerlichen. Meine drei Grosskinder geben den Rhythmus vor. Da liegt der Maruyama-Zoo genau richtig. Leon will alles sehen. Er krallt sich einen \u00dcbersichtsplan und folgt den Gehegen wie auf einem OL-Gel\u00e4nde. Im Zoo gibt es einen recht gut best\u00fcckten Kinderspielplatz, wodurch den Erwachsenen nur noch die Aufsichtspflicht obliegt, die sich angenehm von B\u00e4nken im Schatten von Koniferen wahrnehmen l\u00e4sst. Die kleinen Kinder verhalten sich untereinander unglaublich sozial. Kein Gedr\u00e4nge, sie stellen sich in die Reihe, lassen einem Kleineren den Vortritt, wenn er schon l\u00e4nger ansteht.<\/p>\n<p>24.7.2023. Unsere S\u00f6hne haben sich gestern verabschiedet und fahren fortan mit ihren Familien ihr eigenes Programm. Das Akasaka-Trio bleibt mir f\u00fcr die n\u00e4chsten vierzehn Tage treu, oder eher umgekehrt. Bis wir morgen gemeinsam per Bahn gen S\u00fcden abreisen, bleibt heute ein Tag zur freien Verf\u00fcgung. Vielleicht geniessen wir einen letzten angenehmen Tag, was die Temperatur angeht, Hitze und Schw\u00fcle sind angesagt auf Honshu. Wir lassen uns mit der Seilbahn auf den 301 m hohen Mt. Moiwa tragen, von wo die Zweimillionenstadt Sapporo einem Steingarten gleicht, ultraflach, mit wenigen herausragenden Geb\u00e4uden aber eindrucksvoller Ausdehnung bis in den Dunstschleier am Horizont. Die bewaldeten H\u00fcgel breiten sich im R\u00fccken des Betrachters aus. Touristisch gibt der Moiwa nicht allzu viel her, man verkauft eben, was man hat. Unser Interesse an weiteren Ausfl\u00fcgen an diesem Montag h\u00e4lt sich in Grenzen. Den Hunger stillen wir mit einem Miso-Ramen im Stadtzentrum, wo solche Nudelgerichte einem Strassenzug den Spitznamen gaben. Dann steige ich noch kurz auf den Fernsehturm, um mich in luftiger H\u00f6he von Sapporo zu verabschieden. Zur\u00fcck im Hotel geh\u00f6rt der Ofuro zum t\u00e4glichen Grundbed\u00fcrfnis.<\/p>\n<p>25.7.2023. Bahnhof Sapporo. Das \u00fcbliche Kommen und Gehen vor acht Uhr morgens. Die Mehrzahl der Reisenden tr\u00e4gt eine Gesichtsmaske. Es scheint f\u00fcr viele Menschen ein Menschenrecht zu sein, vermummt herumzueilen, trotz der Schw\u00fcle. Beinahe alle huschen in Sneakers vorbei. Getr\u00e4nkeautomaten in jeder freien Ecke, Kioske zwischen den Aufstiegen und Rolltreppen, die zu den Geleisen f\u00fchren. Rollende Texte von Info-Tafeln, alle zweisprachig, wie auch die Lautsprecherdurchsagen, immer mit dem Dank eingeleitet, JR (Japan Railway, die japanische Eisenbahn) gew\u00e4hlt zu haben. Hier startet unsere Reise s\u00fcdw\u00e4rts. Sie ist durchgetaktet, jede Etappe mit reservierten Sitzen f\u00fcr die kommenden vierzehn Tage! Auf die schw\u00fclen 28 Grad Celsius im Bahnhof folgt die Fahrt im klimatisierten Zugabteil. Daran werden wir uns gew\u00f6hnen m\u00fcssen oder eher d\u00fcrfen, heute bis Hakodate, auf dreieinhalb Stunden Fahrzeit. Landschaftlich gibt die Strecke nicht viel Sehenswertes von sich, Laubw\u00e4lder, gr\u00fcne Felder, unterbrochen von Weilern in Billigbauweise, ohne Charakter; der Himmel bew\u00f6lkt. Das Innenleben der fahrenden S\u00e4nfte hat gegen\u00fcber vor Jahrzehnten die \u00c4nderung erfahren, dass keine Fliegenden Verkaufspersonen mehr mit Esswaren und Tranksamen in den Z\u00fcgen zirkulieren. Ausserdem sind jetzt die Durchsagen auch auf Englisch und Chinesisch. Noch ist es JR nicht gelungen, das Netz der Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge bis nach Sapporo zu erweitern. Auch so flitzen wir ganz flott durch die Gegend. Nach der Ortschaft Tomakomai folgen wir der Pazifikk\u00fcste. Landeinw\u00e4rts t\u00fcrmen sich jetzt bewaldete H\u00fcgel und Bergz\u00fcge auf. In Hakodate hat Michiko ein preisg\u00fcnstiges Hotel gebucht. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir f\u00fcnfzehn Franken f\u00fcr die Aufbewahrung unseres Gep\u00e4cks bezahlen, als wir vor drei Uhr einchecken wollen. Die Stadt Hakodate ist zwanzig Bahnminuten vom Verbindungspunkt Shin Hakodate Hokuto entfernt, von wo der Seikan-Tunnel nach der Hauptinsel Honshu f\u00fchrt. Hakodate ist geschichtlich bedeutsam, weil sich dort die westliche Welt mit ihren Konsulaten, Kirchen und Wohnh\u00e4usern ansiedelte, als sich Japan der Welt zu \u00f6ffnen begann. Auch die Seilbahn nach dem Hakodate-Yama hat ihre Talstation im historischen Viertel, weshalb wir aufsteigen und die Stadt als wie von zwei Meeresbusen in die Mangel Genommene betrachten. Nachtaufnahmen von oben sind der eigentliche Reiz des Hausberges, wobei Nebelschwaden die Idylle in Minutenschnelle tr\u00fcben k\u00f6nnen. Als Wiederholungst\u00e4ter verlassen wir die Aussichtsplattform vor dem Einnachten und stillen unsern Hunger in einer von zahlreichen Beizen im Hafenviertel. Im Hotel ist \u00fcbrigens das Fr\u00fchst\u00fcck gratis. Und das B\u00fcffet wird reichlich gest\u00fcrmt. Schade sind die Tomatenspaghetti, Hamburger und alle \u00fcbrigen Speisen kalt. Daf\u00fcr gratis und da kann sich niemand um einen Preisnachlass bem\u00fchen, der ohne Fr\u00fchst\u00fcck abreist.<\/p>\n<p>26.7.2023. Unser Hochzeitstag. Der Tagesablauf ist in Japan anders als in Europa. Je nach Jahreszeit geht die Sonne wenig nach vier Uhr fr\u00fch auf. Entsprechend ist abends eher Schluss. Wenn man da eine Bahnfahrt erst um neun Uhr beginnt, hat man bereits einen halben Tag Zeit eingeb\u00fcsst. Heutiges Ziel ist Nikko in der N\u00e4he von Tokio. Zun\u00e4chst gilt es, die Meerenge zwischen den zwei gr\u00f6ssten Inseln Hokkaido und Honshu zu unterqueren, was der Seikan-Tunnel ebenso souver\u00e4n erm\u00f6glicht, wie der \u00e4hnlich lange Gotthard-Basistunnel.<br \/>\nDa ich mich in einer Blase befinde, wo mir die Akasaka-Schwestern fast alle Hindernisse abnehmen, h\u00fcte ich mich vor Kritiken. Japan als Reiseland war f\u00fcr mich an und f\u00fcr sich abgeschlossen, der Anlass zu dieser vielleicht letzten Reise hierhin aber zu stringent, um mit Flugscham abgeblockt zu werden. Entsprechend folge ich quasi als Blinder Passagier dem mit geh\u00f6rigem Aufwand erstellten Plan. Dieser sieht heute so aus:<br \/>\n09:35 h Shin-Hakodate-Hokuto ab<br \/>\n12:29 h Sendai an<br \/>\n12:46 h Sendai ab<br \/>\n13:58 h Utsunomiya an<br \/>\n14:12 h Utsunomiya ab<br \/>\n14:58 h Nikko an<br \/>\nUnser Shinkansen ist schwach besetzt, zumal im Green Car (1. Klasse). Keine Fahrkartenkontrolle durch einen Kondukteur, der ja auf seinem mobilen Ger\u00e4t sieht, welche Pl\u00e4tze reserviert sind. Auch entfallen die Fliegenden Verkaufspersonen, welche vor Jahrzehnten das Abteil im F\u00fcnfminutentakt betraten, sich verbeugten und ihre Ware anboten. Da alle Men\u00fcs aufwendig verpackt waren, blieb nach jeder Fahrt ein riesiger Abfallberg am Reinigungspersonal h\u00e4ngen. JR hat offenbar die richtigen Lehren gezogen und nebenbei Einsparungspotential entdeckt. Unser Shinkansen mit Endstation Tokio rast durch eine h\u00fcgelige Landschaft, wo gr\u00fcn dominiert und h\u00e4ufige Tunnel f\u00fcr Abwechslung sorgen. Morioka ist die erste Grossstadt (300&#8217;000 E.) auf der heutigen Tagesreise, welche in Sendai (&gt;1 Mio. E.) ihren ersten Unterbruch erf\u00e4hrt. Ab Morioka ist das Land durchwegs urbar gemacht, mehrheitlich flach, sp\u00e4rlich von Weilern mit ein- bis zweist\u00f6ckigen H\u00e4usern bebaut. Ich entdecke nirgends Sonnenkollektoren auf den D\u00e4chern. In Sendai wechseln wir in einen Shinkansen, der uns in Utsunomiya den idealen Fahrplan bietet f\u00fcr die Anschlussfahrt im Bummler nach Nikko. Bevor wir so weit sind, halten wir ein paar Minuten in Fukushima, weit abseits des havarierten AKWs an der K\u00fcste. Die Landschaft ist jetzt viel abwechslungsreicher, vermutlich schwieriger f\u00fcr die ans\u00e4ssige Bev\u00f6lkerung, vom Reisanbau zu leben.<br \/>\nWir werden am Bahnhof Nikko vom Hotel Senhime (Prinzessin 1000) abgeholt, wo uns ein Zimmer angeboten wird, das mit japanischen Tatami-Matten best\u00fcckt ist und ausserdem zwei Single-Betten im gleichen Raum anbietet. Am Empfang erwartet uns eine Tasse Maccha (Gr\u00fcntee in Puderform) und S\u00fcssgeb\u00e4ck. Zum Abendessen hat sich Michiko das Monats-Special des Hauses ausgew\u00e4hlt. Zw\u00f6lf G\u00e4nge m\u00f6gen\u2019s gewesen sein, gereicht im S\u00e9par\u00e9e; eine Hommage an unsern 43. Hochzeitstag.<\/p>\n<p>27.7.2023. Nikko. Wer wenig Zeit zur Verf\u00fcgung hat und unweit von Tokio einen kompakten Abrieb von historischen Bauten erhalten m\u00f6chte, darf Nikko nicht verpassen. Eine Aussage wie: \u00abSag nicht WOW! bevor du nicht Nikko gesehen hast\u00bb passt zu diesem Ort, wo die wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten im 17. Jahrhundert in Auftrag gegeben wurden und entsprechend j\u00fcnger und farbiger wirken als kunsthistorisch wertvollere Sakralbauten in Kioto und anderswo. Ein \u00dcberblick gelingt in wenigen Stunden, ausserdem kann man der Bruthitze des Sommers im waldigen Komplex um einige Grade ausweichen. Michikos Schwestern sind Novizinnen in Nikko. Unser Luxushotel liegt am Fusse des ansteigenden Gel\u00e4ndes dieses \u00e4usserst sehenswerten UNESCO-Weltkulturerbes. Der heutige Besuch entt\u00e4uscht mich auch zum dritten Mal nicht. Man kann sich nicht vollsaugen vom \u00dcberschwang an Bildern auf engem Raum. Riesige Zedern spenden Schatten und d\u00e4mmen die bereits am Morgen l\u00e4hmende Hitze ein. Bald mischen sich auch Schulklassen ins Bild. Ein paar hundert Steintreppen sind kaum zu vermeiden. Wer sich spezifischen Geb\u00e4uden eingehend widmen m\u00f6chte, findet diese im engen Umkreis. Der grossen Mehrheit gen\u00fcgt wohl die fast kitschige Sch\u00f6nheit des Gesamtbildes im bewaldeten H\u00fcgel.<br \/>\nUm elf Uhr f\u00fchrt uns der Hotelbus an den Bahnhof zur\u00fcck. Das \u00dcbernachten mit Dinner und Fr\u00fchst\u00fcck in abgez\u00e4hlten zwanzig Sch\u00e4lchen, Keramikt\u00f6pfchen, Tellerchen, war das Besondere dieses einmaligen Aufenthalts.<\/p>\n<div id=\"attachment_47\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-47\" class=\"wp-image-47 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9984-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9984-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9984-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9984-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9984-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9984-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_9984-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-47\" class=\"wp-caption-text\">Nikko<\/p><\/div>\n<p>Unterdessen ruhen wir uns aus im Royal Park Hotel im Uferviertel von Yokohama, einer Viermillionenstadt an der pazifischen K\u00fcste. Meine \u2018Girls\u2019 meisterten die Umstiege im verkehrstechnischen Maloch Tokio mit Bravour. Wir n\u00e4chtigen zweimal im 57. Stockwerk dieses Baus mit Vorzeige-Charakter. Abends bewundern wir die Skyline Yokohamas auf einer halbst\u00fcndigen Bootfahrt durch die Bucht dieser lichterfrohen Grossstadt.<\/p>\n<div id=\"attachment_45\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-45\" class=\"wp-image-45 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0002-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0002-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0002-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0002-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0002-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0002-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0002-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-45\" class=\"wp-caption-text\">Yokohama vom Schiff<\/p><\/div>\n<p>28.7.2023. Yokohama. Heute begeben wir uns ins Fegefeuer auf unserer Promenade in K\u00fcstenn\u00e4he. Es ist 33 Grad heiss, aber der Wind ist unser Gef\u00e4hrte. Wir hoffen, bis Chinatown durchzuhalten. Das gelingt, auch dank Lokalen, die in g\u00fcnstiger Distanz voneinander K\u00fchlung anbieten. Das Gedr\u00e4nge im farbenfrohen China-Viertel lenkt etwas ab von der Hitze; trotzdem weichen wir ihr aus in ein klimatisiertes Lokal im Obergeschoss, wo wir das Mittagessen einnehmen. Es bietet wie die allermeisten Hotels und auch die JR freies WiFi an, wodurch wir Sachiko und Machiko \u00fcber unsern Standort informieren k\u00f6nnen. Dennoch treffen wir sie eher zuf\u00e4llig am andern Ende der China-Strasse. Noch ein paarmal retten wir uns vor der Hitze in einen Laden, ehe wir mit einem Taxi ins Hotel zur\u00fcckfahren. Die drei Stunden bis sechs Uhr abends verbringen wir im Hotelzimmer, bis wir von Mr. Kenichi zum Nachtessen abgeholt werden. Er arbeitet im Business Trakt des Landmark Tower, wo unser Royal Park Hotel ab Stockwerk 50 eingenistet ist. Wir kennen Kenichi seit er in Luzern die Hotelfachschule absolvierte. Danach diente er jahrelang als Chef de Restaurant auf dem Kreuzfahrtschiff Asuka, das wir zuf\u00e4llig in Hakodate angedockt erblickten. Heute ist er im Unternehmen in der Verwaltung t\u00e4tig, schielt aber nach wie vor auf die oft monatelangen Seereisen zur\u00fcck.<br \/>\nDie Einladung zu einem typisch japanischen Nachtessen f\u00e4ngt damit an, dass Kenichi den Eingang in das auserw\u00e4hlte Lokal nicht auf Anhieb findet. Seine Frau Yu hat sich bei der Wahl des Etablissements durchgesetzt, sonst h\u00e4tten wir im obersten Stock unseres Landmark Towers getafelt. Es wird ein Zehng\u00e4nger, auf Basis von Meeresfr\u00fcchten. Der Tintenfisch als Auftakt schaut seine Gegen\u00fcber (uns) mit Todesangst und um Schonung bettelnd an, w\u00e4hrend er seine schleimigen Tentakel vorsichtig bewegt. Unsere Bedienung schenkt dem Tier keine Beachtung und f\u00e4hrt mit einer massiven Schere auf, um die Gliedmassen vom \u00fcbrigen K\u00f6rper abzutrennen und den K\u00f6rper des Fisches auf den Grill zu legen. Dann folgen Mal f\u00fcr Mal andere Meeresfr\u00fcchte bald frittiert, bald roh auf stets neuem Keramikgeschirr, mit den entsprechenden Zutaten. Kenichi und seine Frau Yu, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff kennenlernten, wo sie als Promoterin von Landtouren amtete, fr\u00f6nen wie ich dem Bier, Tochter Erika (13), Sachiko und Michiko ziehen nicht alkoholische Getr\u00e4nke vor. Sicher kein billiger Abend f\u00fcr unsere Gastgeber und gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig allemal.<\/p>\n<div id=\"attachment_46\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-46\" class=\"wp-image-46 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0043-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0043-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0043-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0043-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0043-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0043-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0043-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-46\" class=\"wp-caption-text\">Japanisches Dinner auf Einladung von Kenichi<\/p><\/div>\n<p>29.7.2023. Die Hitze bleibt uns erhalten, der Regen erspart. Damit k\u00f6nnen wir gut umgehen, denn heute sind wir die meiste Zeit in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Von Yokohama reisen wir nach Odawara. Dort deponieren wir unsere Reisekoffer im reservierten Business Hotel. Das Tagesziel: Der Ashi-See im Hakone-Gebiet. Hakone ist f\u00fcr viele Japaner \u2013 und augenf\u00e4llig auch Ausl\u00e4nder \u2013 Synonym f\u00fcr Sommerfrische. Es sind private Anbieter, die f\u00fcr den Transport der Ausfl\u00fcgler zum See verantwortlich zeichnen. Von Odawara (200&#8217;000 E.) f\u00e4hrt der Zug bis Hakone-Yumoto. Dort \u00fcbernimmt der Hakone-Tozan-Zug bis Gora, von wo eine Standseilbahn nach Sounzan f\u00fchrt. In Sounzan bringt Schweizer Technologie die Besucher mit einer Gondelbahn \u00fcber mehrere Sektionen und ein Vulkanfeld mit fauchenden Fumarolen auf die Krete des Hakone-Bergs und weiter auf der andern Bergflanke hinab nach Togendai am Lake Ashi. Unterwegs taucht am Horizont wie eine Sphinx die Silhouette des Fuji auf. Michiko g\u00f6nnen wir diesen pers\u00f6nlichen H\u00f6hepunkt, hat sie doch diesen magischen Vulkanriesen von 3776 m H\u00f6he noch nicht mit eigenen Augen gesehen. Der Ashi-See wird von zwei Booten bewirtschaftet, die durch Farbe und Aussehen beliebte Fotosujets sind. Man kann auf ihnen ans andere Ende des Sees fahren und von dort \u00fcber eine andere Strecke nach Odawara zur\u00fcck gelangen. Dazu fehlten im Vorfeld die Detailkenntnisse. Den R\u00fcckweg \u00fcber die gleiche Strecke kann auch Michiko geniessen.<\/p>\n<div id=\"attachment_49\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-49\" class=\"wp-image-49 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0086-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0086-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0086-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0086-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0086-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0086-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0086-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-49\" class=\"wp-caption-text\">Schiff im Ashi-See mit Fuji (ab Wandposter)<\/p><\/div>\n<p>30.7.2023. Sonntag. Ein neuer Tag unter strahlend blauem Himmel und 29 Grad um sieben Uhr fr\u00fch. Viele Umstiege sind auch heute vorgesehen nach Kawaguchiko. Weil reisen nicht immer nur Honiglecken ist, hier etwas Details. Von Odawara bis Otsuki (Grosser Mond) k\u00f6nnen wir vom Komfort des Shinkansen profitieren. Die weit l\u00e4ngere Wegstrecke verbringen wir in einem Bummler, mit einem gen\u00fcgenden Platzangebot f\u00fcr einen Sonntagmorgen. In Hachioji d\u00fcrfen wir wieder reservierte Pl\u00e4tze unter JR-Regie einnehmen. Der Zug f\u00e4hrt bis an unser Tagesziel Kawaguchiko, aber nur bis Otsuki unter JR-Verwaltung. Deshalb werden wir unterwegs aufgefordert, uns in einen der drei vordersten Wagen zu begeben, wo wir vielen andern Reisenden auf den F\u00fcssen herumtrampeln. Mehr als eine Stunde ohne Aussensicht, quasi als T\u00fcrsteher vor dem WC, w\u00e4hrend hinten Pl\u00e4tze frei w\u00e4ren. In Kawaguchiko dann das allgemeine Durcheinander vieler Ausl\u00e4nder, die f\u00fcr den privaten Streckenteil nachzahlen m\u00fcssen und gleichzeitig mit den Angeboten des Platzes konfrontiert werden. So gibt es f\u00fcnf Seen vor der magischen Kulisse des Fuji. Die werden von Bussen bedient; dazu gibt es drei Linien, eine blaue, eine gr\u00fcne und eine rote. Man kann innerhalb von zwei G\u00fcltigkeitstagen alle Linien ben\u00fctzen und die Fahrt beliebig oft unterbrechen. Wir beginnen mit der l\u00e4ngsten Busfahrt und finden kaum Sehensw\u00fcrdigkeiten. Am Wendepunkt des Rundkurses halten wir Mittagsrast und vervollst\u00e4ndigen den Rundgang anschliessend. Dort lassen wir uns vom Hotelbus abholen und erblicken den Fuji aus dem Hotelzimmer \u2018oben ohne\u2019.<\/p>\n<p>31.7.2023. Kawaguchiko. Ein melonenfarbiger Himmel w\u00f6lbt sich um 04:40 Uhr \u00fcber den nackten Fuji. Um sechs Uhr fr\u00fch umwandern wir den Kawaguchi-See, der durch eine grosse Br\u00fccke zweigeteilt ist; der kleinere Teil erinnert an den St. Moritzsee mit seinen drei Kilometern Umfang. Die \u00fcbrigen lieblich in die Landschaft gepflanzten Bijous am Fusse des Fuji umrunden wir in Linienbussen. Bereits um die Mittagsstunde ist unser Soll erf\u00fcllt. Wir besorgen uns Lunch-Pakete von einem Conbini (Convenience Laden des t\u00e4glichen Bedarfs) und verbringen den Nachmittag im Hotel beim \u00abWell\u2019n\u2019Essen\u00bb. Der Fuji macht sich rar, weshalb wir einen Ausflug mit der Seilbahn auf die H\u00f6he abblasen. Zum Zeitvertreib drehe ich einen Werbespot f\u00fcr die Frankfurter-Wurst vom Conbini. Unter Aufbietung all meiner Japanisch-Kenntnisse begr\u00fcsse ich die potentiellen Viewer, zeige auf den Fuji, der wieder aus den Wolken hervorlugt: \u00abDieser Berg heisst Fuji \u2026 und diese Wurst heisst Frankfurter.\u00bb Dann schwenke ich auf eine dieser typisch japanischen Erfindungen, ein flaches Plastik-Ding, das beim Ausdr\u00fccken gleichzeitig Senf und Mayonnaise freigibt, und streiche den Inhalt auf das Wurstende. Dann beisse ich sie unter \u2018hmm-Lauten\u2019 an und wiederhole die Prozedur nochmals ausf\u00fchrlich und r\u00fchme \u2018oishii\u2019! (lecker). Dann zeige ich wieder auf den Fuji und schlussfolgere: \u00abDer Fuji ist weit ber\u00fchmter als diese Wurst, daf\u00fcr schmeckt mir diese besser. Bon app\u00e9tit!\u00bb Der Spot geht sofort viral und hat in kurzer Zeit \u00fcber zweihundert Klicks auf TikTok.<br \/>\nNachzutragen w\u00e4re, dass Sachiko fast t\u00e4glich kleine Videoclips auf TikTok l\u00e4dt und sich am\u00fcsiert, die Klickzahlen zu verfolgen. Nun bin ich also auch ein \u00abInfulenzer\u00bb.<\/p>\n<div id=\"attachment_50\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-50\" class=\"wp-image-50 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0140-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0140-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0140-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0140-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0140-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0140-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0140-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-50\" class=\"wp-caption-text\">Fuji 3776 m um 04:40 Uhr<\/p><\/div>\n<p>1.8.2023. Sonnenaufgang in Kawaguchiko um 04.52 Uhr. In der Nacht zickzackten wortlose Blitze durch die pechschwarze Nacht. Unser Mastermind-Team Michiko und Machiko besprechen sich schon eine Weile, wie wir am besten nach Nagoya gelangen. Die Krux, es gibt keine Taxis am fr\u00fchen Morgen und der Hotelbus f\u00e4hrt erst ab acht Uhr zum Bahnhof. Letzterer nimmt uns dann sogar um Viertelvoracht auf, was uns am Bahnhof die zus\u00e4tzliche Option l\u00e4sst, mit einem Linienbus mit Dutzenden von Haltestellen einen Shinkansen-Bahnhof anzusteuern. Die Temperatur vorerst angenehme 20-22 Grad, Nagoya meldet 34 Grad.<br \/>\nIm Shinkansen reicht uns eine Hostess ein Feuchtt\u00fcchlein und sammelt nach einer Weile den Abfall wieder ein. Vom Zugfenster aus betrachtet, finde ich auf den vorbeiflitzenden H\u00e4usern kaum ein Dach auf einhundert mit Sonnenkollektoren. Gem\u00e4ss ChatGPT nutzen die Shinkansenz\u00fcge die Bremsenergie, um einen kleinen Teil des Strombedarfs zu decken.<br \/>\nIn Nagoya kommt es zum Auslandschweizer-Treffen mit meiner Familie. Benjamin reist an von Yokkaichi, wo Yumie Aline und Leon seit Mai f\u00fcr ein paar Monate eingeschult hat. Sie werden ab Ende Sommerferien wieder auf ihre Schweizer Schul-Gsp\u00e4nli treffen. Simon und seine Familie haben sich f\u00fcr den 1. August ebenfalls f\u00fcr den gemeinsamen Besuch des Toyota Commemorative Museum of Industry and Technologie eingefunden.<br \/>\nToyota steht heute f\u00fcr Automobile. Der Begr\u00fcnder, Mr. Toyoda, fing aber mit Textilmaschinen an. Das Museum ist reich best\u00fcckt mit Exponaten aus den Anf\u00e4ngen der Textilindustrie. Auch die Geschichte der Automarke wird eingehend beschrieben und gezeigt, sodass bald die Zeit rar wird, um eine Sonderausstellung f\u00fcr die Kinder zu besuchen. Michiko erf\u00fcllt Trink- und Essensw\u00fcnsche, bevor alle wieder ihr eigenes Programm fahren.<\/p>\n<p>2.8.2023. Nagoya. Das Erste, was in Japan aufgeht, ist die Sonne. Heute um f\u00fcnf Uhr. Dann muss man bis halb acht und l\u00e4nger warten, um f\u00fcr sein Fr\u00fchst\u00fcck eine Auswahl an Caf\u00e9s zu haben. So bleiben die abends Dutzendweise um Kunden werbenden Essecken in Nagoyas Untergrundpassage beim Bahnhof geschlossen und wir entdecken gerade mal ein Caf\u00e9 ge\u00f6ffnet um halb acht. Die Hochh\u00e4user ringsherum ersticken jede Motivation, die Grossstadt zu Fuss zu entdecken, auch weil die Temperatur um acht Uhr bei 28 Grad liegt. Eine City-Tour ziehen wir uns hinein, sind dadurch sicher, nichts Wesentliches verpasst zu haben. Nach dem Mittagessen im 9. Stockwerk, Suppe, Kaffee, Softdrinks im Men\u00fc inbegriffen und im Selfservice erneuerbar, ben\u00fctzen wir die Rolltreppen in die unteren Etagen. Bei UNIQLO finde ich eine Wanderhose, die mich \u00fcberzeugt. Die Umkleidekabine wird nach jedem Kunden gereinigt und der Kaufvorgang schliesslich vollautomatisch vom Kunden vollzogen. Noch immer weiss ich nicht, wie der Cash-Terminal den Preis meiner Hose herausgefunden hat. Man k\u00e4mpft sich durch eine Reihe von Touch-Screens (ist man bereits Kunde, m\u00f6chte man eine Einkaufstasche haben, etc.) und schliesslich zieht die Maschine die 5000er Note hinein und retourniert mit dem Kaufbeleg das genaue R\u00fcckgeld. Kein Anstehen, Automaten stehen gen\u00fcgend herum. Dieses Vorgehen wird auch in gewissen Hotels \u00e4hnlich gepflegt, sicher eine Nachwirkung auf Corona-Zeiten, wo Bargeld als \u00dcbertr\u00e4ger stigmatisiert war.<\/p>\n<p>In Kioto, unserer n\u00e4chsten Stadt, entgehen wir dem Hitzeschwall und fahren im Taxi in unser SUPERHOTEL (so sein Name). Das Zimmer ist klein, aber alles N\u00f6tige vorhanden. Wie mancherorts \u00fcblich, kramt man sich am Empfang einen Bademantel, industriell verpackte Zahnb\u00fcrsten zum Einmalgebrauch, jede Menge Cremes und Lotionen f\u00fcr die Damen. Ab 18 Uhr ist Happy Hour mit gratis Softgetr\u00e4nken, aber auch Pflaumenlik\u00f6r und Sake, so lange es hat. Am Morgen wird ein Fr\u00fchst\u00fccksb\u00fcffet angeboten und all das f\u00fcr unglaubliche dreissig Franken pro Gast und Nacht.<br \/>\nKurz vor Sonnenuntergang sind wir am Bahnhof zur\u00fcck und erreichen \u00fcber zahlreiche Rolltreppen den Skywalk, ein begehbarer Korridor \u00fcber den riesigen Stahlstreben des gemeinsamen Bahnhofs f\u00fcr Shinkansen und JR-Lokalz\u00fcgen. Der Walk f\u00fchrt an Dutzenden Essm\u00f6glichkeiten vorbei. Mit der Sicht auf Kioto konkurriert der Skywalk mit dem Kyoto-Tower daneben, der allerdings kostenpflichtig ist. Simon meldet sich mit seiner Familie Minuten nach unserem Durchgang von einem der Essecken am Skywalk, aber am Gewimmel von Menschen und den Wartest\u00fchlen vor den Lokalen lohnt sich eine Suche nicht.<\/p>\n<p>3.8.2023. Kioto ist die erste Adresse f\u00fcr ausl\u00e4ndische (und einheimische) Touristen, die sich f\u00fcr geschichtliche Bauwerke Japans interessieren. Weil wir schon wiederholt hier gewesen sind, m\u00f6chte ich, auch der Hitze geschuldet, nicht wieder dieselben \u00abMuss\u00bb ansteuern. Simon weilt kurz vor dem R\u00fcckflug in die Heimat ebenfalls zwei Tage in Kioto. Um einen gemeinsamen Tag zu verbringen, treffen wir uns im Toei Kyoto Studio Park in Uzumasa. Um bei manchen Attraktionen aktiv mitzumachen, braucht es f\u00fcr gewisse Jahrg\u00e4nge Mut bis \u00dcbermut. Es ist aber am Ende die Hitze, die uns anz\u00e4hlt und Mitte Nachmittag ins Hotel zur\u00fccktreibt. Bestimmt geht es Hunderten von Touristen ganz gleich auf ihrer Tempel-Jagd heute. Gemeinhin f\u00fchle ich mich in der Gegenwart von Japanern tr\u00e4ge, unbeweglich, unf\u00e4hig die filigranen Bewegungen zu kopieren. Das war schon fr\u00fcher so, k\u00f6nnte mit zehn Kilogramm weniger K\u00f6rpergewicht allenfalls etwas kaschiert werden. Wenn jemand im Zugsabteil seinen Sitz Michiko anbietet, so freut mich das f\u00fcr sie, auch weil man mich daneben noch f\u00fcr r\u00fcstig h\u00e4lt, stehenzubleiben. Aber das eigene Alter nagt halt jedes Jahr mehr an der physischen Standfestigkeit, der Leichtigkeit, sich zu erheben. Unser unbeholfenes Anderssein f\u00e4llt auf, wird aber von den Japanern ignoriert.<\/p>\n<p>Kioto ist eine kosmopolitische Grossstadt. Das zeigt sich im Ausgang. Der Mix an jungen Leuten, die sich abends in den einschl\u00e4gigen Quartieren und Lokalen finden, ist eindr\u00fccklich. Vergessen sind die Tempel, Schreine, Pagoden, Pal\u00e4ste, Torii. Im Neonlicht weicht jeder Gedanke an die Hitzeschlacht des Tages. Man fragt sich, ob wirklich die jahrhundertealten, teils \u00fcberdimensionalen Tempelanlagen das Motiv ihrer Reise nach Kioto sind. Erstaunlich, wie viele Langnasen sich abends im Ausgang tummeln. Dabei fallen die Chinesen nicht einmal als Ausl\u00e4nder auf. Das Wort \u2018Overtourismus\u2019 wird nahbar.<\/p>\n<p>4.8.2023. Kioto \u2013 Kanazawa. Zweistundenfahrt im Limited Express. Die zehn Fussminuten vom SUPERHOTEL zum Bahnhof Kioto reichen der Morgensonne, um mein Hemd waschreif zu n\u00e4ssen. Und Kanazawa zeigt schon jetzt 4 Grade mehr an. Freuen wir uns deshalb auf die Zeit vor der Ankunft, der Fahrt quer durch Honshu an das Japanische Meer. Ausgedehnte Reisfelder dominieren die Ebene. Wo sich bewaldete H\u00fcgel einschleichen, stehen dem Grundnahrungsmittel auf dem Talboden bescheidenere Parzellen zur Verf\u00fcgung. H\u00f6her als zweist\u00f6ckige H\u00e4user findet man kaum, es seien denn Hotels oder stillose Industriebauten. Kunstvoll verspielte D\u00e4cher der vermuteten Oberklasse fallen auf, dominieren aber ebenso wenig, wie mit Sonnenkollektoren best\u00fcckte D\u00e4cher. Anlagen mit Solarpanels in Bodenn\u00e4he der Fl\u00e4che eines Fussfallfeldes blitzen hie und da auf. Der Biwa, gr\u00f6sster See Japans, begleitet unsere Fahrt w\u00e4hrend der ersten Stunde. Das Gesamtbild \u00e4ndert nicht wesentlich nach Fukui (260&#8217;000 E.), der einzigen Grossstadt auf der heutigen Fahrt.<br \/>\nKanazawa z\u00e4hlt eine halbe Million Einwohner. Entsprechend wimmelt es von Menschen am Bahnhof. Auffallend viele Westler auch hier. Unser Hotel, das Route Inn, ist bald gefunden und die Koffer hinterlegt, da erst ab 15 Uhr eingecheckt werden kann. \u00c4hnlich wie in Kawaguchiko gibt es Linienbusse welche Rundkurse befahren; f\u00fcr 800 Yen gibt es Tageskarten zur unbeschr\u00e4nkten Nutzung innerhalb eines Tages. Wir drehen eine Runde, kaum gewillt vom angenehm klimatisierten Wagen in die Gluthitze zu wechseln. Dann visieren wir doch das Marktquartier an, es ist Mittagszeit. Beim 2. Versuch mit dem Bus torkeln wir beim Kenroku-Garten aus dem Fahrzeug und schleppen uns auf den H\u00fcgel, wo man uns den Eintritt erl\u00e4sst, da wir uns \u00fcber das Pensionsalter ausweisen k\u00f6nnen. Hier begegnen wir einem der ausgewiesen sch\u00f6nsten drei G\u00e4rten Japans. Dieses Pr\u00e4dikat ist absolut berechtigt. Das Schloss daneben erreichen wir \u00fcber eine Br\u00fccke, ein Rundgang im riesigen Schlosspark weigert sich Sachiko mitzumachen, er w\u00e4re zur Hauptsache an der prallen Sonne.<\/p>\n<div id=\"attachment_51\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-51\" class=\"wp-image-51 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0305-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0305-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0305-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0305-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0305-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0305-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0305-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-51\" class=\"wp-caption-text\">Kanazawa &#8211; Kenroku-Garten<\/p><\/div>\n<p>5.8.2023. Eihei-ji. Wir haben zwei N\u00e4chte in Kanazawa gebucht, aber es macht keinen Sinn, weiter hier zu schmelzen. Da bietet sich Eihei-ji geradezu an. 70 Bauwerke sollen zum Komplex des Zen-Buddhismus geh\u00f6ren. Die Anlage lebt vom Tourismus. Wir m\u00fcssen zur\u00fcck nach Fukui und von dort Eihei-ji erreichen. Ich habe vor vielen Jahren dort einmal einen Tag und eine Nacht das Klosterleben ausprobiert. Die drei Akasaka-Schwestern kennen den Ort vom H\u00f6rensagen ihrer Vorfahren. Zeit also, dem Rom des Zen-Buddhismus nachzugehen. Bei der Ankunft mit Bus einer Privatlinie fehlen die \u00fcblichen Souvenirl\u00e4den nicht. Der spirituelle Klosterkomplex muss ein Weilchen bergauf erwandert werden. Dort trifft der neugierige Tourist auf die Gelassenheit der M\u00f6nche, die den Rhythmus vorgeben. Die langen G\u00e4nge, Korridore, Treppen kann man barfuss, bzw. mit bereitliegenden Finken begehen und die Sakralr\u00e4ume besichtigen. Man \u00fcberwindet dabei beachtliche Distanzen und H\u00f6hendifferenzen. Zu bestimmten Tageszeiten versammeln sich die M\u00f6nche in einsehbaren R\u00e4umen und begleiten ihre Gebete mit dem monotonen Klang aus Schl\u00e4gen gegen eine dickwandige Glocke oder einen anderen Klangk\u00f6rper. Die angereisten Touristen werden beim Begaffen der Zeremonie nicht behelligt. Etliche bezeugen ihre Referenz mit Verbeugungen unter Klappen der ge\u00f6ffneten Handfl\u00e4chen. Man riskiert, sich zu verlaufen, denn jedermann ist \u00fcberlassen, in welche Richtung ihn die Neugierde treibt. Die Bauten sind aus Holz, die B\u00f6den blitzblank vom t\u00e4glichen Bohnern durch die M\u00f6nch-Novizen. Ein aufkl\u00e4rendes Video zeigt diese angehenden M\u00f6nche beim Sprinten durch die G\u00e4nge, beim gleichzeitigen Ber\u00fchren des Bodens mit Wischlappen in einer oder beiden H\u00e4nden. Riesige F\u00f6hren leben in harmonischer Symbiose zwischen den verwinkelten Geb\u00e4uden im Hanggebiet. Ich entsinne mich, wie ich die Anlage nie verlassen habe, von meiner Einzelzelle durch endlose G\u00e4nge zu den Gebetsr\u00e4umen geschlichen bin. Die Mahlzeiten wurden mir ins Zimmer gebracht, welches aussen meinen Namen in japanischen Schriftzeichen trug. Meinen drei Begleiterinnen hat der Besuch grosses Interesse geweckt und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.<\/p>\n<div id=\"attachment_52\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-52\" class=\"wp-image-52 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0339-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0339-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0339-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0339-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0339-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0339-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0339-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-52\" class=\"wp-caption-text\">Eihei-ji (Teilansicht)<\/p><\/div>\n<p>Nach einem leichten Lunch in der N\u00e4he des Busterminals \u00e4ndern die Damen den Plan und beschliessen, anstelle nach Kanazawa zur\u00fcckzukehren, einen mond\u00e4nen K\u00fcstenort am Japanischen Meer zu besuchen. Der entsprechende Linienbus f\u00e4hrt stundenlang mit uns Vieren und gelegentlich einem weiteren Gast aus der l\u00e4ndlichen Region, um endlich Tojinbo zu erreichen. Selbst etwas K\u00fcstenwind kann die sengende Sonne kaum beschwichtigen. Die Steilk\u00fcste ist durch ausgewaschene Skulpturen gepr\u00e4gt, Sandb\u00e4nke nirgends auszumachen. Daf\u00fcr steigen die Besucher auf gesichertem Pfad ans Meer und werden dort von Ausflugsbooten erwartet.<\/p>\n<div id=\"attachment_87\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87\" class=\"size-full wp-image-87\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0349-002-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0349-002-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0349-002-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0349-002-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0349-002-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0349-002-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0349-002-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-87\" class=\"wp-caption-text\">Tojinbo &#8211; Michiko, Sachiko, Machiko<\/p><\/div>\n<p>Zur\u00fcck in Kanazawa finden wir ein geeignetes Restaurant f\u00fcr unser Abschiedsessen, denn nach der morgigen Fahrt im Shinkansen nach Tokio verlassen Sachiko und Machiko unseren gemeinsamen Routenplan und fliegen in Richtung ihrer Wahlheimat USA.<\/p>\n<div id=\"attachment_54\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-54\" class=\"wp-image-54 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0367-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0367-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0367-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0367-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0367-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0367-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0367-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-54\" class=\"wp-caption-text\">Abschiedsessen in Kanazawa<\/p><\/div>\n<p>6.8.2023. Sonntag. Der Fr\u00fchst\u00fcckstisch ist ein B\u00fcffet mit Selbstbedienung, das kaum W\u00fcnsche offenl\u00e4sst. Am Eingang desinfiziert man die H\u00e4nde. Dann fasst m\u00e4nniglich feine Plastikhandschuhe, man k\u00f6nnte ja beim Sch\u00f6pfen mit L\u00f6ffeln, Kellen, Salat-Klemmen, beim Hantieren mit Krug-Henkeln, Ber\u00fchren des Sojasosse-Gef\u00e4sses einen Virus einfangen oder hinterlassen. Manche G\u00e4ste erscheinen mit Gesichtsmasken, obwohl dies ausser in Gesundheitseinrichtungen nirgends mehr vorgeschrieben ist. Selbst Sachiko und Machiko tragen je nach \u00d6rtlichkeit Masken. Ich frage nie weshalb, es k\u00f6nnte die pers\u00f6nliche Intimit\u00e4t tangieren. An einer einzigen Hotel-Reception habe ich einen Angestellten ohne diese Verschleierung gesehen, es war ein Ausl\u00e4nder.<\/p>\n<p>In Tokio visieren wir sogleich unser Hotelzimmer an, es liegt nicht im Zentrum, wobei dieses schwierig zu umschreiben w\u00e4re. Aber es liegt in der N\u00e4he eines Bahnhofs, somit leicht erreichbar. Einziges Ziel heute: Der Skytree, den wir bei unserem letzten Besuch wegen des hohen Besucherandrangs nicht besteigen konnten. Vom unterirdischen Bahnhof Oshiage steigt man \u00fcber Rolltreppen immer h\u00f6her. Es wimmelt von Menschen, Souvenirl\u00e4den, doch ein Schalter f\u00fcr Karten f\u00fcr den Skytree, Fehlanzeige. Irgendwann befinden wir uns an der richtigen Schlange, m\u00fcssen mit 60 Minuten Anstehen rechnen. Mit den Fahrkarten begeben wir uns dann an den Haupteingang um dort zu erfahren, welches Zeitfenster wann Zugang zu den Aufz\u00fcgen erh\u00e4lt. Auch dort gilt es wieder, eine Schlange abzuarbeiten, ebenso auf der Zwischenstation auf 350 m, da wir noch hundert Meter h\u00f6her steigen wollen. Endlich ganz oben, beginnt es zu regnen, was die Sicht auf Tokio beeintr\u00e4chtigt. Daf\u00fcr zaubert die Sonne einen Regenbogen \u00fcber das H\u00e4usermeer. Die Sicht \u00e4ndert min\u00fctlich, was ich mit einer Zeitraffer-Aufnahme festhalte. Bevor wir wieder absteigen, vertilgen wir eine kleine Mahlzeit.<\/p>\n<div id=\"attachment_56\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-56\" class=\"wp-image-56 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0402-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0402-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0402-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0402-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0402-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0402-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0402-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-56\" class=\"wp-caption-text\">Tokio mit Regenbogen vom Skytree (aus 450 m \u00fcber der Stadt)<\/p><\/div>\n<p>WCs sind in Japan ein Allgemeingut wie Wasser. Sie sind zahlreich, blitzsauber, \u00fcberall gratis benutzbar und auf hohem technologischem Stand. Wo noch bei meinem ersten Besuch in Japan vor \u00fcber 40 Jahren Plumpsklos ohne Sitzgelegenheit \u00fcblich waren, wo zu den ersten westlichen Modellen eine Anleitung geh\u00f6rte, welcher K\u00f6rperteil auf der Brille hinten, welcher vorn zu sein hatte, sieht man heute \u00fcberhaupt nur noch Dusch-WCs in der \u00d6ffentlichkeit. Dabei ist die Bedienungsanleitung meist nur auf Japanisch und man tut gut, sich die wichtigsten Piktogramme zu merken. Das geh\u00f6rt zum Sauberkeitswahn des Inselstaates. Weshalb will man bei uns auch noch ein Gesch\u00e4ft mit dem Gesch\u00e4ft machen?<\/p>\n<p>7.8.2023. Osaka heisst ab Tokio 2 Stunden 47 Minuten im Shinkansen. Erstmals wird etwas wie ein Fr\u00fchst\u00fcck im Zug angeboten. Anhand der fr\u00fchen Uhrzeit sinnvoll. Wir entscheiden, im Bahnhof Shin-Osaka die Koffer zu deponieren, um ohne Gep\u00e4ck Osaka-Luft zu schnappen. Von dort erreichen wir in wenigen Minuten den Bahnhof Osaka. Dort herrscht dasselbe Gedr\u00e4nge, wie in allen gr\u00f6sseren St\u00e4dten. Ein patenter Anschauungsunterricht f\u00fcr jede \u00dcberfremdungsinitiative der SVP, obwohl hier die allermeisten als Einheimische auf Achse sind. Einen Sightseeing-Bus zu besteigen, scheint vern\u00fcnftig, da wir keine bestimmten Ziele verfolgen.<br \/>\nEine etwas schr\u00e4ge Geschichte betrifft das Abholen unsers Gep\u00e4cks, als wir Richtung Kansai-Airport aufbrechen wollen. Wir finden die Stelle nicht mehr, wo wir es eingestellt haben. Zum Gl\u00fcck machte ich ein Foto vom entsprechenden Ausgang. Nachdem wir unsere jeweils kontr\u00e4ren Ansichten ohne Erfolg ausgetragen haben, zeigen wir die Aufnahme vom Ort zwei Uniformierten an einer Schranke. Ob diese von hier sei, fragte der eine zur\u00fcck. Zusammen glaubten sie schliesslich, das Bild stamme wohl von Shin-Osaka; wir hatten auf dem falschen Bahnhof gesucht!<br \/>\nDie letzte Fahrt mit unserem Japan Rail Pass f\u00fchrt uns zum Kansai-Airport, eine Stunde von Shin-Osaka. Aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden hat Michiko das Hotel nicht auf diesem von Menschenhand dem Meer entrissenen Gel\u00e4nde gebucht, sondern bei der letzten Haltestelle vor dem Endbahnhof. Das gew\u00e4hlte Hotel f\u00e4llt sogleich durch seinen Namen auf: Henn na Hotel. Henn=komisch. Beim Einchecken finden wir heraus, was es dabei auf sich hat. Wir werden von Dinosauriern durch Wippen und Z\u00e4hnefletschen begr\u00fcsst. Es gibt keine Interaktion mit Menschen. Der ganze Check-in-Ablauf wird im Dialog mit Computern erledigt. Der Ofuro in diesem Hotel stellt alle bisherigen \u00f6ffentlichen Badeeinrichtungen in den Schatten. Das Prinzip bleibt dasselbe, man tritt nackt in einen Vorraum mit Schemeln zu jeder Brause, seift sich gr\u00fcndlich ein von Scheitel bis Zehen, braucht dabei zur Gen\u00fcge vorhandene Shampoo, Conditioner, und K\u00f6rpergelee. Dann duscht man alle Seifen ab und steigt ins heisse Becken daneben. Zuweilen sind Zusatzleistungen wie Sauna und Dampfbad vorhanden. Hier warten Dutzende von Brausen auf G\u00e4ste. Vom Bassin erhascht man einen WOW-Blick auf das Meer und den Tatzelwurm der geschwungenen Br\u00fccke nach dem Osaka-Kansai Flughafen.<\/p>\n<p>8.8.2023. Kansai Airport. Heute ist Wasch- und Ruhetag. Morgen ist der Flugtag unserer ehemaligen Sapporo-Gruppe. Sachiko und Machiko fliegen nach San Francisco und Seattle zur\u00fcck; Benjamin mit seiner Familie \u00fcber Hongkong nach Z\u00fcrich; Michiko und ich machen einen mehrt\u00e4gigen Abstecher nach Taiwan. Wir haben uns einer japanischen Gruppe Touristen angeschlossen und bereisen mehrere Inselteile mit einem all-inclusive Arrangement. Es gilt, uns von der Japanreise zu erholen.<\/p>\n<p>9.8.2023. Flug nach Taipeh. Auch am relativ kleinen Flughafen Kansai mit bloss zwei Terminals brauchen wir etwa zwei Stunden f\u00fcr den Slalomlauf zu allen Schaltern und Kontrollposten. Seit dem Verlassen des Hotels z\u00e4hlt das Handy 6700 Schritte. Einige davon gehen auf das Konto der Suche eines offenen Restaurants, da wir fr\u00fch anreisen.<br \/>\nTaiwan empf\u00e4ngt uns mit der erwarteten Sommerhitze. Schon beim Landeanflug zeigt der Bildschirm die internationalen Flugverbindungen der Insel ab Taipeh. Es sind wenige, die letzte fliegt kurz vor Mitternacht nach Wien. Drei weitere Fl\u00fcge sind nach China geplant, je einer nach Hongkong und Bangkok. Das ist politisch so gewollt, denn Festlandchina erhebt Anspruch auf Taiwan. Entsprechend unterh\u00e4lt Taiwan in Europa eine einzige Botschaft, n\u00e4mlich zum Vatikanstaat. Ich vermute, dass die Taiwanesen sich dankbar zeigen jedem ausl\u00e4ndischen Touristen gegen\u00fcber, der das Land besucht. Trotzdem werden allen Ausl\u00e4ndern die Fingerabdr\u00fccke der Zeigefinger gescannt und das Passbild mit dem seines Tr\u00e4gers elektronisch abgeglichen. Ein tempor\u00e4res Visum wird automatisch und unentgeltlich erteilt. Eine Kontrolle des Gep\u00e4cks findet kaum statt, doch schn\u00fcffelt ein Hund recht offensichtlich um meinen Rollkoffer.<\/p>\n<p>Wir werden von einer Vertreterin der organisierenden Firma in Empfang genommen und in ein Hotel gebracht. Die Fahrt nach Taipeh erscheint schrecklich lang, aber das Programm des ersten Tages verlangt, dass wir gleich nach Ankunft im Hotel aufbrechen m\u00fcssen nach Jiufen, ein kleines Bergdorf, das zur Zeit der japanischen Okkupation als Goldgr\u00e4berort galt, heute eher bekannt ist als Originaldrehort des ber\u00fchmten taiwanesischen Films \u00abEine Stadt der Traurigkeit\u00bb von 1989. Der steil ansteigende Weg durch verwinkelte Gassen ist \u00fcber ein paar hundert Steinstufen zu schaffen. Geschafft sind wir ob der Bruthitze, doch die malerischen Teeh\u00e4user und Imbissst\u00e4nde, mit roten Lampions \u00fcber den Pl\u00e4tzen verzaubern uns, umso mehr als der Sonnenuntergang einen Fernblick auf die zerkl\u00fcftete K\u00fcste mit Inseln und Buchten erlaubt. Weiter soll das Programm eingehalten werden mit dem Besuch des Nachtmarktes von Taipeh, ein Muss gem\u00e4ss Reiseliteratur. Die Hauptattraktion liegt beim Essbaren; unser Guide schw\u00e4rmt auch von Massagen, die man nach einem anstrengenden Tag geniessen sollte und denkt dabei vielleicht an sich f\u00fcr die Vermittlung von Kunden. Durchgeschwitzt, wie ich bin, h\u00e4tte ich M\u00fche, mich hinzulegen und dann mit denselben Klamotten per Taxi ins Hotel zur\u00fcckzufinden.<\/p>\n<div id=\"attachment_75\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-75\" class=\"size-full wp-image-75\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0475-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0475-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0475-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0475-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0475-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0475-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0475-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-75\" class=\"wp-caption-text\">Jiufen, bekannt als Drehort von Filmen<\/p><\/div>\n<p>10.8.2023. Gestern haben wir zwei Highlights \u2018abgearbeitet\u2019, heute sind drei weitere von sieben an der Reihe. Wir sind eine relativ junge Gruppe; bis auf eine Dame, welche die achtzig \u00fcberschritten hat, sind Michiko und ich die \u00e4ltesten Mitglieder. Unser Guide ist Taiwanesin mit ausgezeichneten Japanisch-Kenntnissen. Ich dagegen falle als Alien auf, der nur gelegentlich etwas von Michiko mitbekommt. Eine Chinesin aus Beijing, die mit einem Japaner verheiratet ist und schon mehrmals in Taiwan war, diesmal mit ihrer Tochter, kann mir dank hervorragenden Englischkenntnissen ein paar Hintergrundinfos liefern. Lang ist die Busfahrt nach Taichung (&gt;1 Mio. E.), wo der Bus ein paar Minuten h\u00e4lt vor dem National Taichung Theater, das aber nur von aussen bestaunt werden darf.<\/p>\n<div id=\"attachment_81\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-81\" class=\"size-full wp-image-81\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5580-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5580-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5580-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5580-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5580-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5580-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5580-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-81\" class=\"wp-caption-text\">Fassade National Taichung Theater<\/p><\/div>\n<p>In dieser Stadt nehmen wir das Mittagessen ein, bevor wir zum Sonne-Mond-See auf 748 m \u00fcber Meer weiterfahren. Gewitterwolken drohen und leeren aus, just als wir das Fahrzeug verlassen. Es ist ein Sommerregen, der erste seit Reiseantritt vor etwa 14 Tagen. Er hilft die Temperatur zu drosseln, verhindert aber einen Spaziergang dem Ufer entlang. Eine m\u00e4chtige Tempelanlage bietet uns Schutz vor dem Nass. Bislang waren religi\u00f6se Bauwerke eher Randerscheinungen; die Tempel am Sonne-Mond-See geh\u00f6ren somit in jedes Album der Besucher.<\/p>\n<div id=\"attachment_86\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86\" class=\"size-full wp-image-86\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0526-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0526-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0526-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0526-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0526-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0526-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0526-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-86\" class=\"wp-caption-text\">Tempel beim Sonne-Mond-See (Detail)<\/p><\/div>\n<p>Unser Tagesziel ist die zweitgr\u00f6sste Stadt Taiwans, Kaohsiung (1,5 Mio. E.). Die Hauptattraktion liegt, vom Regen verschont, in der Metrostation Formosa, wo der Italiener Narcissus Quagliata eine Glasmosaik-Installation geschaffen hat, die in gewissen Zeitabst\u00e4nden bewegte Bilder auf den Boden projiziert.<\/p>\n<div id=\"attachment_83\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83\" class=\"size-full wp-image-83\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0548-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0548-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0548-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0548-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0548-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0548-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0548-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-83\" class=\"wp-caption-text\">Metrostation Formosa, Kaohsiung<\/p><\/div>\n<p>Doch kurz nachdem die Projektion startet, mahnt die Tour-Leiterin auf Aufbruch. Mit ihrem strengen Time Management hat sie den Tagesablauf im Griff, kann aber Staus auch nicht beeinflussen. Das Abendessen ruft, eine grossartige Abfolge von Gerichten, die Gaumenfreuden bereiten. Auch hier f\u00fchrt Jessica Regie, bestimmt die Tischordnung, r\u00e4t sogar schon im Bus, auf Bier zu verzichten, um das unerfahrene Team des Restaurants nicht zus\u00e4tzlich zu fordern. Trotz Regen schleppen wir uns anschliessend an die K\u00fcste, um n\u00e4chtliche Bilder einzufangen.<\/p>\n<p>11.8.2023. Kaohsiung, nach Taipeh zweitgr\u00f6sste Stadt mit dem wichtigsten Hafen. Es regnet in Str\u00f6men bei 27 Grad. Wir werden zum Sanfong-Tempel gefahren. Er soll 1672 erbaut worden sein und verschiedene Stilrichtungen und Glaubensbekenntnisse bedienen. F\u00fcr uns ist er einfach bunt und verspielt, um nicht barock zu sagen. Man darf ungeniert in den G\u00e4ngen herumst\u00f6bern. Manche Besucher bezeugen ihre Referenz dem Haupt-Buddha und anderen Figuren durch Verbeugungen.<\/p>\n<div id=\"attachment_89\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-89\" class=\"size-full wp-image-89\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0561-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0561-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0561-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0561-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0561-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0561-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0561-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-89\" class=\"wp-caption-text\">Sanfong-Tempel Kaohsiung (Detail)<\/p><\/div>\n<p>Als weiteres Fotosujet dient der Lotus-See etwas ausserhalb des Stadtzentrums. Hier s\u00e4umen Tempel, Pagoden und Pavillons das Seeufer. Der Anblick ist einfach nur sch\u00f6n, trotz Regen und Schw\u00fcle.<\/p>\n<div id=\"attachment_90\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-90\" class=\"size-full wp-image-90\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0587-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0587-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0587-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0587-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0587-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0587-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0587-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-90\" class=\"wp-caption-text\">Tempelanlage am Lotussee (Kaohsiung)<\/p><\/div>\n<p>Wir sitzen aber bereits wieder im Reisebus nach Tainan. In dieser viertgr\u00f6ssten Stadt (770&#8217;000 E.) ist schon das Mittagessen angesagt. Wir sind noch im Verdauungsprozess des \u00fcppigen Fr\u00fchst\u00fccks. Im Termin-Clinch kann nicht jede Mahlzeit gleich goutiert werden, noch dazu, weil zwei Gruppen gleichzeitig im Restaurant eintreffen.<br \/>\nRasant geht die Fahrt zwei Stunden weiter. Noch ein Tempel w\u00e4re jetzt wohl einer zu viel. Deshalb h\u00e4lt der Reisebus nicht des Tempels wegen, der bei einem Parkplatz steht. Wir begeben uns auf eine \u2018Kreuzfahrt\u2019 unter das Geflecht von Mangroven. Nicht immer ist der Wasserstand g\u00fcnstig, auch uns fordert das tiefh\u00e4ngende Ge\u00e4st manchen B\u00fcckling. Mit Schwimmwesten und konischen H\u00fcten ausger\u00fcstet, wird diese farbenfrohe Abwechslung gerne als gef\u00e4lliger Anlass verbucht.<\/p>\n<div id=\"attachment_91\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-91\" class=\"size-full wp-image-91\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5729-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5729-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5729-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5729-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5729-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5729-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_5729-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-91\" class=\"wp-caption-text\">&#8218;Kreuzfahrt&#8216; unter Mangroven<\/p><\/div>\n<p>Dann folgt die n\u00e4chste Stunde im Autobus; man fragt sich, sind wir nicht bald in Taipeh. Ein weiterer Stopp mitten im Nachmittag verhilft uns zu etwas Fussarbeit. Wir arbeiten uns durch eine Marktstrasse, die erst am Erwachen ist. Dem Tempel am Ende dieser Meile lassen wir nicht mehr die Aufmerksamkeit angedeihen, die dieser vielleicht verdient h\u00e4tte. Wir m\u00f6chten schnell nach Taichung gelangen, denn von dort fahren wir im Taiwanesischen Shinkansen Richtung Taipeh. Leider bereits beim Einnachten.<br \/>\nIn einer Stunde schafft es dieser Hochgeschwindigkeits-Zug bis an eine Station vor der Hauptstadt, wo uns ein Bus ins Grand Hotel f\u00e4hrt. Erbaut wurde dieser Prunkbau 1952 von Chiang Kai-shek, dem langj\u00e4hrigen Gegenspieler von Mao Tse-tung. F\u00fcr uns eine w\u00fcrdige Bleibe f\u00fcr die letzte Nacht, an deren Ausstrahlung wir uns gerne sonnen, auch wenn das Nachtessen im Reiseprogramm nicht inbegriffen ist und h\u00e4tte vorbestellt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<div id=\"attachment_93\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-93\" class=\"size-full wp-image-93\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0675-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0675-scaled.jpg 2560w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0675-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0675-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0675-768x576.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0675-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0675-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-93\" class=\"wp-caption-text\">GRAND HOTEL Taipeh, unsere letzte Nacht in Taiwan<\/p><\/div>\n<p>12.8.2023. Das Fr\u00fchst\u00fcck im Grand Hotel l\u00e4sst keine W\u00fcnsche offen. Man wird an einen Tisch gef\u00fchrt, bedient sich von gesch\u00e4tzten 12 B\u00fcffets. Hier geh\u00f6ren wieder einmal Gabel und Messer zur Tischgarnitur und zwar so w\u00e4hrschafte, dass mir ein Messer (unbeabsichtigt) entgleitet und auf dem Marmorboden entsprechenden L\u00e4rm verursacht. Niemand beobachtet das Malheur, aber zwanzig Sekunden sp\u00e4ter reicht man mir ein neues Messer.<br \/>\nDer Nieselregen von gestern hat sich mit der Morgensonne verm\u00e4hlt, so dass sich ein heisser, schw\u00fcler letzter Tag in Taiwan ank\u00fcndigt. Auf das Risiko hin, negativ aufzufallen, verlasse ich das Nobelhaus in Shorts. Im Privattaxi werden wir die 35 km zum Flughafen gefahren und von einer Mitarbeiterin des Veranstalters begleitet. Unterwegs h\u00e4lt sie bei einer Bank, damit wir den Geldwechsel vornehmen k\u00f6nnen. Wir ziehen die Nr. 25 in der Warteschlange, werden aber von der Begleitung an den wartenden Kunden vorbei direkt an den Schalter gef\u00fchrt und dort sogleich bedient. Dann kommt die Dame mit zum Flughafen und checkt unser Gep\u00e4ck ein. Den gew\u00fcnschten Fensterplatz gibt es nicht mehr, aber sie erreicht, dass wir beim Notausgang platziert werden, \u2018da wir Englisch verstehen\u2019. Erst jetzt verabschiedet sich die Dame und kehrt zur\u00fcck an ihren Arbeitsplatz. Da sie recht gut Spanisch spricht, kann ich von ihr noch erfahren, dass sie als Taiwanesin ohne Visum nach Europa und Festlandchina reisen darf, (letzteres aber meidet, \u00abweil die Chinesen Taiwan erobern wollen\u00bb). Vom Festland aus d\u00fcrfen nur Gesch\u00e4ftsleute einreisen. Ich erz\u00e4hle dies, um den Grad an Dienstleistungen zu dokumentieren, in unseren Breitengraden wohl undenkbar.<\/p>\n<div id=\"attachment_95\" style=\"width: 1930px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-95\" class=\"wp-image-95 size-full\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0704-scaled-e1694897367356.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0704-scaled-e1694897367356.jpg 1920w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0704-scaled-e1694897367356-225x300.jpg 225w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0704-scaled-e1694897367356-768x1024.jpg 768w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0704-scaled-e1694897367356-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/files\/2023\/09\/IMG_0704-scaled-e1694897367356-1536x2048.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-95\" class=\"wp-caption-text\">Br\u00fccke zwischen den Inseln Honshu und Shikoku (beim Anflug auf Kansai)<\/p><\/div>\n<p>Der zweist\u00fcndige Flug zur\u00fcck nach Kansai-Osaka bei sch\u00f6nem Wetter zeigt in der 2. H\u00e4lfte des Flugs den interessanten K\u00fcstenverlauf Japans. Zu meiner \u00dcberraschung bewegen sich die ankommenden Flugg\u00e4ste zum grossen Teil zu den Schaltern f\u00fcr Ausl\u00e4nder. Ich bringe es fertig, auf einen Schalterbeamten zu treffen, der Michiko bei der Gep\u00e4ckausgabe eine Stunde auf mich warten l\u00e4sst. Bereits das \u00e4ltere Paar vor mir verweilt eine Viertelstunde in seinem Hoheitsgebiet. Als er dann auch noch mich auszufragen beginnt, zeige ich ihm die kalte Schulter. \u00abNein, ich weiss den Namen des Hotels nicht\u00bb, \u00abnein, ich kann meine draussen wartende Frau nicht anrufen, besitze kein Handy\u00bb. Eine L\u00fcge h\u00e4tte wohl weitergeholfen, aber ich kann doch auch erst auf Hotelsuche gehen, nachdem ich im Land bin. Ausserdem besitze ich ja ein Visum. Irgendwann findet er den Familiennamen meiner Frau in seinem Computer, mit dem Vornamen der vor einem Jahr verstorbenen Schwester. Meine Zeigefinger m\u00f6chte er auch noch einscannen. Als ich ihm stattdessen meine zwei Daumen auf die Linse dr\u00fccke, erscheint pl\u00f6tzlich mein Konterfei auf dem Schirm. Kurz darauf fasse ich meinen Reisepass, den er mir ehrerbietig aush\u00e4ndigt, und verlasse wortlos unter Abscheu sein Revier. Auch hier die Schilderung nur als Anschauung, wie des Japaners Buchstabentreue seine unappetitliche Seite zeigen kann.<\/p>\n<p>13.8.2023. Kansai \u2013 Narita-Tokyo. Die \u00dcberf\u00fchrung vom Flughafen Kansai-Osaka nach Narita-Tokyo ist n\u00f6tig geworden, weil wir die Taiwan-Reise ab Kansai in Angriff genommen haben. Ab Tokio gab es zum Zeitpunkt der Buchung keine Tickets mehr. Da wir im Shinkansen ab Shin Osaka keinen Fensterplatz ergattern k\u00f6nnen, ist die Fahrt landschaftlich rasch erz\u00e4hlt. Die Reisenden am Fenster ziehen die Sonnenblenden runter. Erst als sich zwei Passagiere verabschieden und durch niemanden ersetzt werden, wechsle ich auf die vakanten Pl\u00e4tze f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte der Fahrt nach Tokio. Es dominieren Reisfelder, die zwischendurch bewaldeten H\u00fcgeln weichen m\u00fcssen. Einige Aren Landfl\u00e4chen mit ebenerdig best\u00fcckten Sonnenkollektoren fallen auf, dagegen haben Solaranlagen die Hausd\u00e4cher noch recht sp\u00e4rlich erobert.<\/p>\n<p>Weil es auf dieser langen Fahrt wenig zu berichten gibt, etwas zum Bahnverkehr allgemein: In Japan gelangt man durch eine elektronisch \u00fcberwachte Schleuse zu den Z\u00fcgen. Bei Passagieren ohne Ticket oder Ausweis schnappt die Schleuse zu. Dadurch braucht es im Prinzip keine Schaffner in den Z\u00fcgen, denn ohne g\u00fcltigen Ausweis kommt man auch nicht wieder aus dem Bahnbereich hinaus. Alle Fahrkarten haben dasselbe Format, unser 440-fr\u00e4nkige Japan Rail Pass ebenso, wie ein Ticket f\u00fcr eine lokale Fahrt. Ohne Grundkenntnisse der japanischen Schriftzeichen sind die Tickets kaum zu lesen. Beim Durchschreiten der Schleuse f\u00fchrt man die Fahrkarte in einen Schlitz, wo sie maschinell erfasst, kontrolliert, und im Normalfall anderthalb Meter weiter vorn ausgespuckt wird. Dort ergreift man das Dokument und benutzt es am Zielbahnhof, um den Bahnbereich durch die Schleuse in umgekehrter Richtung zu verlassen. Sollte das System bocken und den Gast einklemmen, was schon mal einen leichten Schock bewirken kann, dann eilt im besten Fall ein \u00dcberwacher herbei und hilft. Das ist auch mir einmal passiert; ich durfte dann an einem Schalter anstehen und eine halbe Stunde warten, bis ich an der Reihe war. Dann ging es schnell, der Beamte verglich, ob Nummern des Japan Rail Pass mit meinem Reisepass \u00fcbereinstimmten, und druckte eine neue Version aus. Diese bewahrte ich ab sofort im Portemonnaie auf, gesch\u00fctzt vor direkter Nachbarschaft zu den Lesestreifen meiner Kreditkarten, und hatte keine weiteren Aussetzer. Ausl\u00e4nder mit einem Japan Reise Pass haben das Anrecht auf einen Sitzplatz im Zug, sie m\u00fcssen daf\u00fcr ein gratis Reservations-Ticket am Schalter verlangen, worauf u.a. Wagen- und Sitznummer stehen. Was ich erst am letzten Tag erfahre, weil wir ein normales Ticket kaufen m\u00fcssen: Die Fahrkarte muss beim Einstieg zusammen mit dem Reservationsticket in den Schlitz der Schleuse eingef\u00fchrt werden und zwar gleichzeitig, aufeinandergeschichtet. Weil ich das nicht weiss, schiebe ich nur die Fahrkarte ein, was bei der Abfahrt kein Problem verursacht, aber daf\u00fcr beim Ausstiegsbahnhof in Tokio. Auch nach Aufkl\u00e4rung durch meine Frau l\u00e4sst sich das Problem nicht l\u00f6sen, weil ich beide Reisebelege schon in Shin Osaka h\u00e4tte doppelt einf\u00fchren m\u00fcssen. Entnervt dr\u00e4nge ich durch die Barriere, zum Gl\u00fcck durch niemanden beobachtet. Am Zielbahnhof in Narita \u2013 wie k\u00f6nnte es anders sein \u2013 bockt das System erneut. Jetzt h\u00e4tte ich drei Tickets aufeinandergeschichtet einf\u00fchren m\u00fcssen. Der Aufseher checkt kurz und l\u00e4sst mich im Gedr\u00e4nge der ankommenden Bahnfahrer passieren.<\/p>\n<p>Dergestalt endet unsere Reise nach Japan im Gedenken an Chieko, die uns allzu fr\u00fch verlassen musste, die aber nach wie vor unter uns weilt und die Reise ihrer zw\u00f6lf sie \u00fcberlebenden Angeh\u00f6rigen wohlwollend begleitet hat. Arigato Chichan; R.I.P.<\/p>\n<p>Copyright 2023 by Josef Bucheli<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>19.\/21.7.2023. Z\u00fcrich Flughafen. Mit Sohnemann Benjamin sitze ich bereits eine Stunde vor dem Boarding am Gate E53. Meine Frau Michiko w\u00e4hlte vor genau einer Woche denselben Flug und musste mehr als drei Stunden im Flugzeug auf das OK vom Tower &hellip; <a href=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/2023\/09\/11\/japanreise-2023\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[16838,15275,15663,16059,18101,13824,13944,15,17684,12406,17477,16707,18402,14615,14515,14807,13390,16371,15050,12657,17905,17210,14297,14178,12910,13145,13510],"class_list":["post-4","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-eihei-ji","tag-fuji","tag-fujisan","tag-fujiyama","tag-hakone","tag-hokkaido","tag-honshu","tag-japan","tag-japan-rail-pass","tag-japanreise","tag-jr","tag-kansai","tag-kawaguchiko","tag-kioto","tag-kyoto","tag-nagoya","tag-narita","tag-nikko","tag-ofuro","tag-sapporo","tag-shinkansen","tag-skytree","tag-taipeh","tag-taiwan","tag-tokio","tag-tokyo","tag-yokohama"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":103,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4\/revisions\/103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/joe.tyberis.com\/japanreise2023\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}