{"id":4,"date":"2016-07-21T05:31:31","date_gmt":"2016-07-21T03:31:31","guid":{"rendered":"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/?p=4"},"modified":"2016-08-08T20:58:41","modified_gmt":"2016-08-08T18:58:41","slug":"4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/2016\/07\/21\/4\/","title":{"rendered":"Jakobsweg Rorschach \u2013 Innerschweiz"},"content":{"rendered":"<h1>6.6.16\u00a0 \/\u00a0 Rorschach &#8211; Herisau<\/h1>\n<p>Nun wandern sie wieder!<\/p>\n<p>Ungeduldig das Ende der gegenw\u00e4rtigen Schlechtwetterperiode abwartend, oder ein Sch\u00f6nwetterfenster darin ersp\u00e4hend, dr\u00e4ngt auch Michiko zum Aufbrechen. Mangelhafter vorbereitet als jemals zuvor, besteigen wir den Fr\u00fchzug nach Rorschach am Bodensee, im Visier den <em>Jakobsweg<\/em> von dort in die Innerschweiz. Null Trainingsstunden in den Beinen. Nichts weiter in der Tasche, als eine d\u00fcnne \u201e<em>Wegleitung f\u00fcr Pilger<\/em>\u201c \u00fcber den sog. <em>St.-Galler-Weg<\/em>. Heute als Auftakt Rorschach \u2013 Herisau, Richtzeit sechs Stunden. Wanderst\u00f6cke und Schrittmesser zu Hause verschwitzt.<\/p>\n<p>Beim Zwischenhalt des Zuges an der Station <em>Rorschach Stadt<\/em>, streben wir aus dem Wagen. Doch diese Haltestelle wirkt so eng und provinziell auf uns, so dass wir vor der Weiterfahrt des Zuges gleich wieder aufspringen. Der n\u00e4chste Halt ist <em>Rorschach Hauptbahnhof <\/em>\u00a0und hier endet die Fahrt f\u00fcr uns. Wir handeln uns dadurch etwa zwei zus\u00e4tzliche Fusskilometer ein, folgen eine Zeitlang der Bodensee-Uferpromenade auf der Suche nach dem <em>Jakobsbrunnen<\/em>, traditioneller Ausgangspunkt dieses Zubringers des europaweit verzweigten Netzes internationaler Jakobswege zur westspanischen Pilgerstadt <em>Santiago de Compostela<\/em>. Die steinerne Statue \u00fcber dem trockenen Brunnen liegt noch im Schatten eines nahestehenden Geb\u00e4udes, als wir uns auf den gut ausgeschilderten Weg machen. Nach kaum zehn Minuten Fussweges erreichen wir die Haltestelle Rorschach Stadt, wo wir eine Stunde zuvor kurz ausgestiegen waren.<\/p>\n<div id=\"attachment_13\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03469.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13\" class=\"size-large wp-image-13\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03469-681x1024.jpg\" alt=\"Jakobsbrunnen, Rorschach\" width=\"640\" height=\"962\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03469-681x1024.jpg 681w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03469-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13\" class=\"wp-caption-text\">Jakobsbrunnen, Rorschach<\/p><\/div>\n<p>Sanft steigt der Weg an, als wir durch die Aussenquartiere Rorschachs wandern. Dann \u00fcberbr\u00fccken wir eine l\u00e4rmgeplagte Autobahn und tauchen alsbald hinter dem Schloss <em>Sulzberg <\/em>in eine abwechslungsreiche, beschauliche Naturlandschaft ein, wo Vogelgesang die bestimmende Ger\u00e4uschkulisse bildet. Die <em>Via Jacobi<\/em> (Jakobsweg) ist auch hier ausreichend mit dem Symbol der Jakobsmuschel gekennzeichnet oder auf Wegweisern mit einer weissen 4 auf gr\u00fcnem Grund angezeigt. R\u00fcckw\u00e4rts schauend gewahren wir den riesigen Bodensee mit seinen flachen Gestaden auf der fernen deutschen Seite.<\/p>\n<p>Ein abrupter Abstieg auf feuchtem Untergrund f\u00fchrt uns hinab zur Martinsbr\u00fccke, wo wir die <em>Goldach,<\/em> nach deren wildem Oberlauf durch bewaldete Tobel, \u00fcberschreiten. Von hier an steigt unser Weg nochmals netto hundert H\u00f6henmeter bis <em>St. Gallen<\/em>. Unter Auf und Ab und zahlreichen Richtungs\u00e4nderungen, die wir zuweilen als willk\u00fcrlich empfinden, n\u00e4hern wir uns \u00fcber Vororte der gr\u00f6ssten Stadt der Ostschweiz.<\/p>\n<div id=\"attachment_15\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03495.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-15\" class=\"size-large wp-image-15\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03495-1024x681.jpg\" alt=\"Stiftskirche St. Gallen, Inneres\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03495-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03495-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-15\" class=\"wp-caption-text\">Stiftskirche St. Gallen, Inneres<\/p><\/div>\n<p>Michiko ist m\u00fcde und m\u00f6chte das erstbeste Restaurant aufsuchen. Ich muss sie vertr\u00f6sten, denn ich suche dringend eine Apotheke. Beim Picknicken unterwegs habe ich mir mit einem Aludosendeckel eine tiefe Schnittwunde im Zeigefinger zugezogen. Eine lange Stunde versuchte ich, das rinnende Blut zu stoppen, indem ich mit einem Toilettenpapierwickel die Faust ballte. Herr Fehr von der \u00fcber die Mittagszeit ge\u00f6ffneten Drogerie neben der Kathedrale verpasst mir einen auff\u00e4lligen weissen Ganzfinger-Kokon und empfiehlt mir schalkhaft, mit erhobenem Drohfinger weiterzuziehen.<br \/>\nMichiko wirft das Handtuch. Vier Stunden Fussmarsch reichen ihr f\u00fcr den Anfang. Eine St. Galler Bratwurst und beachtliche Mengen Fl\u00fcssigkeit decken Hunger und Durst auf dem Gang zum Bahnhof der <em>S\u00fcdostbahn<\/em>, welche uns ohne Umsteigen nach Luzern mitnimmt. Vorher besuchen wir selbstverst\u00e4ndlich, wenngleich nicht zum ersten Mal, die Kathedrale oder Stiftskirche, ein monumentaler Sp\u00e4tbarockbau mit Ausstrahlung weit \u00fcber die Ostschweiz hinaus. Die Stiftskirche wurde zusammen mit dem Stiftsbezirk mit seinem weltber\u00fchmten <em>Barocksaal der Stiftsbibliothek<\/em> 1983 als\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/UNESCO-Welterbe\">UNESCO-Welterbe<\/a>\u00a0in die Liste der sch\u00fctzenswerten Weltkulturg\u00fcter aufgenommen.<\/p>\n<h1>20.6.16 \/ \u00a0St. Gallen \u2013 Herisau<\/h1>\n<p>Diese Kurzstrecke am Vortag des l\u00e4ngsten Tages des Jahres ist die Bew\u00e4ltigung des Restpensums Rorschach \u2013 Herisau, welches wir vor zwei Wochen in St. Gallen unterbrachen. Seither warteten wir geduldig auf ein Sch\u00f6nwetterfenster im wochenlangen tr\u00fcben Wetter.<\/p>\n<p>M\u00e4chtige Wolkenballen sch\u00fctzen uns vor den ungewohnten Sonnenstrahlen, eine angenehme Biese dimmt die Temperatur auf rund 20 Grad: Ideales Wanderwetter. Der vorgegebene Weg durch urbane Quartiere bis hinunter auf die <em>Kr\u00e4zernbr\u00fccke<\/em> ist asphaltiert und erfordert etwa anderthalb Stunden Fussmarsch. Zwei parallele Kunstbauten unweit daneben \u00fcberwinden das tiefe Tal der <em>Sitter<\/em>; am majest\u00e4tischsten die <em>F\u00fcrstenlandbr\u00fccke, <\/em>welche das Tal f\u00fcr den motorisierten Verkehr vom oberen Rand \u00fcberwindet. Auch eine Eisenbahnbr\u00fccke lupft das Trassee ohne Kompromisse \u00fcber die bewaldete Schlucht.<\/p>\n<div id=\"attachment_16\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03534.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-16\" class=\"size-large wp-image-16\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03534-1024x681.jpg\" alt=\"F\u00fcrstenlandbr\u00fccke\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03534-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03534-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-16\" class=\"wp-caption-text\">F\u00fcrstenlandbr\u00fccke<\/p><\/div>\n<p>Nun folgt das Filetst\u00fcck des Weges, ausschliesslich auf Naturstrasse, durch liebliche Voralpenlandschaft, entlang des \u00fcberraschend im Hang auftauchenden <em>G\u00fcbsensees <\/em>oder Schatten spendenden Laubwalds. Das Restaurant <em>zum alten Zoll <\/em>markiert den sonst unauff\u00e4lligen \u00dcbergang in den Halbkanton <em>Appenzell Ausserrhoden<\/em>. Dort lassen wir uns durch missverst\u00e4ndliche Wegweiser fehlleiten. Anstelle des lockeren Auslaufens stehen uns stressige 25 Minuten bevor, als wir den Irrtum bemerken. Denn wir wollen unbedingt den n\u00e4chsten st\u00fcndlichen Direktzug Richtung Luzern erreichen, was uns am Ende gelingt. Entt\u00e4uscht sind wir, weil im Appenzellerland am Wegrand keine seiner arttypischen H\u00e4user Spalier stehen. Unsere Vermutung ist, dass der offizielle Jakobsweg den Bahnhof Herisau meidet. Wir werden somit f\u00fcr die Fortsetzung unserer Reise das Ortszentrum des Hauptortes Herisau anpeilen und von dort die n\u00e4chste Teilstrecke Richtung Innerschweiz in Angriff nehmen.<\/p>\n<h1>22.6.16 \/ Herisau \u2013 Wattwil<\/h1>\n<p>Ausgehend von der Stadtkirche Herisau, deren Gel\u00e4ut gerade neun Uhr schl\u00e4gt, folgen wir um ein paar Ecken des Ortskerns herum, dem Weg hinab ins Glatttal. Typische Appenzellerhausfassaden behaupten sich zwischen Zweckbauten, welche im industrialisierten Glatttal vorwiegen. Von dort steigt ein Wald- und Wiesentrampelpfad hinauf Richtung <em>Nieschberg<\/em>. Linkerhand der h\u00fcgelig angelegte, anmutige Hauptort Appenzell Ausserrhodens. Am ersten Hitzetag des Jahres sind wir froh, dass der gr\u00f6ssere Teil des Aufstiegs auf 917 m \u00fc. Meer in einem Laubwald verl\u00e4uft.<\/p>\n<div id=\"attachment_17\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03587.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17\" class=\"size-large wp-image-17\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03587-1024x681.jpg\" alt=\"Herisau\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03587-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03587-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-17\" class=\"wp-caption-text\">Herisau<\/p><\/div>\n<p>Oben begeistert uns unter einer m\u00e4chtigen Linde der \u00fcberragende 360\u00b0 Rundblick \u00fcber das Appenzellerland. Auf dem Weiterweg begleitet uns der <em>S\u00e4ntisgipfel<\/em> mit seinen mannigfaltigen Vasallen hinter sattgr\u00fcnen Wiesen und teilsbewaldeten H\u00fcgeln. Schneezungen gleissen oberhalb der Waldgrenze. Sanfte H\u00fcgelz\u00fcge dirigieren unsern Weg, weshalb sich Bergauf und Bergab abwechseln. Sanft ist mancherorts auch die Unterlage, eine Folge wochenlangen Regens. Punkt zw\u00f6lf Uhr beenden wir die vormitt\u00e4gliche Wanderung und rasten auf <em>Sitz<\/em>, mit 1084 m \u00fc. Meer h\u00f6chster Punkt des Tages. Zweiter\u00a0 Textil-Wechsel; das durchschwitzte Leibchen vom Nieschberg ist, am Rucksack baumelnd, beinahe wieder trocken.<\/p>\n<div id=\"attachment_18\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03593.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18\" class=\"size-large wp-image-18\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03593-1024x681.jpg\" alt=\"S\u00e4ntismassiv\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03593-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03593-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18\" class=\"wp-caption-text\">S\u00e4ntismassiv<\/p><\/div>\n<p>Ein Appenzellerbier <em>Qu\u00f6llfrisch naturtr\u00fcb<\/em> im Gipfelrestaurant beschliesst den Wegabschnitt, der alsbald \u00fcbergeht ins St. Gallerland. Der Abstieg ist ein Querfeldein \u00fcber gem\u00e4hte Heumatten, noch ungem\u00e4hte Wiesen, oft auf butterweichem Untergrund, vorbei an stattlichen H\u00f6fen. <em>St. Peterzell<\/em> liegt im Talboden. Dort vereint der Jakobsweg die Pilger vom Vorarlberg mit jenen wie wir vom <em>\u201eSt.- Galler-Weg\u201c<\/em>. Aber niemand scheint am heutigen Hitzetag auszuschw\u00e4rmen; auch uns ist alles andere zu Mute, als meditative Pilgergedanken zu w\u00e4lzen.<\/p>\n<div id=\"attachment_19\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03605.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19\" class=\"size-large wp-image-19\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03605-1024x681.jpg\" alt=\"Sitz, 1084 m \u00fc. Meer\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03605-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03605-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-19\" class=\"wp-caption-text\">Sitz, 1084 m \u00fc. Meer<\/p><\/div>\n<p>Denn es eilt, wollen wir die anstehenden 250 H\u00f6henmeter auf den <em>Reitenberg<\/em>, samt dem abschliessenden Abstieg ins dreihundert H\u00f6henmeter tiefere Tagesziel <em>Wattwil<\/em>\u00a0 in der vorgesehenen Zeit bew\u00e4ltigen. Nachdem wir uns \u00fcber den Aufstieg gequ\u00e4lt haben \u2013 Michiko ist bereits am Anschlag \u2013 folgt die zu diesem Zeitpunkt niederschmetternde Erkenntnis, dass der finale Aufstieg zum Reitenberg erst nach dem vorg\u00e4ngigen Abstieg in das Tal des Schwendibachs in Angriff genommen werden kann. Dieser Knick fehlt auf unserem H\u00f6henprofil, welches nur wenige Fixpunkte linear miteinander verbindet. Die Frage ist nicht mehr, wann, sondern ob wir Wattwil \u00fcberhaupt noch erreichen. In der sengenden Nachmittagshitze muss ich immer l\u00e4nger auf Michiko warten, nachdem wir die Talsohle \u00fcberquert und wieder bergauf keuchen. Ich gehe auf einen alten Mann zu, der sich im Schatten eines Bauernhauses eine Ruhepause g\u00f6nnt.<\/p>\n<p>\u201eWieweit ist es noch bis zum Reitenberg, wieweit bis Wattwil?\u201c<br \/>\n\u201eDas h\u00e4ngt davon ab, wie schnell man geht!\u201c<br \/>\n\u201eEtwa so, wie die Frau, welche dort den Hang hoch gekrochen kommt!\u201c<br \/>\n\u201eDann fahre ich euch schnell mit dem Auto nach oben!\u201c<\/p>\n<p>bietet sich der 86j\u00e4hrige an. Nach etwa anderthalb Kilometern, als die Strasse nur mehr m\u00e4ssig ansteigt, entl\u00e4sst er uns. Michiko findet ihre Geister langsam wieder. Auf dem Abstieg frage ich zwei Dachdecker nach dem Zeitmass bis an unser Tagesziel. Sie sch\u00e4tzen eine halbe Stunde. Nach dieser halben Stunde stelle ich einer mit einem Zaundraht besch\u00e4ftigten Frau dieselbe Frage. Wieder ist die Antwort: Etwa eine halbe Stunde. Heublumenduft umstr\u00f6mt uns, als wir \u00fcber steile Wiesen huschen, wo das abgem\u00e4hte D\u00f6rrfutter zum Teil den Pfad verdeckt. Irgendwo gleite ich aus und erhebe mich, einseitig voll mit sumpfigen Lehm \u201atapeziert\u2019. Da kommt uns gerade zupass, dass uns ein Postauto auf der drittletzten Haltestelle vor dem Bahnhof aufnimmt. Der Schrittmesser zeigt etwa 35000 Schritte an, nach Abzug der Anzahl Schritte f\u00fcr die Anfahrt nach Herisau mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln.<\/p>\n<h1>23.6. \/ Wattwil \u2013 Schmerikon<\/h1>\n<p>Um zehn Uhr starten wir in Wattwil bei 22\u00b0 C. Ein schmaler, steiler Pfad w\u00e4hlt zum Gl\u00fcck den Weg durch Wald und Schatten spendende Hecken. Unweit \u00fcber dem Dorf erlauben wir uns den kleinen Umweg \u00fcber die Burg <em>Iberg<\/em>. Der unbewohnte, zum Teil restaurierte Turm ist \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich und z\u00e4hlt fast hundert h\u00f6lzerne, ausgetretene Treppenstufen zum obersten Aussichtspunkt.<\/p>\n<div id=\"attachment_20\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03642.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-20\" class=\"size-large wp-image-20\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03642-1024x681.jpg\" alt=\"Heid-H\u00f6ttli, Selbstbedienungsraum f\u00fcr Pilger (Wanderer)\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03642-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03642-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-20\" class=\"wp-caption-text\">Heid-H\u00f6ttli, Selbstbedienungsraum f\u00fcr Pilger (Wanderer)<\/p><\/div>\n<p>Mehr fordern uns die vierhundert H\u00f6henmeter bis zum <em>Laadpass<\/em>, welchen wir um die Mittagszeit erreichen. Im dortigen <em>Heid-H\u00f6ttli, <\/em>ein f\u00fcr Jakobspilger geschaffener Selbstbedienungsraum, machen wir Mittagsrast. Im aufliegenden Pilgerbuch finden sich Eintr\u00e4ge auch von den vergangenen Tagen, einer sogar auf Koreanisch geschrieben. Im weiteren Verlauf stellt der Jakobsweg fast durchwegs asphaltierte Strassen zu unserer Verf\u00fcgung, was sich in brennenden Sohlen bemerkbar macht. \u00dcberall wenden die Bauern das Heu auf den h\u00fcgeligen Wiesen, was uns zum entsprechenden Motorenl\u00e4rm Heublumenwohlgeruch um das Duftorgan weht. Obwohl nach dem Heidpass das <em>Toggenburg<\/em> in den St. Galler Seebezirk \u00fcbergeht, ist vom Z\u00fcrichsee vorerst nichts zu sehen. Der Weg gef\u00e4llt sich weiter in munteren Auf und Ab. Erst nach dem D\u00f6rfchen <em>Walde<\/em> steigen wir merklich ein paar hundert H\u00f6henmeter ab. Jetzt zeigen sich uns die mannigfaltigen Konturen des l\u00e4nglichen Sees. Die Nachmittagssonne dieses zweiten Hitztages in Folge brennt unbarmherzig. Der frische Aufwind, der uns in der H\u00f6he noch Linderung bot, verliert zusehends an Wirkung. Als Pseudopilger haben wir zwar nicht vor, jede Kirche oder Kapelle am Wegrand zu besichtigen. Immerhin, sie spenden angenehme K\u00fchle und Erfrischung.<\/p>\n<div id=\"attachment_21\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03661.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-21\" class=\"size-large wp-image-21\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03661-1024x681.jpg\" alt=\"Schmerikon am Z\u00fcrichsee\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03661-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03661-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-21\" class=\"wp-caption-text\">Schmerikon am Z\u00fcrichsee<\/p><\/div>\n<p>Das Tagespensum sieht <em>Neuhaus<\/em> als Endpunkt der heutigen Etappe vor. Dort zweiteilt sich der Jakobsweg. Die heutige Etappe \u00fcber den <em>Ricken<\/em> war unterdurchschnittlich lang. Michiko ist deshalb bereit, bis <em>Schmerikon <\/em>weiterzuziehen, weil dort der Voralpen-Express h\u00e4lt. Dank Generalabonnement reisen wir weiterhin t\u00e4glich nach Hause und m\u00fcssen uns nicht um eine Herberge k\u00fcmmern. Ausserdem wird das happige n\u00e4chste Teilst\u00fcck nach <em>Einsiedeln<\/em> rund eine Wanderstunde k\u00fcrzer, da die Wegbeschreibung nach dem Klosterdorf vom Ausgangsort Neuhaus ausgeht, mit Schmerikon am Obersee als Durchgangsstation.<\/p>\n<h1>27.6. \/ Schmerikon \u2013 Lachen<\/h1>\n<div id=\"attachment_22\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03668.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-22\" class=\"size-large wp-image-22\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03668-1024x681.jpg\" alt=\"Lindtebene mit Schloss Grinau\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03668-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03668-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-22\" class=\"wp-caption-text\">Lindtebene mit Schloss Grinau<\/p><\/div>\n<p>Vom Ufer des Z\u00fcrichsee-Obersees w\u00e4hlen wir den alternativen Jakobsweg \u00fcber die Lindtebene. Wir folgen dem k\u00fcnstlichen Damm der begradigten Lindt, bis sich beim <em>Schloss Grinau<\/em> \u00a0die M\u00f6glichkeit bietet, den Fluss zu \u00fcberqueren. Ein paar Regentropfen aus schwarzgrauen Wolkenballen schrecken uns auf. Zum Gl\u00fcck treibt sie der Wind in \u00f6stlicher Richtung, w\u00e4hrend wir nach dem Dorf <em>Tuggen <\/em>westw\u00e4rts wandern. Ausgangs Tuggen sind die einzigen H\u00f6henmeter zu bew\u00e4ltigen. Unterwegs besuchen wir jene Kapellen und anderen Sakralbauten, die dem Jakobsweg auf dieser Teilstrecke das Salz in der Suppe bedeuten. Herrliches Wanderwetter bei Temperaturen um 20\u00b0 C. Trotzdem realisieren wir zwischen den D\u00f6rfern <em>Siebnen<\/em> und <em>Lachen<\/em>, wo wir den Z\u00fcrichsee von der s\u00fcdlichen Seite her erblicken, dass unser anvisiertes Tagesziel Einsiedeln unrealistisch ist. Um diesen Vernunftentschluss etwas hinauszuschieben, versuche ich, am Bahnhofschalter Lachen herauszufinden, ob es auf dem Weiterweg Ortschaften gibt, die mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Wir k\u00f6nnten dann noch f\u00fcr eine gewisse Zeit Richtung Einsiedeln losmarschieren und abends die Wanderung unterbrechen. Der motivierte junge Schalterbeamte versucht mit Google Earth die Stationen zu finden, die auf meiner Wegbeschreibung aufgef\u00fchrt sind: <em>Schw\u00e4ndi<\/em>, <em>St. Meinrad, T\u00fcfelsbrugg<\/em>. Keine, auch nicht der <em>Etzelpass,<\/em> wird von einer Autobushaltestelle bedient. Leicht anges\u00e4uert unterbrechen wir deshalb den Pilgerweg da, wo er sich anschickt, f\u00fcnfhundert Meter anzusteigen. Vom Bahnhof Lachen zeigen zwei Wanderrouten nach Einsiedeln mit Richtzeiten von 4 Stunden 50 Minuten und \u00fcber sechs Stunden. Ob es sich um den Jakobsweg handelt, ist ungewiss, denn in Lachen vermissen wir die Wegweiser mit der weissen 4 auf Gr\u00fcn, oder der Jakobsmuschel. Wir haben seit Schmerikon bereits mehr als 25&#8217;000 Schritte in den Beinen und bis Einsiedeln w\u00fcrde sich diese Zahl wohl verdoppeln.<\/p>\n<h1>29.6. \/ Lachen &#8211; Einsiedeln<\/h1>\n<p>Kurz nach neun Uhr inspizieren wir am Bahnhof Lachen die Wanderwege nach Einsiedeln. Es best\u00e4tigt sich unsere Kritik, dass in der Gemeinde Lachen keine Markierungen auf den Jakobsweg hinweisen. Trotzdem stehen wir bald an Ort und Stelle in der Gemeinde <em>Altendorf<\/em>, wo wir auf der vorangehenden Etappe vom Wege abgekommen sind: Die 4 zeigt unmissverst\u00e4ndlich geradeaus, doch schon f\u00fcnfzig Meter weiter biegt ein steiler Weg rechtwinklig ab auf einen Felssporn, wo die <em>St.-Johann-Kapelle <\/em>die weitl\u00e4ufige Landschaft des Z\u00fcrichsees \u00fcberblickt, an der Stelle, wo ehemals eine Burg thronte. Vielleicht waren wir vor zwei Tagen zu m\u00fcde, um wegen einer Kapelle eine Viertelstunde Zeit zu opfern. Im Nachhinein war vielleicht unser damaliger Entschluss, den Wandertag zu beenden, sinnvoll. Auf den anstehenden f\u00fcnf Stunden bis Einsiedeln h\u00e4tten wir keine M\u00f6glichkeit gefunden, die Wanderung zu unterbrechen.<\/p>\n<div id=\"attachment_23\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03730.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-23\" class=\"size-large wp-image-23\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03730-1024x681.jpg\" alt=\"Kapelle St. Johann, Altendorf\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03730-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03730-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-23\" class=\"wp-caption-text\">Kapelle St. Johann, Altendorf<\/p><\/div>\n<p>Der Weg nach dem Klosterdorf f\u00fchrt an der St.-Johann-Kapelle vorbei. Uns stehen f\u00fcnfhundert H\u00f6henmeter bis <em>St. Meinrad<\/em> bevor. Steil sind die Strassen. Abk\u00fcrzungen durch Waldpfade sch\u00fctzen immerhin vor der Hitze. Unterwegs passieren wir ein Hinweisschild: <em>\u201eEurop\u00e4ischer Fernwanderweg Nordsee \u2013 Gotthard \u2013 Mittelmeer\u201c.<\/em> Ich habe offenbar mehr zu k\u00e4mpfen mit dem Aufstieg als Michiko. Sie scheint allm\u00e4hlich in Form zu kommen.<\/p>\n<div id=\"attachment_24\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03741.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-24\" class=\"size-large wp-image-24\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03741-1024x681.jpg\" alt=\"Schwyzerhus, Altendorf SZ\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03741-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03741-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-24\" class=\"wp-caption-text\">Schwyzerhus, Altendorf SZ<\/p><\/div>\n<p>Wir erreichen den Kulminationspunkt des Tages, St. Meinrad, um die Mittagszeit, was in etwa der Referenzzeit entspricht. Michikos begeisterter Kommentar:<\/p>\n<p>\u201eDas war der sch\u00f6nste Weg bisher!\u201c<\/p>\n<p>Kein Unterton von Galgenhumor; Japaner kennen so was nicht. Ich selbst hatte damit begonnen, Atem und Schritte zu synchronisieren, linkes Bein vor: Einatmen; rechtes Bein vor: Ausatmen. Damit spulte ich die Viertelstunden gedankenlos ab.<\/p>\n<p>Nach der Mittagsrast auf St. Meinrad folgen wir der Asphaltstrasse mit 20% Gef\u00e4lle, welche zur <em>T\u00fcfelsbrugg<\/em> \u00a0\u00fcber die <em>Sihl <\/em>f\u00fchrt. Dort weist eine Plakette auf das Geburtshaus von Paracelsus hin.<\/p>\n<div id=\"attachment_25\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03754.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-25\" class=\"size-large wp-image-25\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03754-1024x681.jpg\" alt=\"Gedenkstein Geburtsst\u00e4tte des Paracelsus\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03754-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03754-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-25\" class=\"wp-caption-text\">Gedenkstein Geburtsst\u00e4tte des Paracelsus<\/p><\/div>\n<p><strong>Philippus Theophrastus Aureolus\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bombast_von_Hohenheim_(Adelsgeschlecht)\">Bombastus von Hohenheim<\/a><\/strong>, getauft als<em>Theophrastus Bombastus von Hohenheim<\/em>\u00a0(*\u00a0vermutlich\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/1493\">1493<\/a><sup><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paracelsus#cite_note-1\">[1]<\/a><\/sup>\u00a0in\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Egg_SZ\">Egg<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanton_Schwyz\">Kanton Schwyz<\/a>; \u2020\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/24._September\">24.\u00a0September<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/1541\">1541<\/a>\u00a0in\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Salzburg\">Salzburg<\/a>), genannt\u00a0<strong>Paracelsus<\/strong>, war ein\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arzt\">Arzt<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alchemie\">Alchemist<\/a>,<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Astrologe\">Astrologe<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mystiker\">Mystiker<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Philosoph\">Philosoph<\/a>. (Wikipedia)<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich steigt die Strasse nach der Teufelsbr\u00fccke wieder an, weicht aber bald auf Feldwege aus. Es l\u00e4utet gerade zwei Uhr, als wir die barocke Klosteranlage Einsiedelns erreichen. Der Schrittz\u00e4hler zeigt bescheidene 22&#8217;000 Schritte seit Lachen an.<\/p>\n<p>Es ist irgendwie surreal, wie in dieser l\u00e4ndlichen Gegend etwas derart Grossartiges entstehen konnte:<\/p>\n<div id=\"attachment_26\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03766.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-26\" class=\"size-large wp-image-26\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03766-1024x681.jpg\" alt=\"Einsiedeln, Schwarze Madonna\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03766-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03766-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-26\" class=\"wp-caption-text\">Einsiedeln, Schwarze Madonna<\/p><\/div>\n<p>Das\u00a0<strong>Kloster Einsiedeln<\/strong>\u00a0(lat.\u00a0<em>Abbatia territorialis Sanctissima Virgine Maria Einsiedlensis<\/em>) mit seiner\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abteikirche\">Abtei-<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kathedralkirche\">Kathedralkirche<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maria_Himmelfahrt\">Maria Himmelfahrt<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/St._Mauritius\">St. Mauritius<\/a>\u00a0ist eine\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Exemtion\">immediate<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Benediktinerkloster\">Benediktinerabtei<\/a>\u00a0in der Gemeinde\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Einsiedeln\">Einsiedeln<\/a>\u00a0im\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanton_(Schweiz)\">Kanton<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanton_Schwyz\">Schwyz<\/a>. Die\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abtei\">Abtei<\/a>\u00a0ist eine bedeutende Station auf dem\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jakobsweg\">Jakobsweg<\/a>\u00a0und selbst Ziel zahlreicher\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pilger\">Pilger<\/a>. Die\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maria_Einsiedeln\">Schwarze Madonna<\/a>\u00a0von Einsiedeln in der\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gnadenkapelle\">Gnadenkapelle<\/a>\u00a0ist Anziehungspunkt f\u00fcr Pilger und\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Touristen\">Touristen<\/a>. Die Gemeinschaft z\u00e4hlt rund 60 Mitglieder. Das Kloster ist nicht Teil einer\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Di%C3%B6zese\">Di\u00f6zese<\/a>, sondern hat den Status einer\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Territorialabtei\">Territorialabtei<\/a>.<\/p>\n<p>Seit seiner Gr\u00fcndung im Jahre 1130 geh\u00f6rt das Benediktinerinnen<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kloster_Fahr\">kloster Fahr<\/a>\u00a0bei\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Z%C3%BCrich\">Z\u00fcrich<\/a>\u00a0zur Abtei Einsiedeln, dadurch ist der Abt von Einsiedeln auch derjenige des Klosters Fahr. Sie bilden zusammen das weltweit einzige noch erhalten gebliebene\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Doppelkloster\">Doppelkloster<\/a>\u00a0im<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Benediktinerorden\">Benediktinerorden<\/a>.<\/p>\n<p>(Wikipedia)<\/p>\n<p>Dass man im Innern der Kirche nicht fotografieren darf, ist nicht nachvollziehbar und wird auch nicht wirklich beachtet. Der Prunk und die bet\u00f6rende bauliche Sch\u00f6nheit sind einzigartig. Zu jeder Jahreszeit besuchen Menschen von nah und fern den Wallfahrtsort.<\/p>\n<div id=\"attachment_31\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03764.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-31\" class=\"size-large wp-image-31\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03764-1024x681.jpg\" alt=\"Einsiedeln, Klosterkirche\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03764-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03764-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-31\" class=\"wp-caption-text\">Einsiedeln, Klosterkirche<\/p><\/div>\n<p>Michiko ist voll zufrieden mit sich. Der St.-Galler-Weg Rorschach \u2013 Einsiedeln endet hier, ihn zu begehen war ihr lange gehegter Wunsch. Ob sie den Jakobsweg \u201eInnerschweiz\u201c wenigstens bis Stans anzugehen wagt, lassen wir heute offen. Er wird nicht leichter. Aber man macht den Jakobsweg nicht, weil er leicht ist.<\/p>\n<h1>8.7. \/ Einsiedeln &#8211; Schwyz<\/h1>\n<div id=\"attachment_27\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03770.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-27\" class=\"size-large wp-image-27\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03770-681x1024.jpg\" alt=\"Klosterkirche Einsiedeln\" width=\"640\" height=\"962\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03770-681x1024.jpg 681w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03770-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-27\" class=\"wp-caption-text\">Klosterkirche Einsiedeln<\/p><\/div>\n<p>Der Jakobsweg schleicht unterhalb der Klosteranlage s\u00fcdw\u00e4rts, ohne dass ihn die entsprechenden Wegzeichen begleiten. Ein Mann erkennt unser Vortasten und verteilt Ratschl\u00e4ge. Wir schwanken zwischen seinen Aussagen und der Beschreibung unserer Wegleitung f\u00fcr Pilger auf dem \u201eInnerschweiz-Weg\u201c. Im Nachhinein beruhigte uns ein einziges offizielles Jakobsweg-Zeichen auf den ersten beiden Wanderstunden. Solche Hilfen sucht man nat\u00fcrlich vergebens, wenn man sich verl\u00e4uft. Wir tasten uns wirklich vor wie Pfadfinder, \u00fcber k\u00fcrzlich abgem\u00e4hte Grasfelder, die wir kaum benutzt h\u00e4tten, w\u00e4ren wir nicht von einem Landwirt bei der Arbeit dazu ermuntert worden. Dann wird es steil. Eine schmale Asphaltstrasse windet sich nach oben. Wir fragen einen Radfahrer aus der Gegenrichtung nach dem Jakobsweg, der irgendwo den Ort <em>Alpthal<\/em> gut hundert H\u00f6henmeter h\u00f6her als Einsiedeln ansteuern sollte. Seine mit wenig \u00dcberzeugung vorgetragene Vermutung h\u00e4tte uns den eben \u00fcberwundenen H\u00f6henunterschied wieder vernichtet, wir h\u00e4tten zur\u00fcckkehren m\u00fcssen. Stattessen folgen wir der Strasse, meiden aber steile Abk\u00fcrzungen. Nach einer gef\u00fchlten Stunde geht die Steigung in eine leicht abfallende Hangstrasse \u00fcber. Dort bitten wir einen weiteren Zweirad-Bergfahrer um Hilfe und Orientierung. Der weist uns auf den Flusslauf im tiefen Tal, der vom Jakobsweg ges\u00e4umt werde. Er selber habe an anderen Tagen schon verirrte Jakobspilger\u00a0 weit h\u00f6her oben am Hang angetroffen.<\/p>\n<div id=\"attachment_28\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03801.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-28\" class=\"size-large wp-image-28\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03801-1024x681.jpg\" alt=\"&quot;Kamelbuckel&quot; Mythen\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03801-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03801-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-28\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Kamelbuckel&#8220; Mythen<\/p><\/div>\n<p>Wie der hilfsbereite Radsportler gemutmasst hatte, vers\u00f6hnen wir uns nach einer halben Stunde wieder mit dem Jakobsweg. Im kleinen Ort Alpthal, auf rund tausend Metern \u00fcber Meer beginnt die j\u00e4he Steigung nach <em>Haggenegg<\/em> auf 1414 m \u00fc. Meer. Der Weg ist breit, steinig, allradtauglich und verzichtet auf Serpentinen. Begleitet werden wir von den in immer \u00a0unmittelbarerer Nachbarschaft \u00a0aufragenden Kamelbuckeln <em>Kleiner<\/em> und <em>Grosser Mythen<\/em>. Eine junge B\u00e4uerin knapp unterhalb der Wasserscheide versorgt uns mit Tranksame. Sie l\u00e4dt selbstgemachten K\u00e4se in ihren Toyota und ist auf dem Sprung nach <em>Schwyz<\/em>, wo sie ihn vermarkten l\u00e4sst. Wir lehnen ihre offerierte Mitfahrgelegenheit dankend ab und lassen \u00fcber die gesamten tausend H\u00f6henmeter die Kr\u00e4fte der Bremswirkung auf unsere B\u00e4nder und Sehnen einwirken. Vorbei am imposanten Bau des Kollegiums n\u00e4hern wir uns dem Flecken Schwyz, als die Pfarrkirche gerade vier Uhr schl\u00e4gt. Mehr als ein paar Fotos des ansprechenden Ortskerns der fast 15000 Einwohner z\u00e4hlenden Gemeinde Schwyz liegen nicht drin, wir streben dem Bahnhof zu, am untersten Ende des an einem sanften Hang gelegenen Hauptorts des gleichnamigen Kantons. Wir beenden hier die Tagestour mit rund 36&#8217;000 Schritten in den Beinen und fahren im Zug nach Hause.<\/p>\n<div id=\"attachment_29\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03820.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-29\" class=\"size-large wp-image-29\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03820-1024x681.jpg\" alt=\"Flecken Schwyz\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03820-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03820-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-29\" class=\"wp-caption-text\">Flecken Schwyz<\/p><\/div>\n<h1>9.7. \/ Schwyz &#8211; Stans<\/h1>\n<p>Von Schwyz nach Brunnen am Vierwaldst\u00e4ttersee queren wir den Talboden, der durch die <em>Muota <\/em>entw\u00e4ssert wird. Auffallend viele Kirchen und Kapellen weisen auf eine jahrhundertealte Volksfr\u00f6mmigkeit hin. Beredtes Zeugnis davon gibt das Frauenkloster Ingenbohl, wo gem\u00e4ss Aussage einer Schwester auf ihrem Morgenspaziergang noch 300 Ordensschwestern leben, die j\u00fcngste auch schon \u00fcber vierzig Jahre alt. Die offerierte M\u00f6glichkeit, als Jakobspilger im Umkreis des Klosters zu \u00fcbernachten muss ich ausschlagen, denn wir streben Brunnen zu, wo wir auf eine \u00dcberfahrt nach Treib warten.<\/p>\n<div id=\"attachment_32\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03840.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-32\" class=\"size-large wp-image-32\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03840-1024x681.jpg\" alt=\"Brunnen, Schiffstation\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03840-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03840-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-32\" class=\"wp-caption-text\">Brunnen, Schiffstation<\/p><\/div>\n<p>Luftiger Transfer nach dem nahen Treib auf der andern Seeseite mit dem Motorschiff Rigi. Von dort f\u00fchrt eine elektrische Standseilbahn nach <em>Seelisberg. <\/em>Diese M\u00f6glichkeit nutzen auch die Pilger, welche sich f\u00fcr die einfachere Variante entscheiden. Die schwere Variante folgt teilweise dem Waldst\u00e4tterweg. Eine sch\u00f6nere Sicht auf See und Berge haben wir von nirgends in Erinnerung. Das finden sicher auch die zwei jungen Damen, welche sich im Schatten eines Vordaches ausruhen. Ihr Jakobsweg ist mit Bezug auf das Endziel Santiago de Compostela offen, denn sie pilgern bloss an Wochenenden und schleppen die Zeltausr\u00fcstung mit sich. Der Weg weist ein paar ausgesetzte Stellen auf. Wer sehr unter Schwindelgef\u00fchlen leidet und dies trotz vorhandenen Seilen und Holzplanken, tut gut, die leichtere Variante des Jakobswegs zu ben\u00fctzen.<\/p>\n<div id=\"attachment_33\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03846.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-33\" class=\"size-large wp-image-33\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03846-1024x681.jpg\" alt=\"Treib am s\u00fcdlichen Ufer des Vierwaldst\u00e4ttersees\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03846-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03846-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-33\" class=\"wp-caption-text\">Treib am s\u00fcdlichen Ufer des Vierwaldst\u00e4ttersees<\/p><\/div>\n<p>Um halb sechs Uhr stehe ich am Bahnhof <em>Stans<\/em>, Endziel dieser Teilstrecke, um 40566 Tagesschritte reicher. Michiko hat sich in Buochs in den Autobus gesetzt, die Hitze des Tages hat ihr die Lust an der Fortsetzung geraubt. Dabei f\u00fchrte der Weg von Beckenried bis Buochs entlang des Seeufers, wo sich Tausende unter B\u00e4umen oder im Wasser vergn\u00fcgten. Die abschliessenden anderthalb Stunden bis zum Hauptort Nidwaldens muss ich allein auf schmalen verwaisten Asphaltstr\u00e4sschen abverdienen; sie f\u00fchren mich auf Umwegen und \u00fcber einen Hangr\u00fccken ans Ziel. In Ortsmitte bereitet man sich auf eine Riesenfete, das Winkelriedfest, f\u00fcr die Samstagnacht vor. Ich indes ziehe es vor, ein abgek\u00fchltes Abteil des wartenden Zuges nach Hergiswil zu betreten und die letzten Zeilen dieses Berichts abzufassen.<\/p>\n<div id=\"attachment_35\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03854.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35\" class=\"size-large wp-image-35\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03854-1024x681.jpg\" alt=\"Auf dem Waldst\u00e4tterweg\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03854-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03854-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-35\" class=\"wp-caption-text\">Auf dem Waldst\u00e4tterweg<\/p><\/div>\n<h1>11.7. \/ Stans \u2013 Fl\u00fceli Ranft<\/h1>\n<p>15:58 Uhr f\u00e4hrt der n\u00e4chste Autobus von Fl\u00fceli hinunter an den Sarnersee. Die 260 H\u00f6henmeter von Fl\u00fceli nach Sachseln betrachten wir vom Wagenfenster aus. Auf der gesamten heutigen Strecke sind wir Wiederholungst\u00e4ter. Trotzdem kommt uns vieles saisonbedingt wie neu vor. Der Weg ab Stans hievt uns zun\u00e4chst auf eine Anh\u00f6he, von wo wir, von links nach rechts, diese Hausberge erkennen: Pilatus, B\u00fcrgenstock, Rigi, bis hin zu den Mythen. Der Vierwaldst\u00e4ttersee erg\u00e4nzt die Landschaft zwischen Pilatus und B\u00fcrgenstock, sowie zwischen B\u00fcrgenstock und Stanserhorn\/Buochserhorn. Zu unseren F\u00fcssen breiten sich Stans und die Nachbargemeinden immer weiter im einzigen ebenen Landstrich <em>\u201ezwische See und heeche B\u00e4rge\u201c<\/em> aus, wie es im Nidwaldnerlied heisst<em>.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_36\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03873.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-36\" class=\"size-large wp-image-36\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03873-1024x681.jpg\" alt=\"Blick auf Stans\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03873-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03873-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-36\" class=\"wp-caption-text\">Blick auf Stans<\/p><\/div>\n<p>Eine Gruppe Frauen geht vor uns. Wir holen die Wanderinnen ein, als sie sich in einer Remise erholen. Als wir Mittagsrast halten, \u00fcberholen uns die Damen ihrerseits und an einem Rastplatz halten wir wieder Gegenrecht. Oben in Fl\u00fceli treffen sie ein, als wir uns anschicken, den Bus Richtung Sachseln zu besteigen. Diesen Weg nehmen die Damen zu Fuss auf sich, denn der auf- und abziehende Sommerregen scheint sie nicht zu beeindrucken.<\/p>\n<div id=\"attachment_37\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03887.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-37\" class=\"size-large wp-image-37\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03887-1024x681.jpg\" alt=\"Blick auf Obwalden mit Sarnersee\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03887-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03887-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-37\" class=\"wp-caption-text\">Blick auf Obwalden mit Sarnersee<\/p><\/div>\n<p>Als Einzelstrecke kann man Stans \u2013 Fl\u00fceli\/Ranft als sch\u00f6ne Tagestour betrachten. Es geht rauf und runter, bald im Schatten von W\u00e4ldern, bald \u00fcber Felder mit Aussicht auf den Sarnersee und das Obwaldnerland. Der Bruderklausenweg ist hier Synonym mit dem Jakobsweg. W\u00e4ren wir nicht in der Innerschweiz zu Hause und an die hiesigen Landschaften gew\u00f6hnt, wir w\u00fcrden die Strecke wohl als aussergew\u00f6hnlich sch\u00f6n und gr\u00fcn schildern. Wir haben vor ein paar Tagen ein indisches Paar im Zug von Schwyz nach Luzern beobachtet. Wo immer keine H\u00e4user die Sicht beeintr\u00e4chtigten, filmten die Beiden mit ihren Handys aus dem Zugfenster, bald die gr\u00fcne Landschaft, bald See und Berge.<\/p>\n<div id=\"attachment_38\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03898.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-38\" class=\"size-large wp-image-38\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03898-1024x681.jpg\" alt=\"Fl\u00fceli Ranft\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03898-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03898-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-38\" class=\"wp-caption-text\">Fl\u00fceli Ranft<\/p><\/div>\n<p>Bruder Klaus ist der Schweizer Nationalheilige. Seine Einsiedler-Klause im Ranft ist vielen Landsleuten ein Begriff. Dass Bruder Klaus \u00fcber die nationale Grenze hinaus bekannt ist, beweist eine kleine Besuchergruppe, welche im Geburtshaus in Fl\u00fceli auf Portugiesisch \u00fcber Leben und Fasten des Heiligen erf\u00e4hrt. Im Ranft herrscht eine eigene, fast mystische Atmosph\u00e4re. Dazu tr\u00e4gt eigenartigerweise eine arabische Familie bei. Der Mann schiebt den Kinderwagen das steile Wegst\u00fcck vom Ranft hinauf nach Fl\u00fceli; zwei Frauen, bis auf das Gesicht verh\u00fcllt \u2013 im Unterschied zu den hiesigen Nonnen mit knielangen R\u00f6cken reicht das schwarze Tuch der Araberinnen bis auf die Kn\u00f6chel \u2013 und drei Kindern im Vorschulalter. Ich kann diese Idylle leider nicht lange geniessen, denn ein einsetzender Sommerregen peitscht mich an der Familie vorbei ins Restaurant neben der Bushaltestelle in Fl\u00fceli.<\/p>\n<div id=\"attachment_39\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03907.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-39\" class=\"size-large wp-image-39\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03907-1024x681.jpg\" alt=\"Wohnhaus des Hl. Bruder Klaus\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03907-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/DSC03907-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-39\" class=\"wp-caption-text\">Wohnhaus des Hl. Bruder Klaus<\/p><\/div>\n<h3 class=\"r\"><a href=\"https:\/\/www.google.ch\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0ahUKEwijj_7HuLLOAhXFhRoKHcIHAk8QFggcMAA&amp;url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FFl%25C3%25BCeli-Ranft&amp;usg=AFQjCNFUsLPqN1UF4jG1MfaK4_AgR6AiWg&amp;bvm=bv.129391328,bs.2,d.bGs\" data-href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fl%C3%BCeli-Ranft\">Fl\u00fceli-Ranft \u2013 Wikipedia<\/a><\/h3>\n<h3 class=\"r\"><strong>Fl\u00fceli<\/strong>&#8211;<strong>Ranft<\/strong>\u00a0ist ein Schweizer Dorf in der Gemeinde Sachseln im Kanton Obwalden. Der Ort war die Heimat und Wirkungsst\u00e4tte des Schweizer Nationalheiligen&#8230;<\/h3>\n<div id=\"attachment_47\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-11.38.41.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-47\" class=\"size-large wp-image-47\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-11.38.41-1024x768.jpg\" alt=\"Geburtshaus von Bruder Klaus\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-11.38.41-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-11.38.41-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-11.38.41.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-47\" class=\"wp-caption-text\">Geburtshaus von Bruder Klaus<\/p><\/div>\n<p>Bruder Klaus oder Niklaus von Fl\u00fce (1417 \u2013 1487) pr\u00e4gt in seltsamer Weise die D\u00f6rfer Fl\u00fceli-Ranft (728 m \u00fc. M.) und Sachseln (483 m \u00fc. M.). Der Dorfkern von Sachseln liegt unweit \u00fcber dem Sarnersee.<\/p>\n<p>F\u00fcr Pilger bestehen zwei Wege zwischen Fl\u00fceli-Ranft und Sachseln. Der Jakobsweg bedient sich des Bruder Klausen Weges, der durch Wald, Wiesen und im Schutz von Hecken absteigt. Ein Holzunterstand mit Tischen und B\u00e4nken im Wald scheint als offene Unterkunft f\u00fcr Pilger mit Schlafsack zu dienen, steht doch an den W\u00e4nden: \u00abRuhe ab 21.00 Uhr.\u00bb Der Waldweg geht weiter unten \u00fcber in einen engen Flurweg und dieser m\u00fcndet in eine asphaltiere Wiesenstrasse, von welcher ein steiler Pfad ziemlich direkt und \u00fcber ausgediente h\u00f6lzerne Bahnschwellen den Abstieg \u00fcber Treppen nach Sachseln schafft. Verm\u00f6gende Mehrfamilienh\u00e4user stehen mit ihren vorgelagerten bl\u00fchenden G\u00e4rten Spalier auf dem letzten Teilst\u00fcck der knapp einst\u00fcndigen Wanderung, welche direkt zum alleinstehenden Glockenturm der Pfarrkirche f\u00fchrt. Diesem angeschlossen ist die Grabkapelle, welche das erste Grab von Bruder Klaus beherbergte. Die anschliessende Pfarr- und Wallfahrtskirche hat etliche bauliche Ver\u00e4nderungen erfahren. Der Eingang f\u00fchrt durch ein schmuckes barockes Portal. Sachseln hat sich die sterblichen \u00dcberreste des 1947 heiliggesprochenen Landesvaters, Familienvaters, Bauern, Politikers, Mystikers, Asketen, Eremiten und schliesslich Nationalheiligen gesichert. Seine Reliquien liegen in der Pfarrkirche, in einer silbergetriebenen H\u00fclle, eingebaut im Altartisch. Der Anblick der Figur mutet etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig an; sie mag der Bedeutsamkeit der darin enthaltenen sterblichen \u00dcberreste gerecht werden, vielleicht weniger dem Selbstverst\u00e4ndnis des Heiligen entsprechen.<\/p>\n<div id=\"attachment_46\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-10.34.23.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-46\" class=\"size-large wp-image-46\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-10.34.23-1024x768.jpg\" alt=\"Panoramasicht auf Sarnersee; rechts Pilatus\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-10.34.23-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-10.34.23-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-10.34.23.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-46\" class=\"wp-caption-text\">Panoramasicht auf Sarnersee; rechts Pilatus<\/p><\/div>\n<p>Eine Alternative von Fl\u00fceli-Ranft nach Sachseln bildet der alte Pilgerweg. Er ist durchwegs asphaltiert, wenn auch grossenteils mit Fahrverbot belegt. Eine Lourdes-Grotte unterwegs ist kein Muss; sie beschr\u00e4nkt sich auf ein 3d-Relief in der Frontwand. Was diesen Weg aber lohnenswert macht: Er legt das ganze Panorama offen. Man umarmt den Sarnersee und die Seegemeinden darum herum, sowie die Streusiedlungen im aufgetakelten Voralpenwall. Man hat fast die H\u00e4lfte des Halbkantons Obwalden im Visier, weil die Bergflanke bis hart an die Waldgrenze aufragt, welche im n\u00f6rdlichen Pilatusmassiv und im s\u00fcdlichen Lungern-Sch\u00f6nb\u00fcel \u00fcberschritten wird, da beide \u00fcber 2000 Meter hoch sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_48\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-13.27.07.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-48\" class=\"size-large wp-image-48\" src=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-13.27.07-1024x768.jpg\" alt=\"Pfarrkirch Sachseln vom Dorfplatz\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-13.27.07-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-13.27.07-300x225.jpg 300w, https:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino3\/files\/2016\/07\/2016-08-08-13.27.07.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-48\" class=\"wp-caption-text\">Pfarrkirch Sachseln vom Dorfplatz<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>6.8. 16 \/ Sachseln \u2013 Giswil<\/strong><\/p>\n<p>Der Weiterweg von Sachseln nach <em>Giswil <\/em>geh\u00f6rt zweifelsfrei zu den angenehmsten \u00fcberhaupt. Er folgt dem Ufer des Sarnersees in s\u00fcdwestlicher Richtung. So erreicht man in rund f\u00fcnf Viertelstunden das Dorf Giswil. Von dort beginnt die Steigung auf den <em>Br\u00fcnigpass<\/em> in zwei Phasen. Nach ersten zweihundert H\u00f6henmetern erreicht man <em>Kaiserstuhl<\/em> am <em>Lungerersee<\/em> und am s\u00fcdwestlichen Ende dieses Naturstausees steigt der Weg nochmals gut dreihundert H\u00f6henmeter an auf den Br\u00fcnigpass auf 1000 m \u00fc. M. Diese Teilstrecke haben wir im Fr\u00fchjahr 2011 gemacht. Siehe:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino1\">http:\/\/joe.tyberis.com\/swisscamino1<\/a><\/p>\n<p>Copyright 2016 by Josef Bucheli<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>6.6.16\u00a0 \/\u00a0 Rorschach &#8211; Herisau Nun wandern sie wieder! Ungeduldig das Ende der gegenw\u00e4rtigen Schlechtwetterperiode abwartend, oder ein Sch\u00f6nwetterfenster darin ersp\u00e4hend, dr\u00e4ngt auch Michiko zum Aufbrechen. 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